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Adam Sandler – Hollywood-Ikone der schlechten Filme

Die einen lieben ihn, die anderen schütteln über ihn den Kopf. Adam Sandler spaltet nicht nur Hollywood, sondern auch diejenigen, die sich seine Filme ansehen. Er gilt als einer der meistnominierten Schauspieler für eine goldene Himbeere. Nur Sylvester Stallone liegt noch vor ihm. Trotzdem verdient sich Sandler mit seinen Filmen regelmäßig eine goldene Nase. Grund genug also, sich einmal genauer anzuschauen, wer der Schauspieler eigentlich ist und was ihn so schlecht-gut macht.

Ein Blick auf Adam Sandlers Biographie

Geboren wurde Adam Richard Sandler am 9. September 1966 in Brooklyn, New York. Seine Eltern zogen mit ihm allerdings nach Manchester, New Hampshire um, als Adam sechs Jahre alt war. Sein Vater arbeitete als Elektromechaniker, während seine Mutter als Krankenschwester unter anderem dafür zuständig war, angehende Kolleginnen in medizinischen Grundlagen und den Abläufen in Krankenhäusern zu unterrichten. Sandler ging zur Manchester Central High School. Später zog er nach New York um, um sich an der Tisch School of Art einzuschreiben, von der er auch 1988 graduierte.

Während seines Studiums hatte er die Gelegenheit, eine kleine Nebenrolle in der damals sehr populären “Bill Cosby Show” zu ergattern. In vier Folgen spielte er Smitty, ein Freund von Theo Huxtable. 1989 bekam er seine erste Filmrolle in “Adam Sandler’s Love Boat”. Der große Durchbruch ließ aber noch auf sich warten. Um sich etwas abzulenken, entschied Sandler sich dazu, nebenbei ein Studium zu beginnen und 1991 seinen Bachelor of Fine Art an der New York University zu machen.

Nachdem Sandler 1989 spontan bei einem Open Mic Abend einen kleinen Auftritt in einem Comedy Club in Boston absolvierte, besuchte er in den nächsten Wochen öfter solche Clubs und stellte sich ein kleines Comedy-Programm zusammen. Bei einem seiner Auftritte war auch der Comedian Dennis Miller im Publikum, dem Sandlers Auftritt so gut gefiel, dass er den noch jungen Schauspieler den Produzenten der Show “Saturday Night Live” vorstellte. Sie engagierten Sandler 1990 als Autor, aber bereits ein Jahr später trat er auch selbst in der Show auf und unterhielt die Zuschauer mit witzigen Parodie-Songs.

Nach sechs erfolgreichen Jahren beendete Sandler 1996 seine Karriere bei Saturday Night Live und konzentrierte sich auf seine schauspielerische Karriere. Nach einigen Nebenrollen bekam er 1995 erneut die Hauptrolle und spielte in “Billy Madison” einen verwöhnten Snob aus reichem Haus, der noch einmal alle Schulklassen von 1 bis 12 durchmachen musste, um sein Vermögen nicht zu verlieren.

Die Komödie war durch Sandlers überzeichnete Art und seine Gags ein Erfolg und weitere Komödien wie “Happy Gilmore” (1996), “Eine Hochzeit zum Verlieben” (1998) und “Waterboy” (ebenfalls 1998) folgten und zementierten Sandlers Schauspiel-Image als trotteliger, selbstironischer Kindskopf. Obwohl Kritiker den Filmen kaum etwas abgewinnen konnten, war Sandler schlagartig zum Comedy-Star geworden.


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Unrühmlicher Aufstieg

Adam Sandler

Während Hollywood die Filme bei den Oskars feiert, die filmtechnisch oder durch die schauspielerische Leistung brillieren, straft die Spott-Veranstaltung Goldene Himbeere die Filme und die Schauspieler ab, die einfach nur schlimm und dumm sind. 1997 wurde Adam Sandler das erste Mal für gleich zwei Filme, nämlich “Bulletproof” und “Happy Gilmore” nominiert. Im Jahr 2000 schaffte Sandler es dann mit “Big Daddy”, die erste Goldene Himbeere seiner Karriere einzuheimsen. Es sollte allerdings nicht die letzte sein.

Während seiner Karriere konnte der Schauspieler unfreiwilliger Weise insgesamt elf Nominierungen für die nicht ganz ernst zu nehmende Goldene Himbeere einfahren. Er ist damit direkt hinter Sylvester Stallon der zweithäufigste nominierte Schauspieler weltweit.

