CPU defekt

Die CPU, also der Prozessor deines Computers, stellt das Herzstück des Rechners dar. Durch diese werden alle wichtigen Prozesse und Vorgänge innerhalb deines Computers berechnet. Entsprechend kritisch wird es, wenn deine CPU defekt ist.

Deine CPU: das Herzstück deines Computers

Eine defekte CPU kann nämlich Auswirkungen auf sämtliche Funktionen deines Computers bedeuten. Aber wie genau funktioniert eine CPU eigentlich?

Die genaue Funktionsweise zu erläutern, würde mit Sicherheit den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Jedoch möchten wir dir einige grob zusammengefasste Informationen bezüglich deines Prozessors geben, damit du besser erkennen kannst, ob deine CPU kaputt ist und wie du deine CPU testen kannst, damit du einen Defekt eindeutig klassifizieren kannst.

Der Prozessor für nahezu alle Vorgänge deines Computers verantwortlich. Öffnest du beispielsweise ein Programm, ist es deine CPU, welche dafür zuständig ist, wie und wann dieses auf deinem Bildschirm angezeigt wird.

Dies erfolgt kurz gesagt über Maschinenbefehle. Die Leistungsfähigkeit deiner CPU ergibt sich also daraus, wie viele Maschinenbefehle pro Sekunde der Prozessor ausführen kann.

Die Leistungsfähigkeit wird in Herz angegeben. Mit der Anzahl der Kerne bekommst du jedoch eher einen grundlegenden Indikator für die Schnelligkeit deiner CPU.

Wie du eine defekte CPU erkennen und einen CPU Test durchführen kannst, erklären wir dir nun im nachfolgenden Beitrag.




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Welche Fehlerquellen können auftreten, wenn der Prozessor defekt ist?

CPU defekt

Beginnen wir zunächst mit den entsprechenden Fehlern, welche bei deinem Computer auftreten können, wenn dein Prozessor kaputt ist. Im schlimmsten Fall startet dein Rechner gar nicht mehr.

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Hierbei kann die Fehlerquelle auch bei etlichen anderen Hardwarekomponenten liegen wie beispielsweise dem Netzteil. Jedoch ist dieser Fall schon mal ein klares Indiz für die CPU. Hier gilt es nun die
Fehlerquellen zu sondieren und per Ausschlussverfahren auszuschließen.

Weite Indikatoren sind die Warnsignale deines BIOS. Dieses signalisiert dir durch verschiedene Tonkombinationen, dass es Probleme mit bestimmten Hardwareteilen gibt.

Hierzu solltest du dich über die entsprechenden Töne deines Mainboard-Herstellers informieren, damit du herausfinden kannst, ob dein BIOS dir signalisiert, dass ein Problem mit deinem Prozessor existiert.

Einen genormten Ton gibt es leider nicht, da diese Töne bei den verschiedenen Mainboard-Herstellern und den jeweiligen Modellen unterschiedlich sind.

In seltenen Fällen kann sich eine defekte CPU auch durch einen verbrannten Geruch oder leichte Rauchentwicklung bemerkbar machen, dies tritt jedoch in der Regel nur sehr selten auf.




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Die CPU testen – welche Möglichkeiten gibt es?

Da die auftretenden Fehlerquellen nicht immer ganz eindeutig sind, solltest du einen CPU-Test durchführen, damit du wirklich hundertprozentig sicher sein kannst, dass dein Prozessor kaputt ist.

Eine Möglichkeit, welche zu einem Defekt geführt haben kann, sind verbogene Pins an der CPU. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

Damit du diesbezüglich Gewissheit bekommst, muss dafür deine CPU ausbauen und dir die Pins auf der Rückseite genauer anschauen.

Diese Pins sind äußerst empfindlich und lassen sich schnell verbiegen. Sollte dir dies beim Einbau passiert sein, dann ist es nicht auszuschließen, dass das die Ursache für deine Fehlermeldungen und Probleme ist.

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Diesen Punkt kannst du jedoch von vorneherein ausschließen, wenn du einen fertigen Computer gekauft hast.

Selbstverständlich können auch Fachhändler Fehler machen, dass diese jedoch die Pins deiner CPU beim Einbau verbogen haben, ist sehr unwahrscheinlich.

Sollten die Pins nicht verbogen sein, kannst du die CPU alternativ auch in einen anderen Rechner verbauen.

So kannst du einen Defekt eindeutig klassifizieren, falls dort dann dieselben Fehler auftreten.

Der CPU-Test mit Software

CPU defekt

Ist dein Computer noch halbwegs funktionsfähig und du vermutest, dass deine CPU nicht richtig funktioniert, kannst du auch einen Test mit einer Software durchführen.

Die Freeware „Prime95“ unterzieht deinen Prozessor einem Stresstest, um somit Fehlfunktionen und Probleme eindeutig zu erkennen.

Nachdem du den Test ausgeführt hast, lässt du diesen durchlaufen. Um so länger dieser läuft, umso besser ist es und umso genauer ist das Ergebnis, welches du im Anschluss erhältst.

Abschließend werden dir alle auftretenden Fehler angezeigt. Sollte dort nichts stehen, kannst du davon ausgehen, dass alles in Ordnung ist.

Falls verschiedene Fehlermeldungen angezeigt werden, dann muss dies jedoch nicht zwangsläufig ein Indikator dafür sein, dass dein Prozessor defekt ist.

Hier kann die Ursache auch bei deinem Mainboard, RAM-Speicher oder bei der mangelhaften Kühlung liegen.




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CPU kaputt: Was tun?

Hast du nun herausgefunden, dass deine CPU kaputt ist, dann stellt sich die Frage, wie du jetzt weiter vorgehst.

Auch hier ist die Lösung relativ simpel: du wirst höchstwahrscheinlich eine neue CPU kaufen müssen.

Explizit, wenn das Problem aufgrund von verbogenen Pins entstanden ist, gibt es nicht wirklich etwas, das du tun kannst.

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Sollte der Defekt an deinem Prozessor auf ein anderes Problem zurückzuführen sein, gibt es ebenfalls nicht besonders viel Handlungsspielraum.

Solltest du eindeutig festgestellt haben, dass deine CPU die Ursache für deine Probleme ist, dann bleibt dir in den meisten Fällen nichts übrig, außer diese auszutauschen.

Da der Prozessor im Normalfall eine der teuersten Komponenten in deinem Rechner ist, ist dies natürlich besonders ärgerlich, aber eine Reparatur sollte in den meisten Fällen nicht möglich sein.

 

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