Razer Nommo Chroma

Neben hochwertigen Tastaturen, Mäusen und Headsets stellt Razer natürlich auch PC-Lautsprecher her. Denn nicht jeder hat Lust, Sound nur über sein Headset zu hören. Mit den Razer Nommo Chroma bringt der Hersteller nun also ein paar Stereo-Boxen für alle Gamer an den Start. Natürlich standesgemäß mit RGB-Beleuchtung. Was genau die Boxen alles zu bieten haben, wie der Klang ist und ob sich ein Kauf wirklich lohnt, das verraten wir dir im nachfolgenden Test.

Die Optik und Verarbeitung der Razer Nommo Chroma

Das optische Erscheinungsbild wirkt auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig und sollte mit Sicherheit nicht jedermanns Sache sein. Die beiden Lautsprecher erinnern stark an zwei Lockenwickler oder auch an eine futuristische Überwachungskamera. Einen Preis für ihr Design werden die Razer Nommo Chroma wohl nicht gewinnen, aber es kommt ja schließlich auch auf die inneren Werte an. Zudem ist die Optik wie immer subjektiv und es dürfte mit Sicherheit auch Leute geben, denen das Aussehen der Lautsprecher zusagt.

Die Boxen bestehen aus einem mattschwarzen Kunststoff und wirken trotz ihres ungewöhnlichen Erscheinungsbilds, was ihre Verarbeitung betrifft, doch sehr hochwertig. Die Spaltmaße sind perfekt und gleichmäßig und es wackeln keine Bauteile oder wirken irgendwie anderweitig schlecht verarbeitet. Hier gibt es definitiv nichts auszusetzen und somit ist die Verarbeitung auf jeden Fall positiv hervorzuheben. Was die Qualität der Produkte betrifft, ist man jedoch auch nichts anderes von Razer gewohnt.

Die beiden Lautsprecher stehen robust und stabil auf ihren kreisrunden Standfüßen. Diese sind zwar groß genug, damit die Lautsprecher nicht umkippen, nehmen jedoch dabei nicht zu viel Platz auf dem Schreibtisch ein. Durch die stylishe RGB-Beleuchtung dürften die Razer Nommo Chroma definitiv einige Pluspunkte bei vielen Gamern sammeln. Dank der Beleuchtung fügen sich diese auch nahtlos in viele Setups ein.

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Welche Funktionen bieten die Lautsprecher?

Razer Nommo Chroma

Nachdem wir auf die Verarbeitung und die Optik eingegangen sind, schauen wir uns nun den Funktionsumfang etwas genauer an. Dazu gibt es zuerst einmal ein paar trockene Zahlen, welche mehr Aufschluss über die Spezifikationen der Gaming-Lautsprecher geben:

• Anschlüsse: 1x 3,5-mm AUX-Eingang & 1x 3,5-mm-Kopfhörerausgang
• Frequenzbereich: 50 Hz bis 20.000 kHz
• Treiber: Pro Lautsprecher jeweils ein 3-Zoll-Breitband-Treiber

Die Razer Nommo sind natürlich auch ohne RGB-Beleuchtung erhältlich, was durch das fehlende „Chroma“ am Ende bemerkbar wird. Für unseren Test schauen wir uns jedoch die Chroma-Variante genauer an, welche für einen Aufpreis von rund 60 Euro verfügbar ist. Die RGB-Beleuchtung des Modells wird wie bei allen Chroma-Produkten von Razer mit der cloudbasierten Software Synapse 3 gesteuert.

Doch genau hier liegt das Problem. Die Software ist leider nicht wirklich benutzerfreundlich und alles andere als durchdacht. Solltest du gerade Probleme mit deiner Internetverbindung haben, dann wirst du deine Chroma-Beleuchtung zu einem anderen Zeitpunkt einstellen müssen. Durch die cloudbasierte Software ist nämlich eine dauerhafte Internetverbindung nötig. Ohne die Software Synapse kannst du die RGB-Beleuchtung an deinen Lautsprechern auch leider nicht konfigurieren, du bist also gezwungen, darauf zurückzugreifen.

Die Software ist zwar übersichtlich und aufgeräumt, jedoch reagiert sie auch äußerst träge. Zusätzlich muss natürlich auch ein Konto bei Razer eingerichtet werden. Falls du sowieso dein gesamtes Setup auf Razer ausgelegt hast, dann ist dieser Punkt nicht ganz so schlimm für dich. Für einen Benutzer, der lediglich die Lautsprecher von Razer besitzt, kann die aufgezwungene Synapse 3 Software mitunter jedoch recht nervig werden.

An den Lautsprechern selbst befinden sich zwei zusätzliche Drehregler, mit denen du zum einen die Lautstärke und zum anderen den Bass regulieren kannst.