Allein sein Film “Jack und Jill” wurde 2012 zehnmal nominiert und gewann jede einzelne der Trophäen. Sandler erhielt davon drei Stück zugeschrieben, da er nicht nur die Hauptrollen der titelgebenden Geschwister in einer Doppelrolle gespielt, sondern auch das Drehbuch geschrieben und als Produzent mitgewirkt hatte. Der Film hält den Rekord, nicht nur in allen möglichen Kategorien nominiert worden zu sein, sondern auch jede Trophäe zugesprochen zu bekommen.

Aber Adam Sandler konnte auch ein paar Trümpfe für sich verbuchen. Unter anderem wurde er 2003 für seine Rolle in der Tragikomödie “Punch-Drunk Love” für einen Golden Globe nominiert. Die Comedy-Musikalben, die Sandler während seiner Zeit bei Saturday Night Live herausbrachte, wurden für die Grammys nominiert. Einen der begehrten Preise konnte der Schauspieler bisher aber nicht gewinnen.

Dafür wurde ihm 2011 ein Stern auf dem berühmten Walk of Fame verliehen, um seine Leistungen für die Filmindustrie zu würdigen.


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Sinn fürs Geschäft

Adam Sandler

Obwohl Adam Sandler als Klamauk-Schauspieler verschrien ist und nahezu jeder seiner Filme bei Filmportalen absolut desaströse Wertungen bekommt, ist der Comedian einer der bestverdienenden Schauspieler in Hollywood. Das hängt allerdings weniger von seiner Leistung auf der Leinwand ab.

Tatsächlich hat Sandler einen sehr guten Geschäftssinn. Bereits 1999 gründete er seine eigene Produktionsfirma unter dem Namen “Happy Madison”. Der Firmenname ist eine Anspielung an Sandlers Filme “Happy Gilmore” und “Billy Madison”. Zum Großteil übernahm die Firma die Produktion der Filme, in denen Sandler selbst mitwirkte.

Aber auch viele Projekte von Freunden und Kollegen konnte der Comedian mit seiner Firma realisieren und sich dadurch ein zweites Standbein zur Schauspielerei aufbauen. Sandler versuchte auch, Tochterfirmen zu gründen, die sich auf andere Filmgenres konzentrieren sollten, allerdings konnten diese Zweigstellen bisher keine großen Erfolge erzielen.


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Der Comedian privat

Adam Sandler

Über sein Privatleben verrät Adam Sandler kaum etwas. Bekannt ist allerdings, dass er mit dem Model Jackie Titone seit 2003 verheiratet ist. Die Beiden lernten sich am Set von Sandlers Film “Big Daddy” kennen. Zusammen hat das Ehepaar zwei Töchter.

In seiner Freizeit geht der Schauspieler gerne in Synagogen. Wie auch seine Eltern ist der Comedian nämlich jüdisch. Selbst viele seiner Figuren gehören in dem Filmen dem jüdischen Glauben an, worauf Sandler auch besteht. Seine Frau Jackie konvertierte kurz vor ihrer Ehe ebenfalls zum Judentum.

Außerdem engagiert sich der Schauspieler für viele Projekte und Gruppierungen zum Schutz und zur Förderung von Kindern und Jugendlichen. Unter anderem hat er 2007 dem Verein “Boys & Girls Club of America” eine stattliche Summe von 1 Million US-Dollar gespendet.

Adam Sandler ist bekannt dafür, sich für seine Filme meistens Freunde und Bekannte mit ins Boot zu holen. Unter anderem durften schon Chris Rock, Kevin James oder Rob Schneider in einem oder mehreren von Sandlers Filmen mitwirken. Dafür revanchiert sich der Schauspieler auch immer entsprechend, indem er seine Freunde beispielsweise mit seiner Produktionsfirma unterstützt.

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Quellen:
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Sandler
  • https://www.filmstarts.de/personen/17585/biografie/
  • https://www.filmstarts.de/personen/17585/filmo/
  • https://www.prosieben.de/themen/stars/profile/adam-richard-sandler-62682
  • https://web.de/magazine/unterhaltung/thema/adam-sandler
  • https://www.serienjunkies.de/person/adam-sandler/29608/

 

Bilder: Copyright D.R., Copyright Macall Polay, Courtesy Netflix, Copyright Netflix, Copyright Courtesy Netflix

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Ajouré MEN Redaktion
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