Der UK-Hitgigant Olly Murs über ein neues Album & die neue Staffel „The Voice UK“

        Olly Murs    

Er landet in seiner Heimat England ein Platin-Album nach dem anderen und ist auch in Deutschland mit Gold ausgezeichnet worden. Er selbst schaffte den Sprung zum Star 2009 durch „The X Factor“ in Großbritannien und klettert seitdem die Karriereleiter steil bergauf. Sein neues Album „You Know I Know“ erscheint am 9. November und wir durften einen ersten Blick hineinwerfen. Was seine Fans erwartet ist überragend. Seine aktuelle Single ist die erste Auskopplung aus seinem Album. Hier sorgt er mit niemand geringerem als Rap-König Snoop Dog für einen Beat, der im Ohr bleibt. Wir haben uns die Möglichkeit natürlich nicht nehmen lassen und uns mit Olly zum Interview verabredet. Wir wollten genau wissen, ob er in der nächsten Staffel „The Voice UK“ wieder als Juror punktet und auf was sich seine Fans bei seinem neuen Album freuen dürfen.

Du warst zum ersten Mal als Juror bei der diesjährigen Staffel von „The Voice UK“ zu sehen. Was war das für dich für eine Erfahrung?

Eine unfassbar tolle! Es war einfach eine großartige Erfahrung als Coach dort zu sitzen und einige dieser neuen Talente im Anschluss coachen zu dürfen. Es hat mir großen Spaß bereitet, den Sängerinnen und Sängern meine Erfahrungen zu erzählen und sie auf alles Weitere vorzubereiten. Manchmal konnte ich es selbst kaum glauben, dass ich bei „The Voice UK“ als Juror dabei sein darf. Immer wieder ist mir aufgefallen, dass natürlich auch ich noch dazu lerne. Meiner Meinung nach lernt man sowieso immer dazu – Tag für Tag; und in diesem Job ganz besonders. Es war eine große Ehre für mich dabei zu sein. Gerade weil Weltstars wie Tom Jones dabei gewesen sind. Für mich war das völlig verrückt, denn Tom hat sozusagen einen Hit in jeder Dekade der letzten 60 Jahre gehabt. Und auch er sagt, er lerne bis heute noch jeden Tag dazu. Zum Beispiel in Sachen Streaming und Social Media. Aber ja, es ist toll, die nächste Generation coachen zu dürfen und ihnen diverse Erfahrungen mit auf den Weg geben zu können.

Denkst du darüber nach 2019 auch wieder dabei zu sein?

Ja natürlich und das Schöne ist, dass ich wieder dabei sein darf und dass dies bereits bestätigt ist. Ich werde also wie bei der letzten Staffel zusammen mit Sir Tom Jones, Jennifer Hudson und will.i.am in der Jury sitzen. Wir freuen uns alle bereits sehr darauf, denn wir hatten in der UK (United Kingdom) eine wirklich sehr sehr erfolgreiche Staffel 2018. Es war eine große Show und ich habe es tatsächlich geliebt, ein Teil davon zu sein. Und deshalb kann ich es ehrlich gesagt auch kaum abwarten, wieder mit demselben Team die neue Staffel „The Voice UK“ zu starten und meine drei Juror-Kollegen zu sehen. Wir werden sicherlich wieder sehr viel Spaß haben und das Publikum gut unterhalten. Es kann sich also jeder auf die neuen Folgen freuen.

Du selbst bist durch das Finale 2009 bei „The X Factor“ bekannt geworden. Ist es heute noch schwerer als damals, durch eine der mittlerweile vielen Casting-Show erfolgreich zu werden?

Auf jeden Fall denke ich, dass es heutzutage viel schwerer ist, als noch vor einigen Jahren. Zumindest im Vergleich zu der Zeit, als ich noch bei „The X Factor“ war. Damals war „The X Factor“ die Show der Shows. Heute ist „The Voice“ ebenfalls enorm erfolgreich und dies überall auf der Welt. Und dann gibt es da natürlich noch all die anderen Talent-Shows, die natürlich auch einen guten Job machen. Zum Beispiel sind da „America´s Got Talent“ und „Britain´s Got Talent“ und immer noch „The X Factor“. Diese Shows werden weltweit angeschaut und beliebter denn je. Das Gute ist, dass es viele verschiedene Arten von Shows gibt, in denen du versuchen kannst, erfolgreich zu werden. Da kommt es nur darauf an, worin dein besonders Talent liegt und dann suchst du dir das passende Format dazu aus. Damals bei „X Factor“ war es gefühlt die einzige Möglichkeit berühmt oder erfolgreich zu werden. Natürlich war es auch damals hart, allen Anforderungen gerecht zu werden, doch es gibt heute so viele verschiedene Formate auf der ganzen Welt, dass es schwerer wird, hier an die Spitze zu gelangen und auch dort zu bleiben.

