Bradley Cooper

Er wurde als verkaterter Partygänger quasi über Nacht berühmt und durfte sogar bereits den Titel des „Sexiest Man Alive“ einstreichen: Bradley Cooper! Der charmante Schauspieler aus Pennsylvania ist aus der Star-Riege Hollywoods nicht mehr wegzudenken. Seine letzte größere Rolle scheint aber schon etwas länger her zu sein. Sollte Bradleys Karriere still und leise zu Ende gegangen sein? Oder arbeitet er wieder an neuen Projekten, um sich den Zuschauern ins Gedächtnis zu rufen?

Ein Blick auf die Anfänge

Bradley Cooper

Bradley Cooper wurde am 5. Januar 1975 in Philadelphia, Pennsylvania geboren. Nachdem er 1997 bereits einen Universitätsabschluss als Bachelor of Arts im Fach Englisch von der Georgetown University für sich verbuchen konnte, zog es den jungen Bradley nach New York, wo er sich an einer Schauspielschule einschrieb.

1998 durfte er mit einer kleinen Nebenrolle in der US-Serie „Sex and the City“ erste Schauspiel-Luft schnuppern, bevor er 2001 mit der Rolle des Will Tippin in der Agentinnen-Serie „Alias“ eine wiederkehrende Figur spielen konnte. Der große Durchbruch kam allerdings erst 2009, als Bradley Cooper als Phil zusammen mit Zack Galifianakis und Ed Helms in einer wahnwitzigen Odyssee Las Vegas in der Komödie „Hangover“ unsicher machte. Der Film war so erfolgreich, dass Cooper und seine Kollegen zwei Nachfolgerfilme drehen durften und jedes Mal die Kinokassen ordentlich klingeln ließen.

2010 durften Fans dem Sunnyboy mit dem strahlenden Lächeln dann erst in einer Verfilmung der Fernsehserie „A-Team“ zuschauen, bevor er 2011 in dem Sci-Fi-Film „Ohne Limit“ strahlen konnte. Im selben Jahr wurde der Schauspieler mit irischen und italienischen Wurzeln vom People Magazine als „Sexiest Man Alive“ ausgezeichnet. Als er 2012 an der Seite von Jennifer Lawrence in „Silver Linings“ auftritt, bekommt Cooper die erste Oscar-Nominierung seiner Karriere als bester Hauptdarsteller. Bei der Oscar-Verleihung 2013 ging Bradley allerdings knapp leer aus. Es hatte den Eindruck, als gäbe es keine Projekte mehr, in denen er nicht mitspielen könnte.



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Neue Wege

Bradley Cooper

Nach seinen ersten Erfolgen suchte sich Bradley Cooper neue Herausforderungen und ging auch mal ungewöhnliche Wege. 2014 musste er beispielsweise beweisen, dass er nicht nur mit seiner Ausstrahlung und mit seinen blauen Augen – ein genetisches Geschenk von Coopers irischem Vater – das Publikum verzaubern konnte. Der Regisseur James Gunn hatte Bradley für eine Rolle gewinnen können, die er sich bis dato sicherlich auch noch nicht ausgedacht hatte.

In dem Superhelden-Spektakel „Guardians of the Galaxy“ übernahm Cooper die Rolle des durchgeknallten Waschbär-Mutanten Rocket, wobei er diesmal nicht selbst vor der Kamera stehen durfte. Da Rocket nämlich komplett computeranimiert ist, hatte Bradley lediglich eine Sprechrolle und verlieh der Figur einen schnodderig-durchgeknallten Charme. Aber er war nicht der einzige Superstar, der im Film lediglich zu hören war. Sein Schauspielkollege Vin Diesel stand neben Cooper in der Sprecherkabine, um den Text des Baumwesens Groot zu sprechen. Dabei bestand Diesels Sprechrolle aus lediglich einem einzigen Satz in verschiedenen Betonungen: „I am Groot!“

Ob es diese Rolle war, die Action-Star und Regisseur Clint Eastwood auf Bradley Cooper aufmerksam machte, oder ob es doch eine seiner „normaleren“ Auftritte gewesen sein könnte, bleibt Coopers Geheimnis. Aber 2015 durfte er für Eastwood in dessen Antikriegsfilm „American Sniper“ die Hauptrolle des Scharfschützen Chris Kyle spielen. Seine Verkörperung als Kriegsveteran mit seinen persönlichen Höhen und Tiefen brachte Cooper eine erneute Nominierung als bester Hauptdarsteller bei den Oscars ein. Aber wieder ging der Goldjunge an jemand anderes.

