Erfolg im E-Sport: So bleiben Profi-Gamer vor dem Bildschirm fit

Geschätzt betreiben zwischen drei und vier Millionen Menschen in Deutschland aktiven E-Sport. Die Wettkämpfe vor dem Bildschirm nehmen viele Stunden in Anspruch, in denen Bewegung und Fitness unweigerlich zu kurz kommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass E-Sportler das Klischee unsportlicher und bewegungsunwilliger Nerds erfüllen – im Gegenteil. Um im Gaming erfolgreich zu sein, sind körperliche Fitness, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf essenziell.

Fit bleiben im E-Sport – warum ist das wichtig?

Das Vorurteil, elektronischer Sport sei mit „richtiger“ Fitness nicht gleichzusetzen, hält sich hartnäckig. Dabei ist beim konzentrierten Gaming eine kontinuierliche körperliche und mentale Belastung absolut gegeben – zwei eindeutige Definitionen des Begriffs Sport.

Durch lange Sitzzeiten kann es bei E-Sportlern zu Handgelenkbeschwerden, Verspannungen, Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen kommen. Der Bewegungsmangel wirkt sich auf die Durchblutung aus, die langen Bildschirmzeiten auf den Schlafrhythmus und in der Folge auf die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit. Beim E-Sport sind jedoch volle Konzentration, optimale Reaktionsschnelligkeit und ein wacher Geist maßgeblich, um in komplexen Games als Sieger hervorzugehen.

Auf welche gesundheitlichen Aspekte sollten E-Sportler ihren Fokus richten?

Körperliche und geistige Fitness sind für den ersten Platz auf dem virtuellen Siegertreppchen unverzichtbar. Ihre Schwerpunkte sollten Gamer vor allem auf moderaten Ausdauersport, ausreichenden Schlaf und eine gesunde Ernährung setzen.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt ein wöchentliches Bewegungspensum von 2,5 Stunden. Die „eSport-Studie“, herausgegeben von der Deutschen Sporthochschule Köln, fand im Jahr 2020 heraus, dass rund 80 Prozent der Befragten diese Empfehlung erfüllen oder sogar übertreffen.

In der Nacht benötigt ein erwachsener Mensch sieben bis acht Stunden Schlaf. Auch dieses Pensum wird von einem Gros der E-Sportler erfüllt. Zwar geht die Mehrheit an Wettkampftagen sehr spät ins Bett, stehen jedoch dafür auch später wieder auf. Mehr als 75 Prozent gaben in der „eSport-Studie“ an, ausreichend lange zu schlafen.

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Gesunde Ernährung für Gamer: Tipps für Fitness-Food

Last, not least, boostet eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung die Performance: Vitamine, Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Proteine helfen dabei, beim E-Sport durchzustarten und halten den Körper länger wach und fit. Dabei ist es ratsam, sich auf die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft zur Ernährung zu stützen: möglichst vielfältige Speisen sowie fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich zu nehmen, Vollkorn zu bevorzugen, gesunde Fette zu nutzen und auf Wasser und Kaffee anstatt auf Soft- oder Energydrinks zu setzen.

Beim Gaming bleibt für ein ausgiebiges Mahl selten Zeit. Deshalb lautet die Zauberformel Meal Prep: Handliche gesunde Snacks wie Energy Balls oder Bowls lassen sich auch am Schreibtisch schnell zu sich nehmen. Ein guter Tipp ist auch, während des Gamings Dextrose auf der Zunge zergehen zu lassen. Dextrose ist Nahrung für das Gehirn und treibt das Denkvermögen an, wie auch schon Dextro Energy aufklären.

Stichwort Soft- und Energydrinks: Sie enthalten viel Zucker und geben dank ihres Koffeingehalts zwar einen Energieschub – der jedoch nur kurzfristig anhält. Zur Reaktivierung der Konzentration, greift man besser zu einem (zuckerfreien) Espresso.

Pausen gesund gestalten

Spätestens nach zwei Stunden Bildschirmzeit sollten E-Sportler sich einige Minuten Zeit zur Regeneration nehmen. Dehnübungen im Stehen und einige Schritte durch den Raum zu gehen, entlasten Muskeln sowie Gelenke und beugen Verspannungen vor. Auch die Augen benötigen eine Pause. Zur Entlastung sollte man regelmäßig vom Monitor aufschauen und den Blick schweifen lassen. Wichtig: Blinzeln nicht vergessen. Das beugt trockenen Augen vor.

 

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