Der Klang und die Leistung

Razer Nommo Chroma

Kommen wir nun aber zum wichtigsten Teil unseres Tests. Da wir hier Lautsprecher testen, sollten diese natürlich auch einen entsprechenden Klang aufweisen. Ein Punkt, mit welchem Razer seine neuen Gaming-Lautsprecher bewirbt, ist die Tatsache, dass diese auch ohne dedizierten Subwoofer einen ordentlichen und zufriedenstellenden Klang liefern sollen. Zwar gibt es noch eine 2.1 Pro Variante der Razer Nommo, diese ist mit fast 500 Euro jedoch deutlich teurer als die 2.0 Variante.

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Da bei den Razer Nommo 2.0 kein separater Subwoofer dabei ist, wird der Bass aus einer Öffnung ausgegeben, welche sich an der Rückseite der beiden Lautsprecher befindet. Die passenden Voraussetzungen für ein sattes und sauber klingendes Klangbild sind damit und durch die 3 Zoll großen Treiber definitiv gegeben.

Im Hinblick auf die Lautstärke können die beiden Stereo-Boxen in jedem Fall überzeugen. Voll aufgedreht können auch deine Nachbarn vom Klangbild profitieren. Die Lautstärke ist jedoch fast unangenehm, was daran liegen dürfte, dass beide Lautsprecher recht nahe aneinander stehen. Grund dafür sind die etwas zu kurz geratenen Verbindungskabel, dazu jedoch später mehr.

Da es jedoch bei Lautsprechern nicht nur um Lautstärke, sondern auch um den Klang geht, sollten wir uns auch das Klangbild etwas genauer anschauen. Dieses ist nicht ganz so gut wie erwartet. Durch den fehlenden Subwoofer fehlt es der Soundausgabe an der gewissen Tiefe. In der Razer Synapse Software können wir verschiedene Soundprofile auswählen, die den Klang an verschiedene Situationen anpasst. Ein Equalizer, welcher das Korrigieren der Höhen und Tiefen ermöglicht, ist jedoch nicht vorhanden. Vom Klangbild her hat Razer hier auf den Ausbau von tiefen Tönen gesetzt. Diese kommen jedoch durch den fehlenden Subwoofer nicht wirklich zur Geltung.

Die Razer Synapse Software bietet dir verschiedene Soundprofile an, welche für unterschiedliche Situationen geeignet sind. So kannst du beispielsweise ein eigenes Profil nur zum Hören von Musik oder ein Profil zum Spielen auswählen.

Je nach Soundprofil eignen sich die Lautsprecher für kompetitives Spielen. Ein wahrlich beeindruckendes Klangerlebnis bleibt jedoch bei den Razer Nommo Boxen leider aus. Wenn die Lautsprecher weiter voneinander entfernt sind, ist immerhin die räumliche Ortung innerhalb des Spiels möglich, was auch der Sinn von Stereolautsprechern sein sollte. Genau hier liegen auch die Stärken der Razer Nommo, denn die Ortung von Gegnern in Ego-Shootern klappt hier hervorragend.

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Die Konnektivität

Razer Nommo Chroma

Ein großes Manko hinsichtlich der Konnektivität ist das wie bereits erwähnte zu kurze Verbindungskabel der beiden Lautsprecher. Hier empfiehlt es sich, auf ein separates, besser abgeschirmtes und deutlich längeres Kabel zurückzugreifen. So kann das Klangbild noch etwas verbessert werden.

Eine kabellose Verbindungsmöglichkeit sucht man bei den Gaming-Lautsprechern jedoch vergebens. Bluetooth oder Ähnliches ist hier leider nicht vorhanden. Freunde von aufgeräumten Gaming-Setups werden also viel Zeit und Aufwand in ein ordentliches Kabelmanagement stecken müssen. Ein kleines Highlight findet sich dafür am rechten Speaker. Dort gibt es einen zusätzlichen 3,5 mm starken Klinkenanschluss, an welchem du einen Kopfhörer anstecken kannst. Dies ist besonders praktisch, wenn du vorübergehend vielleicht etwas leiser sein musst oder einfach mit einem Gaming-Headset spielen möchtest.

Fazit – gute Gaming-Lautsprecher mit ein paar Schwächen

Die Razer Nommo Chroma sind vom Prinzip her eigentlich recht gute Gaming-Lautsprecher. Die gewöhnungsbedürftige Optik dürfte zwar nicht jedem gefallen, jedoch überzeugen sie mit ihrer stylishen RGB-Beleuchtung. Die Soundqualität ist nicht für jede Situation optimal. Für kompetitives Gaming sind sie jedoch perfekt geeignet. Besonders gefallen hat uns die gute Verarbeitung die einen hochwertigen Eindruck hinterlässt.

 

Bilder: Razer / PR