Heimkino Subwoofer

Ein Heimkino Subwoofer kann das Fernseherlebnis zu Hause ganz neu definieren und eine kinoähnliche Atmosphäre schaffen. Nachstehend erfährst du, worauf du beim Kauf eines Heimkino Subwoofers achten musst und welche Kriterien sich für eine Kaufentscheidung ergeben.

Was ist ein Heimkino Subwoofer?

Bei einem Heimkino Subwoofer handelt es sich im Prinzip um DEN Lautsprecher. Er ist Teil eines Heimkinosystems und sorgt für die Wiedergabe des Schalls auf den tieferen Frequenzen. Genauer gesagt ist er für die Wiedergabe des Basses verantwortlich. Der Subwoofer erhält die Signale entweder über ein Lautsprecherkabel oder per Cinchleitung.

Erst wenn der Subwoofer im Spiel ist, kommt der Bass zur Geltung. Daneben spielt er eine wichtige Rolle bei der Entlastung der übrigen Lautsprecher, da er die Wiedergabe des Basses übernimmt. Bestimmte Klänge können kleine Boxen gar nicht wiedergeben, so dass ohne Subwoofer nie das volle Klangspektrum erreicht wird.

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Front- oder Downfire?

Heimkino Anlage

Bei der Wahl des Subwoofers musst du dich in der Regel zwischen einem Front- und einem Downfire entscheiden. Hierunter versteht man die Ausstrahlrichtung der Töne. Frontfire bedeutet, der Bass geht nach vorne. Downfire hingegen bezeichnet eine nach unten gerichtete Abgabe der Klänge. Für die Variante Downfire solltest du dich entscheiden, wenn du in einem Gebäude mit harter Bausubstanz wohnst. Dies ist häufig bei Neubauten der Fall.

Der Schall wird auf den Boden gerichtet und strahlt von dort aus in den gesamten Raum. Du kannst den Schall sowohl hören als auch spüren. Frontfire ist für dich die richtige Wahl, wenn du in einem Altbau wohnst oder Zwischendecken eingezogen sind. Der Bass ist angenehmer und wird gerade heraus in den Raum abgegeben.

Aktiv oder passiv?

Weiter gibt es die Unterscheidung zwischen Aktiv- und Passivmodell. Ein passiver Subwoofer muss an einen externen Verstärker angeschlossen werden.
Bei einem aktiven Subwoofer ist der Verstärker bereits im Gerät enthalten. Anschließen kannst du das Gerät sowohl an einen Stereolautsprecher als auch an ein Heimkinosystem.

Grundsätzlich kannst du den Subwoofer sowohl für das Abspielen von Musik als auch für das Klangerlebnis beim Filmegucken verwenden. Besonders Filmtöne erreichen ein ganz neues Klangvolumen und ähneln dem Kinobesuch immer mehr. Die Formate Dolby Digital und DTS haben sogar einen eigenen Kanal für Tieftöner. Der Subwoofer sollte hier möglichst leistungsstark sein.

Ausstattungsmerkmale

Subwoofer Merkmale

Es gibt einige Ausstattungsmerkmale, über die der Heimkino Subwoofer verfügen sollte. Hierzu gehört zum einen ein Trennfrequenzregler. Dieser sorgt für einen nahtlosen Übergang vom Lautsprecher hin zum Subwoofer.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der Phasenschalter bzw. -regler. Dieser steuert das Zusammenspiel aller Boxen. Gerade dann, wenn die Bestandteile der Anlage nicht in gleichmäßigen Abständen zueinanderstehen, gleicht der Phasenschalter etwaige Unterschiede aus. Daneben sollte der Subwoofer über sogenannte Hochpegeleingänge verfügen.

Wenn du einen Verstärker ohne Vorverstärkerausgang hast, kannst du den Subwoofer über den Hochpegeleingang anschließen. Der Niederpegeleingang gehört zu den gängigsten Anschlussvarianten. Die Signalübertragung zum Bassmeister erfolgt hier per Cinchleitung. Gleichzeitig wird der integrierte Endverstärker genutzt.

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Gehäuse, Chassis und Wattleistung

Wenn du ein Lautsprecherpaket erwirbst, hat dies den Vorteil, dass die Geräte in der Regel aufeinander abgestimmt sind. Entscheidest du dich für ein einzelnes Gerät, so sollte es über ein möglichst stabiles und schweres Gehäuse verfügen. Dies mindert die Entstehung von Eigengeräuschen.

Daneben sollten die Spikes vor allem höhenverstellbar und zum anderen fest installiert sein, damit die Verbindung zum Boden getrennt wird. Das Tieftonchassis sollte eine Mindestgröße von 25 cm Durchmesser aufweisen. Die Größe des Chassis ist allerdings abhängig von der Raumgröße. In kleineren Räumen können auch kleinere Formate ausreichend sein.