Es gibt auf YouTube ein „Best Olly Murs Moments“ in dem man 8 Minuten sehen kann, dass du einen Witz nach dem anderen reißt. Bist du im echten Leben auch so ein Witzbold?

(lacht) Nein, ich bin eigentlich gar nicht wirklich gut darin, Witze zu erzählen. Es ist eher so, dass ich gerne Spaß habe bei dem was ich tue. Eine gute und schöne Zeit mit meinem Team oder meinen Kollegen zu haben, ist wichtig für mich. Mir ist wichtig, dass wir bei dem, was wir tun, den Tag und die Arbeit genießen können. An manchen Tagen ist es so, dass du stundenlang dasitzt und arbeitest und da ist es wichtig zu lachen und rumzublödeln. Natürlich haben auch wir, wie alle anderen Menschen, unsere schlechten Tage aber wir versuchen dennoch immer eine schöne Zeit zusammen zu verbringen.

Kommen wir zum Album „You Know I Know“ welches am 09. November erscheint. Die erste Single kam vor wenigen Tagen an den Markt und heißt „Moves“. Hier hast du Superstar Snoop Dogg mit dabei. Wie kam es zu dieser Konstellation? Wie wars mit einer Rap-Legende einen Song aufzunehmen?

Amazing! Es war unglaublich. Ich kann es ehrlich gesagt immer noch kaum glauben, dass ich einen Song mit ihm aufgenommen habe beziehungsweise er einen mit mir gemacht hat. Es ist schon krass, wenn Snoop meinen Namen in dem Song sagt. Als ich das zum ersten Mal hörte, dachte ich: (O-Ton) „Okay, Snoop Has Said My Name!!!“ Das ist einfach großartig. Snoop ist einzigartig, brillant und großartig. Er ist einfach eine Ikone als Rap-Star und einer der besten seines Business. Es war also wirklich eine Ehre für mich, mit ihm zusammen zu arbeiten. Direkt am Anfang, als wir begannen „Moves“ zu schreiben, war klar, dass es eigentlich nur eine Person sein kann, die hier hineinpassen würde, und das war Snoop Dogg. Und es ist ja so, dass Snoop keine Songs macht. Du musst also den richtigen Song für ihn finden. Also haben wir Snoop und sein Team kontaktiert und er hat den Song direkt geliebt. Gott sei Dank (lacht)!

Das Video zu „Moves“ ist so ganz anders, als alle anderen Videos, die man so kennt. Was ist die Idee hinter dem Clip und den Comicfiguren, sowie den Lyrics?

Hier handelt es sich tatsächlich nur um ein Lyric-Video. Aber es ist so, dass noch ein richtiges Video zum Song erscheinen wird. Bei dem Lyric-Video ist es so, dass Snoop mit dabei ist. Beim richtigen Video ist er leider nicht mit dabei, da es zeitlich nicht funktioniert hat. Aber es ist großartig, dass wir ihn als Cartoon-Charakter haben. Es ist ein gutes und lustiges Video, welches hauptsächlich für die erste Impression des Songs gemacht wurde. Ich nehme an, dass das nächste Video ziemlich bald erscheinen wird. Es läuft einfach so, dass wir nicht alles auf einmal preisgeben wollten. Also lassen wir das erste Video ein paar Wochen laufen und dann kommt das richtige hinterher. Dies ist sozusagen ein weiterer Weg, den Song erfolgreich zu machen und ihn bestmöglich bekannt zu machen.

Worin liegt bei deinem neuen Album der Unterschied zu deinen anderen Alben? Ist es vielleicht erwachsener geworden? Worauf dürfen sich deine Fans freuen?

Ich glaube, dass die Musikindustrie sich verändert hat. Ebenfalls die Musik, die aktuell in den Charts war und ist. Zumindest rückblickend zu meinen ersten Songs und Alben in den Jahren 2014 und 2015. Man muss heute ein bisschen mit der Zeit und mit dem Markt gehen. Ich denke, dass mein letztes Album „24 hrs“ emotionaler war. Es war hinsichtlich meiner Gefühle zu der damaligen Zeit sehr ehrlich. Beim neuen Album „You Know I know“ ist es so, dass ich genau das mache, was ich am besten kann. Es ist witziger, es ist aufregend und es sind viele Gute-Laune-Songs dabei und es versprüht viel Energie. Es gibt keine besondere Massage, die sich hinter dem neuen Album versteckt. Einfach nur gute Pop-Songs, tolle Melodien und schöne Lyrics. Leute werden definitiv eine Verbindung hierzu fühlen. Es zeigt einfach mich und wie ich bin – voller Energie und gut drauf und man merkt deutlich, dass ich sehr viel Spaß bei der Arbeit habe.

Hast du die Songs selbst geschrieben oder bekommst du hierbei Hilfe?