Von der Arbeit mit Clint Eastwood inspiriert, schwang sich Bradley 2018 selbst in den Regiestuhl und drehte eine Neuverfilmung des Filmklassikers „Ein Stern geht auf“ aus dem Jahr 1937 unter dem Titel „A Star is born“. Gleichzeitig übernahm er aber auch die Hauptrolle des alkoholkranken Musikers Jackson Maine. In der Geschichte entdeckt der ehemalige Star in einer Bar ein potenzielles Musiktalent und will die junge Frau groß rausbringen. Für die Rolle der einfachen musikbegabten Barkeeperin Ally Campana konnte Cooper niemand anders als den Weltstar Lady Gaga gewinnen. Der Film konnte unter anderem einen Oscar für den besten Song und außerdem einen Golden Globe und mehrere Grammys einheimsen. Gewonnen hatte Cooper allerdings nicht mit seiner Leistung als Regisseur oder Schauspieler, sondern stattdessen als Gesangstalent. Bei den Oscars 2019 ging Cooper nach dreimaliger Nominierung für A Star is Born leider wieder ohne Goldjungen nach Hause.



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Geschichte wiederholt sich… oder nicht?

Bradley Cooper

Es schien so, als ob Bradley Cooper nach „A Star is born“ aus dem Rampenlicht verschwunden war. Tatsächlich hatte er aber alle Hände voll zu tun. Unter anderem arbeitete er 2018 wieder mit Clint Eastwood zusammen, um „The Mule“ auf die Leinwand zu bringen. Im selben Jahr schloss er sich dem neuen Projekt von Todd Phillips an, der damals bereits bei der „Hangover“-Trilogie Regie geführt hatte. Phillips wollte einen Film über einen erfolglosen Komiker drehen, der langsam den Verstand verliert und letztendlich zu einem blutrünstigen Psychopathen wird. Diesmal sollte Bradley allerdings nicht vor der Kamera stehen, sondern arbeitete als Produzent hinter den Kulissen mit. Das Projekt wurde ein großer Erfolg und „Joker“ konnte bei der Oscar-Verleihung 2020 sogar zwei begehrte Trophäen abstauben. Leider ist keiner davon im Hause Cooper gelandet.

Aktuell arbeitet der Hollywood-Star bereits an seinem nächsten Projekt, bei dem er sowohl Regie führen, als auch das Drehbuch schreiben und eine Hauptrolle spielen will. Der Film trägt den Titel „Maestro“ und soll das Leben des erfolgreichen Komponisten Leonard Bernstein beleuchten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Cooper sich auch wieder zu ein paar musikalischen Ausflügen für den Film hinreißen lassen wird. Der letzte Film, in dem es den US-Schauspieler zu sehen gab, ist Nightmare Alley.

Abseits der Arbeit lässt es sich Bradley Cooper aber nicht nehmen, immer mal wieder zu einer seiner Lieblingsrollen zurückzukehren. Denn nach wie vor leiht er dem Waschbär-Mutanten Rocket seine Stimme – sowohl im Film „Guardian of the Galaxy Vol. 2“ als auch bei den kleinen Gastauftritten wie beispielsweise bei „Thor: Love and Thunder“ oder „Avengers: Endgame“.



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Privates

Über das private Leben des Weltstars lässt sich gar nicht so viel berichten. Mit seiner heutigen Ex-Frau Jennifer Esposito war er gerade einmal 6 Monate von Dezember 2006 bis Mai 2007 in einer Ehe. Mit seiner Ex-Freundin Irina Shayk hat Bradley eine gemeinsame Tochter. Die beiden sind allerdings nicht mehr zusammen. Zwischendurch hatte der Hangover Star eine 2-jährige Beziehung mit dem britischen Modell Suki Waterhouse.

Viele Fans haben sich gewünscht, dass vielleicht etwas zwischen Bradley und seinem Co-Star Lady Gaga (A Star is Born) etwas laufen könnte. Beide haben diese Gerüchte jedoch dementiert. Bei den Oscars 2020 traff er auf seine Ex Renée Zellweger. Damals gewann sie schon ihren zweiten Oscar. Die beiden waren knappe 1,5 Jahre miteinander liiert.



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Auszeichnungen

Ein Oscar steht zwar noch nicht auf der Liste der von Cooper gewonnenen Preise, jedoch gibt es wohl genügend Trophäen, die seine Leistung würdigen.

  • British Academy Film Award: Kategorie Beste Filmmusik für A Star Is Born
  • Critics’ Choice Movie Award: Kategorie Bester Schauspieler in einer Komödie für Silver Linings
  • Goldene Himbeere: (Negativ-Award) Kategorie Schlechtestes Leinwandpaar (mit Sandra Bullock) für Verrückt nach Steve
  • National Board of Review Award: Kategorie Beste Regie für A Star Is Born
  • Golden Tomato Awards: Kategorie Bestes Regiedebüt für A Star Is Born
  • Grammy Awards: Kategorie Best Pop Duo/Group Performance (Shallow (Single) mit Lady Gaga)
  • Grammy Awards: Kategorie Best Compilation Soundtrack for Visual Media (A Star Is Born (Soundtrack) mit Lady Gaga)

Es bleibt also spannend, was die Zukunft für Bradley Cooper noch bringen wird, denn ein Mann mit vielen Talenten findet immer etwas, um sich bei Laune zu halten.

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