Ein weiteres Kaufkriterium ist eine hohe Wattleistung. Daneben sollte es auch möglich sein, sowohl den Pegel als auch die Phasen stufenlos zu regulieren. Gleiches gilt für den Einstellregler. Dieser sollte über eine möglichst niedrige Einstelloption verfügen. Dies ist besonders dann vor Vorteil, wenn du mehrere Subwoofer einsetzt.

Obere und untere Grenzfrequenz

Frequenz

Als untere Grenzfrequenz werden die tiefen Töne bezeichnet, die der Subwoofer bewältigt. Je niedriger der Wert ist, desto stärker wird das Bassgefühl vermittelt. So können Ereignisse wie eine Explosion oder ein Gewitter besonders expressiv dargestellt werden.

Die obere Grenzfrequenz befindet sich dort, wo der Schnitt zwischen Subwoofer und normalem Lautsprecher liegt. Die Hertzleistung liegt hier meist zwischen 80 -180 Hertz.

Insgesamt kannst du die Leistungsfähigkeit des Gerätes vor allem an den Kriterien der Größe des Treibers, der Wattleistung und dem Gehäusevolumen messen.

Wo positioniere ich meinen Heimkino Subwoofer am besten?

Nach dem Kauf des Gerätes stellt sich die Frage, wo der Subwoofer am besten aufgestellt wird. Für ein gutes Klangerlebnis ist der Standort entscheidend. In jedem Fall solltest du die Zimmerecke als Aufstellort ausschließen. Empfohlen wird eine Positionierung in der vorderen Hälfte eines Raumes. Am Ende musst du hier ein bisschen ausprobieren und den Subwoofer immer wieder verrücken, bis das Klangerlebnis optimal ausfällt.

Insgesamt kannst du für die Justierung des Systems ein Pegelmessgerät nutzen, welches alle Elemente abgleicht. Im Durchschnitt solltest du etwa 78 Dezibel erreichen. Der Unterschied zwischen zwei Lautsprechern sollte nicht mehr als 0,5 Dezibel betragen. Allein der Subwoofer sollte etwa 5-10 % höher liegen.

Ein Subwoofer kann, wenn er richtig platziert ist, sogar als Einrichtungselement genutzt werden. Dafür brauchst du aber auch das richtige Kabelmanagement. Das reduziert nicht nur die Stolpergefahr, es sieht auch viel besser aus.

Eine gute Positionierung des Subwoofers liegt im Übrigen zwischen den Frontboxen. Der perfekte Ort lässt sich daran erkennen, dass der Bass hier seinen kräftigsten Klang entfaltet.

Generell wirken sich sowohl die Gegebenheiten des Raumes als auch dessen Ausstattung auf die Klangqualität aus. Harte Flächen wie Stein, Glas oder Parkett, begünstigen den Hall. Die Nachhallzeit kannst du ganz einfach selbst ermitteln, indem du in die Hände klatschst.

Was nimmt Einfluss auf den Klang?

Klang

Alle Gegenstände im Raum wie Möbel, Vorhänge oder Teppiche reduzieren den Hall wiederum. Holz und auch dünne Stoffe wirken sich dämpfend auf die Höhen aus, was zu einem plärrenden Klang führen kann.

Solltest du solche Klänge wahrnehmen, benötigst du gute Schaumstoffdämpfer. Um den Klang abschließend zu bewerten, solltest du entweder Testtöne einspielen oder Musik bzw. Filme ablaufen lassen. So kannst du die Qualität des Klangs entsprechend deiner persönlichen Vorlieben am besten beurteilen.

Die Wahl der richtigen Einstellungen

Damit das Gerät perfekt funktioniert, bedarf es der richtigen Einstellungen. Zur Installation musst du das Gerät erst einmal mit dem Verstärker verbinden. Dies erfolgt heutzutage meist über das Cinchkabel. Die Vorverstärkerausgänge sind meistens gelb gekennzeichnet. Der Bassmeister enthält eine entsprechende Inputdose.

Wird ein Satellitensystem genutzt, so solltest du die Trennfrequenz vollständig aufdrehen. Bei der Lautstärke gehst du nach Geschmack vor. Wenn du große Lautsprecher verwendest, dann sollte die Trennfrequenz zwischen 80 und 100 Hertz liegen. Grundsätzlich sollten Einstellungen über 100 Hertz vermieden werden.

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Fazit

Heimkino Subwoofer Fazit

Ein Heimkino Subwoofer ermöglicht ein ganz neues Klangerlebnis und sorgt für eine kinoähnliche Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass es sich um ein leistungsstarkes Gerät handelt und dass du es richtig einstellst und positionierst. So kannst du den maximalen Klang herausholen und das Bassgefühl des Heimkino Subwoofers auf beeindruckende Art und Weise erleben.

 

Bilder: Thomas Müller, Gagula, archideaphoto, mast3r, Alexander Borisenko / stock.adobe.com