Die erste Swingerparty: Was ist als Einsteiger zu beachten?

Die Möglichkeiten, das eigene Sexleben etwas aufzupeppen, sind heutzutage so vielfältig wie nie. Sexspielzeug oder erotische Outfits sind mittlerweile fast überall erhältlich und aus vielen Schlafzimmern nicht mehr wegzudenken. Umso verwunderlicher, dass ausgerechnet Swingerclubs in Zeiten einer derartigen sexuellen Aufgeschlossenheit weiterhin mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Dabei kann der Besuch einer Swingerparty so harmlos und gleichzeitig aufregend sein. Wir verraten dir alles, was du als Einsteiger in die Szene wissen musst!

Wie findest du den richtigen Club?

Um dir bereits einen ersten Eindruck zu verschaffen, solltest du unbedingt den Internetauftritt eines jeden Clubs durchstöbern, den du ins Auge gefasst hast. So erhältst du Aufschluss über seine ganz eigenen Regeln, die Räumlichkeiten und das Ambiente. Mache dir außerdem Rezensionen und Erfahrungsberichte zunutze. Bestimmte Plattformen sammeln sogar die Eckdaten einer Vielzahl an Clubs und vergleichen sie, sodass du wichtige Fakten sofort auf einen Blick parat hast. Manche bieten des Weiteren die Möglichkeit, direkt Gleichgesinnte kennenzulernen, sich auszutauschen und Fragen zu stellen. Und wer weiß: Vielleicht triffst du hier auch noch potenzielle Partner.

Du kannst einen seriösen Swingerclub an einigen Elementen erkennen. So beschränkt sich der Zutritt meist auf Paare. Auf diese Weise vermeiden die Betreiber, dass es zu einem Herrenüber-schuss kommt. Nicht immer handelt es sich hierbei um ein zu einhundert Prozent verlässliches Kriterium, aber dazu später mehr.

Nachdem du den Eintritt für den Club gezahlt hast, kommen keine weiteren Kosten mehr auf dich zu, ausgenommen Getränke. Essen ist inklusive, so verfügen viele Clubs über ein All-You-Can-Eat-Buffet. Sollten die Betreiber weitere Zahlungen von dir verlangen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Betrug.

Stark alkoholisierten Personen und anderen Störenfrieden wird normalerweise der Eintritt verwehrt, schließlich möchtest du ungern die Räumlichkeiten mit solchen Menschen teilen. In diesem Sinne beschäftigen seriöse Einrichtungen meist spezielles Sicherheitspersonal, um einen ruhigen Verlauf des Abends zu gewährleisten.

Auch sollte der Club sauber und in gutem Zustand sein, denn ein makelloser Eindruck ist die Visitenkarte des Etablissements. Das betrifft auch die Toiletten und andere hygienische Einrichtungen (Duschen, Sauna) sowie Nebenräume.

Clubs, in dem käufliches Service-Personal angestellt ist, sind eher zu meiden, denn bei Swingereinrichtungen handelt es sich keineswegs um Bordelle.

Schließlich spielt noch Diskretion eine wichtige Rolle. Es ist schlicht unangenehm, stets von einer Kamera verfolgt zu werden, umso mehr, wenn es um intime Vergnügungen geht.

Was kostet ein Besuch einer Swingerparty?

Grundsätzlich zahlen Paare zwischen 50 und 150 Euro. Bist du als Solo-Mann unterwegs, musst du dich leider auf deutlich höhere Preise einstellen. Bis zu viermal so viel wie ein Paar müssen Männer oftmals zahlen, Single-Frauen hingegen erhalten manchmal sogar kostenlosen Eintritt. Um maximale Diskretion zu ermöglichen, wird in den meisten Swingerclubs ausschließlich bar gezahlt.

Swingerparty Club Besuch

Was zieht man zu einer Swingerparty an?

So mancher Swinger Club verfügt über einen eigenen Dresscode. Informiere dich daher unbedingt vorab über die jeweilige Kleiderordnung. Ansonsten gilt: Stilvoll und gut sitzend ist besser als gezwungen sexy.

Auch musst du dich bei der Wahl des Outfits nicht verrückt machen. Ansehnliche Unterwäsche ist schon die halbe Miete. Wer es gewagter mag, kann das Oberteil weglassen, Freunde eines dezenteren Auftritts sind mit einem ordentlichen Hemd gut beraten. Auch halbtransparente Kleidung kann angemessen sein, ebenso wie Ausgefalleneres. Achte dabei aber unbedingt auf die Vorgaben des Clubs und dessen allgemeines Ambiente. Dazu kannst du dir auf dem Internetauftritt einen ersten Eindruck verschaffen.

Wie bricht man das Eis?

Du hast Angst, im Swingerclub anzukommen und keinen Anschluss zu finden? Mach dir keine Sorgen, schließlich triffst du dort auf Gleichgesinnte. Alle Anwesenden verfolgen die gleiche Absicht und sind für gewöhnlich offen und nett. Solltest du dennoch Bammel haben, lohnt es sich, ein Treffen bereits vorab zu vereinbaren. Für alle Beteiligten gilt zudem stets: Alles kann, nichts muss. Verlasse dich auf dein Bauchgefühl und scheue dich nicht davor, nein zu sagen, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt. Als Grundregel hat sich etabliert, ohne Erwartungen in den Club zu gehen. So wird niemand enttäuscht, Druck vermieden und außerdem die Atmosphäre gelockert. Zudem kannst du dich stets an erfahreneren Gästen orientieren. Sie können dir über deine Unsicherheit hinweghelfen und dich in die verruchte Welt einführen.

Wer geht in den Swingerclub?

Eins vorweg: Das Klischee, nur Menschen älteren Jahrgangs und niedriger Attraktivität würden Swingerclubs besuchen, ist selbstverständlich falsch. Zwar gibt es diese Kundschaft, viele Etablissements können allerdings auf eine Vielzahl junger und optisch ansehnlicher Gäste zählen. Im Durchschnitt beträgt das Alter der Swinger zwischen 25 und 60 Jahren, sie kommen dabei aus allen Gesellschaftsschichten. Nicht selten kommt es jedoch zum Herrenüberschuss, weshalb manche Swingerclubs bestimmte Regeln festlegen, um das Treiben in geordnete Bahnen zu lenken. Diesen Faktor solltest du insbesondere unter Berücksichtigung der anderen Aspekte des Clubs abwägen.

 

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