James Arthur Interview

Es ist einige Jahre her, genau genommen war es 2012, als James Arthur die neunte Staffel der Castingshow „The X Factor“ gewann. Kurz darauf schoss er mit „Impossible“ über 60 Wochen lang durch die Decke. Heute, sieben Jahre später, gehört James Arthur zu den Großen im Musikbusiness. Dass sein neues Album „You“, welches am 18. Oktober 2019 erscheint, in große Fußstapfen treten wird, weiß James nur zu gut. Dennoch ist ihm auch bewusst, dass er alles Menschenmögliche getan hat, um auch hier wieder mehrfach Gold und Platin zu erreichen. Auf was seine Fans sich während der Tour und auf dem neuen Album freuen dürfen und was seine Lieder bezwecken sollen, erfährst du im Interview, welches James während seiner ausverkauften US-Tour für uns gab.

Am 18. Oktober erscheint dein drittes Album „You“. Deine ersten beiden Alben waren in Deutschland schon sehr erfolgreich. Glaubst du, dass dein neues Album dort anknüpfen wird, wo die anderen aufgehört haben?

Ich weiß es nicht, alles, was ich tun kann, ist, auf das Beste zu hoffen. Ich bin sicherlich stolzer auf diese Platte als auf jede andere Arbeit, die ich veröffentlicht habe. Ob es mehr oder weniger erfolgreich sein wird, kann ich jedoch nicht sagen. Was auch immer passieren wird, es wird passieren.

James Arthur

Was ist neu und anders an deinem Album „You“ im Vergleich zu „James Arthur“ und „Back From The Edge“?

Die erste Platte war eine Art Einführung für mich. Es war ein Album, das die Balance zwischen dem X-Faktor-Gewinner und der Repräsentation als Künstler fand. „Back From The Edge“ war sehr autobiografisch und es gab viele Lieder zum Thema Erlösung. Dieses neue Album soll anderen Menschen hilfreicher sein und die Lieder sollen so weit als möglich persönlich zuordenbar sein.

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„Treehouse“ war die erste Veröffentlichung aus dem Album „You“. Der US-Rap-Superstar Ty Dolla$ign und der britische Shootingstar Shotty Horroh gehören ebenfalls mit dazu. Wie ist diese Konstellation entstanden?

Shotty ist eine Freundin von mir und wir haben immer darüber gesprochen, einmal einen Song zusammen zu machen. Der Beat fühlte sich an, als könnte er für einen amerikanischen Superstar passen, also schickten wir ihn an Ty und er schickte einen Vers zurück, den wir liebten und der perfekt zu dem Song passte.

Du selbst sagst, dass die Strophe „I don´t know why you don´t ask for help“ auch dich betreffen könnte und dass das Leben dich manchmal überwältigt habe. Welches „Treehouse“ hast du heute? Wohin ziehst du dich zurück, wenn alles zu viel wird?

Ich gehe gerne zurück in meine Heimatstadt und bin mit den Menschen zusammen, mit denen ich aufgewachsen bin, denn dort bin ich zu 100% ich selbst.

Viele Künstler schreiben in ihren Texten über sich selbst. Mit „You“ hingegen wird es anders sein, denn es geht nicht um dich, sondern um alle anderen. Wie ist es dazu gekommen? Hattest du das Gefühl, anderen helfen zu wollen?

Ja, das ist absolut richtig. Ich denke, wenn ich auf meine Karriere und die Musik zurückblicke, die ich veröffentlicht habe, sind es Songs wie „Say You Won’t Let Go“, die sich wirklich mit Menschen verbunden haben. Mein Ansatz dabei war es, über reale und verknüpfbare Dinge zu sprechen. Anstatt so viel in mein eigenes Privatleben zu investieren, suchte ich nach Inspiration von anderen, von meiner Familie und meinen Freunden, von Filmen und Kunst. Ich wollte wirklich ein Album machen, das hilfreich und offen für Interpretationen sein könnte. Aber natürlich sind auch einige von mir da drin.

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James Arthur

Auf „You“ zeigst du dich von deiner kühnsten und promiskuitivsten Seite. Wie ist diese Entscheidung zustande gekommen?

Wie immer möchte ich so ehrlich wie möglich zur Musik beitragen, sonst würde ich dem Konzept nicht treu bleiben, dass die Platte hilfreich und zuordenbar sein kann. Wenn ich also keine Leute reinlasse, denke ich, dass die Platte nicht den gewünschten Effekt haben würde.

Was ist dein persönlicher Lieblingssong auf „You“ und warum?

Mein Lieblingssong auf der Platte ist „Unconditionally“, einfach weil es sich nostalgisch anfühlt. Einer meiner absoluten Helden, Adam Lazzara von der Band Taking Back Sunday, singt Zeilen aus einem ihrer berühmtesten Songs, „Cute Without the E“.

Du bist einer von nur zehn Künstlern weltweit, die es geschafft haben, über eine Milliarde Streams auf Spotify zu haben. Wie fühlt es sich an? Spielt dein Erfolg eine Rolle bei der Planung eines neuen Albums? Ist der Druck höher als „üblich“?

An diesem Punkt spielt es keine Rolle, denn ich habe bewiesen, dass ich einen Song schreiben kann, mit dem sich die Welt identifizieren kann. Aber ich habe immer Druck auf mich selbst ausgeübt, um meine bisherige Arbeit zu übertreffen, egal wie unmöglich das erscheint!

Du bist zurzeit auf einer ausverkauften US-Tournee, im Oktober auf Tournee in Großbritannien – ebenfalls ausverkauft. Anfang nächsten Jahres wirst du auch nach Deutschland kommen und es sind nur noch wenige Tickets übrig. Worauf können sich deine Fans freuen? Wirst du vor allen Dingen dein neues Album spielen oder auch die Hits deiner anderen Alben?

Ich werde natürlich auch einige Hits aus meinen anderen Alben spielen. Aber ich sehe dies als eine Gelegenheit, einige neue Songs währenddessen auszuprobieren und zu sehen, wie die Leute auf sie reagieren.

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James Arthur - You
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Tourdaten

Schnell sein! – Beinahe ausverkauft!

24.01.2020 Zürich, X-Tra
27.01.2020 Wien, Gasometer
31.01.2020 Berlin, Huxleys
10.02.2020 München, Tonhalle
13.02.2020 Frankfurt, Batschkapp
15.02.2020 Hamburg, Große Freiheit
18.02.2020 Köln, Carlswerk Victoria

 

Fotos: Sony Music