Nein. Ich mag eher Co-Writing-Arbeiten. Ich habe nie wirklich Song geschrieben, die nur von mir stammen. Das liegt vielleicht unter anderem auch daran, dass ich mich schnell langweile, wenn ich mich alleine in einen Raum setze und dann komme ich mir komisch vor. Ich liebe es unter Menschen zu sein und gemeinsam etwas zu entwerfen und ich glaube, dass wir so immer das beste Produkt erzielen. All die Ideen und Energien, die dann zusammenfließen, können mehr vollbringen, als nur eine Person.

Jedes deiner Alben bekam in der UK ein- bis dreifach Platin. In Deutschland erreichte „Right Place Right Time“ Gold. Die anderen Alben waren in den Top 20 und Top 40 platziert. Warum ist es in Deutschland so schwer Platin zu erreichen?

Deutschland ist ein so anderer Musik-Markt als die UK. Die ganze Musik ist hier vollkommen unterschiedlich im Vergleich Großbritannien. Es ist wie überall auf der Welt nehme ich an. In der UK hören wir viel unserer Landsleute und in Deutschland ist es auch so. Natürlich supporten Deutsche ihre deutschen Künstler und das ist auch sehr gut so. Auf der anderen Seite hatte ich auch Songs wie „Troublemaker“, die hier in Deutschland ein großer Erfolg waren. Auch „Heart Skips A Beat“ war sehr groß hier. Ich freue mich immer, wenn ich nach Deutschland reisen kann, denn ich habe eine große Fanbase hier und darauf bin ich sehr stolz. Auch die Tatsache, dass ich hier bei euch zu großen TV-Shows eingeladen werde, freut mich unheimlich. Und dass mich Fans erkennen, wenn ich hier zu Besuch bin, ist schon ein tolles Gefühl. Ich hoffe also, dass mein neues Album wieder Gold in Deutschland erreichen wird. Das wäre schon großartig und ist natürlich irgendwie immer der Plan dahinter. Beim letzten Album hat das nicht ganz geklappt, aber jetzt bin ich sehr zuversichtlich. Und da ihr mich schon ein paar Mal sehr gut angenommen habt, habe ich natürlich versucht, dass jetzt wieder zu schaffen.

Hast du einen Lieblingssong auf deinem neuen Album?

Oh ja, das habe ich. Aber es ändert sich von Woche zu Woche. Aber ich liebe „Somebody Knew“ sehr. Ich liebe den Vibe und die Energie. Immer wenn ich den Songs singe oder höre erinnert er mich an eine großartige Zeit in Los Angeles. Eine Zeit, die vieles veränderte. So ist dieser Song definitiv einer meiner persönlichen Favoriten auf dem Album.

Jemand, der so erfolgreich ist wie du, diverse Alben veröffentlicht, Auftritte hat und in einer der größten Casting-Shows Juror ist und auch wieder sein wird, scheint für Privates wenig Zeit zu finden. Wie schaltest du zwischendurch ab?

Ich mache immer für einige Zeit Musik und dann gönne ich mir eine Pause. Dann habe ich mal wieder einen Auftritt im Fernsehen und dann folgt wieder eine Pause. Ich hatte ein unglaubliches Jahr 2018 bisher. Anfang des Jahres war ich bei „The Voice UK“. Die Ausstrahlungen liefen bis vor kurzem, da natürlich bereits alles vorher aufgenommen wurde. Dann hatte ich eine kurze Verschnaufpause. Dann schrieb ich mit meinem Team neue Songs und hatte dennoch die Wochenenden für mich. Und Urlaub kam natürlich auch nicht zu kurz. Ich hatte also ein sehr solides und gutes Jahr. Ich finde das Schöne daran, etwas Zeit zu haben, ist, dass du Dinge, die du tust, mehr genießen kannst. Zum Beispiel wenn du einen neuen Song aufnimmst und im Anschluss Zeit hast, die Reaktionen der Fans zu sehen und diese Eindrücke auszukosten. Ich freue mich auf meine nächste Pause an Weihnachten. Aber jetzt aktuell liegt der Fokus selbstverständlich auf dem Release des neuen Albums. Und einige aufregende Dinge kommen erst noch und auf die bin ich auch gespannt. Ich liebe einfach was ich mache und wenn du so über deinen Job denkst, dann ist alle die Arbeit keine Tortur. Im Gegenteil, es macht dir Spaß. Und wenn ich nächstes Jahr auf Tour gehe, was ich nebenbei am Allerliebsten mache, dann weiß ich genau, wofür all die harte Arbeit gut war.

Wird es 2019 eine Tour durch Deutschland geben?

Ich hoffe sehr, aber das steht noch nicht ganz fest. Wir warten ab, wie sich das Album hier verkauft und dann wird mein Label die richtigen Entscheidungen treffen.

Vielen Dank Olly Murs, dass du dir die für uns die Zeit genommen hast. Viel Erfolg bei deinem neuen Album und hoffentlich bis nächstes Mal.

Danke, danke.

 


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Fotos: Sony Music

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