CPU-Lüfter defekt

Die CPU eines Computers gilt das Herzstück des Gerätes. Besonders aktuelle Prozessoren besitzen ordentlich Leistung. Genau diese Leistung der vielen CPU-Kerne, das sogenannte Hyperthreading und besonders das Übertakten lassen deinen Prozessor aber ordentlich ins Schwitzen kommen. Damit deine CPU also nicht den Hitzetod stirbt, ist ein CPU-Kühler nötig. Aber was tun, wenn der CPU-Lüfter defekt ist? Wir verraten es dir!

Der CPU-Lüfter: die wichtigste Komponente für den effizienten Betrieb

Es gibt insgesamt zwei Methoden, wie du deine CPU kühlen kannst. Wir werden uns in diesem Beitrag jedoch nur mit der Luftkühlung befassen, denn oftmals kann es hier zu Defekten kommen.

Die luftgekühlte Variante besteht aus einem Kühlkörper, welcher auf der CPU befestigt wird. Dieser Kühlkörper leitet die Abwärme des Prozessors in das Gehäuse deines PCs.

Durch einen auf dem Kühlkörper befestigten Lüfter wird der Wärmeaustausch beschleunigt. Genau dieser Lüfter sorgt gerne mal für Probleme, besonders wenn es sich um ein günstigeres Gerät handelt.

Wir geben dir deshalb einige Tipps, Hinweise und Ratschläge, wie du erkennen kannst, ob dein CPU-Lüfter wirklich defekt ist oder ob er einfach nur mal wieder gereinigt werden muss.




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Mögliche Fehlerquellen herausfinden

Fehlerquelle CPU-Lüfter defekt

Sollte es nun zu Problemen hinsichtlich deines CPU-Lüfters kommen, gilt es, zuerst einmal die Ursache für dieses Problem herauszufinden.

Es muss nicht direkt sein, dass dein Lüfter defekt ist. Nicht selten musst du nur deinen Lüfter reinigen, da dieser zu stark verschmutzt ist und dies die Ursache für dein Problem ist.

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Auch wenn dein Problem ein seltsames Geräusch ist, musst du nicht sofort den CPU-Lüfter tauschen.

Schau zuerst nach, ob alle Schrauben festgedreht sind, denn wenn der CPU-Lüfter wackelt, kann dieser im laufenden Betrieb natürlich seltsame Geräusche verursachen, welche du dann auf einen möglichen Defekt zurückführst.

Hast du deinen Lüfter gereinigt und kannst ausschließen, dass der Lüfter wackelt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dein Lüfter kaputt ist.

Die CPU-Temperatur im Blick behalten

Eine der wichtigsten Merkmale, an denen du merkst, dass dein CPU-Lüfter defekt ist, sind überhöhte Temperaturen des Prozessors.

Diese kannst du über eine externe Software ermitteln. Wenn die Temperatur deiner CPU auf 90 Grad Celsius ansteigt, dann kannst du dir ziemlich sicher sein, dass dein Lüfter kaputt ist.

Wenn die Abwärme der CPU mithilfe des Kühlkörpers nicht mehr schnell genug abgeleitet werden kann, da der Lüfter defekt ist, steigt die Temperatur des Prozessors enorm an.

Sollte dies der Fall sein, solltest du schleunigst handeln. Eine überhitzte CPU kann zu starken Leistungseinbrüchen führen und im schlimmsten Fall natürlich kaputtgehen.

Letzteres ist besonders ärgerlich, da ein guter Prozessor schnell ins Geld geht und nicht selten über 400 Euro kostet. Bewegen sich die Temperaturen zwischen 70 und 80 Grad, solltest du das Ganze etwas beobachten.

Hierbei handelt es sich zwar nicht um bedenkliche Temperaturen, jedoch befindest du dich hier schon sehr nah an der Grenze. Die optimale Betriebstemperatur deines Prozessors liegt übrigens bei etwas unter 60 Grad Celsius.

Bei diesem Wert sollte alles gut laufen und auch dein Airflow scheint perfekt abgestimmt zu sein.

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Dein BIOS kann dir Aufschluss geben

BIOS

Viele PC-Nutzer schauen viel zu selten in ihr BIOS, dabei finden sie dort viele wesentliche Informationen und Einstellungsmöglichkeiten ihres Computers.

Dort kannst du dir beispielsweise auch die Drehzahlen deiner Lüfter genauer anschauen. Such dir den CPU-Lüfter raus und wirf einen Blick auf seine Drehzahlen.

Diese können dir Aufschluss darüber geben, ob auch wirklich alles „rund“ läuft. Um einen Defekt wirklich eindeutig zu klassifizieren, musst du die Drehzahlen über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten.

Sollten diese dauerhaft bei 1.000 U/min oder weniger liegen, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass etwas mit dem Lüfter nicht in Ordnung ist.

Die Lüfterdrehzahlen musst du natürlich nicht zwangsläufig über dein BIOS abrufen, viele Lüfter verfügen mittlerweile über eigene Software und auch im Internet gibt es mittlerweile genug Freeware dafür.

Wie kann ich noch herausfinden, ob mein CPU-Lüfter defekt ist?

Wird die CPU nicht mehr korrekt gekühlt, liegt das in den seltensten Fällen am Kühlkörper, sondern ist in der Regel lediglich auf den rotierenden Lüfter zurückzuführen.

Wenn du hundertprozentig ausschließen kannst, dass bloß der Lüfter wackelt und kein Defekt vorliegt, kannst du den CPU-Lüfter tauschen.

Montiere einfach einen Lüfter aus dem Gehäuse probeweise auf den CPU-Kühlkörper. Funktioniert dieser einwandfrei, dann kannst du den Alten entsorgen und dich um Ersatz kümmern.

Beachte dabei jedoch, dass dieser korrekt montiert ist. Falls der CPU-Lüfter wackelt, drehe die Schrauben noch ein wenig fester.

Führe diese Arbeit nur aus, wenn du dir wirklich sicher bist bei dem, was du tust. Sollte dies nicht der Fall sein, suche dir lieber externe Hilfe. Sonst könnte der defekte Lüfter bald dein kleinstes Problem sein.

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Ansonsten sprechen einfache Anhaltspunkte wie Systemabbrüche bei rechenintensiven Arbeiten (dies liegt an der überhitzten CPU), laute Geräusche beim Starten des Computers und Fehlermeldungen beim Lesen von Dateien einer Festplatte für einen defekten Lüfter.




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Was kann ich machen, wenn mein CPU-Lüfter defekt ist?

Lüfter austauschen

Die kurze und einfache Antwort lautet, tausche ihn aus. Ein einfacher Lüfter kostet meistens keine 20 Euro.

Sollte dein Lüfter erst neu gewesen sein, hol dir lieber ein etwas höherwertiges Modell. Denn wer billig kauft, der kauft zweimal. In der Regel geht ein CPU-Lüfter nicht ohne Weiteres kaputt.

Entweder war das Produkt eben von minderer Qualität oder einfach durch zu starke Belastung von Schmutz betroffen. Auch aus diesem Grund solltest du regelmäßig deinen Lüfter reinigen.

 

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