1899 mit Remis gegen den BVB

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Wenn Abneigung auf sportlichen Ehrgeiz trifft

Am letzten Heimspiel des Jahres 2013 konnten die Kraichgau-Kicker dem diesjährigen Championsleague-Finalisten aus Dortmund mit einem 2:2 einen Punkt abknöpfen. Diese Begegnung gehört mittlerweile zu einer der brisantesten Spiele der Bundesliga. Nicht wegen der sportlichen Konkurrenz, sondern der persönlichen Abneigung der BVB-Führungsetage gegenüber dem sportlichen Weg der Hoffenheimer.
Von Seiten der Borussen hagelt es regelmäßig mit Kritik an die finanzielle Großzügigkeit des Hoffenheimer Mäzens Dietmar Hopp. Von der Kreisliga in die höchste deutsche Spielkasse binnen weniger Jahre sei nicht realistisch und gegenüber den Traditionsvereinen, welche seit Jahrzehnten durch Eigenfinanzierung ihr Dasein in der Bundesliga realisieren, nicht fair. Diese Meinung teilen viele deutsche Fußballfans! Dennoch versucht die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol diese Stimmen Woche für Woche mit Spaßfußball verstummen zu lassen. Die meisten der Hoffenheimer Ballkünstler haben eine positive Erinnerung an das letzte Aufeinandertreffen mit den Dortmundern. Gegen den aktuellen deutschen Vizemeister sicherte man in der vergangenen Saison mit einem 2:1 Sieg in letzter Minute den Klassenerhalt. Mit ähnlichem Spielwitz und Leidenschaft wollte man das Wunder von Hoffenheim wiederholen. 1899 ging durch einen Heber von Sven Schipplock, der seinen Vertrag in den vergangenen Tagen verlängerte, in Führung. Kurz darauf erhöhte der stark aufspielende Kevin Volland auf 2:0. Man sah der Klopp-Elf die 90 Minuten von Marseille am vergangenen Mittwoch in der Königsklasse an. Sie versuchten wie gewohnt aus der eigenen Hälfte heraus einen gepflegten Ball zu spielen, das gelang allerdings nur selten. Bei Temperaturen gen dem Gefrierpunkt blieben die „Gelben“ in der Offensive blass. Durch einen Torwartfehler der bis zur Winterpause erkorenen Nummer eins der Gastgeber, Jens Grahl, kamen die Westdeutschen mit dem Anschlusstreffer zurück ins Spiel und nahmen den Hoffenheimern immer mehr die Luft. Zum Schluss ließen die Ruhrpottler ihre individuelle Qualität aufblitzen und erzielten durch den wiedergenesenen Lukasz Pisczek den Ausgleichstreffer zum 2:2 Endstand. Der 1899-Trainer war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Das war immerhin das Spiel eines Champions-League-Finalisten gegen eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison noch mit einem Bein in der zweiten Liga stand. Den Fehler von Grahl werden wir nicht thematisieren, denn er hatte auch gute Paraden dabei.“ Nächste Woche gastieren die Kraichgauer beim Tabellenletzten aus Braunschweig.

Foto:wikimedia



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