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75 Anzüge für Männer – Das Steve Harvey Prinzip

Das Tragen eines Anzugs spielt in deinem Leben vielleicht keine allzu große Rolle. Unweigerlich wirst du jedoch im Laufe der Zeit an den Punkt kommen, an dem Anzüge für Männer Teil deiner Garderobe werden – ob du nun willst oder nicht. Handelt es sich um sehr seltene Momente wie eine Hochzeit oder eine Beerdigung, schenkst du der Auswahl eben jener Outfits eine wohl nur sehr schwache, ja belanglos erscheinende Aufmerksamkeit.

Was jedoch, wenn sich dein berufliches Leben in eine von Anzügen für Männer geprägte Umgebung verlagert oder du privat Gefallen am Anzugtragen feststellst? Im Vergleich zu anderen Outfits kann dein Konto wirklich anfangen zu leiden. Um nicht unzählige Monatsgehälter bei teuren Herrenausstattern zu versenken, gibt Steve Harvey ein paar nützliche Tipps, wie man auf einfache Weise, mit relativ geringem Budget und ein wenig Nachdenken, 75 Anzüge für Männer im Schrank haben kann.

75 Anzüge für Männer? Geht das überhaupt?

75 Anzüge für Männer? Was in Zeiten von Überflussgesellschaften, überhöhtem Wohlstand, globaler Müllkrise und kaum in den Griff zu bekommener Klimaerwärmung nach dem absoluten Super-GAU klingt, ist auf den zweiten Blick die Lösung schlechthin.

Der „Family Feud“-Moderator (die amerikanische Variante von „Familien-Duell“) und Entertainer Steve Harvey, verrät in einem Video, das bei YouTube zu sehen ist, wie man lediglich fünf Anzüge für Männer und einige wenige Hemden kaufen muss, um 75 Anzug-Kombinationen zu zaubern und für Abwechslung in der eigenen Garderobe zu sorgen.

Zugegeben, Harvey ist ein vor Selbstbewusstsein nur so strotzender Paradiesvogel und kann wirklich alles tragen. Zudem nennt er Schwarz eine Farbe. Wir hören sie bereits, die Weltverbesserer und schlauen Dudes, die bereits im Grundschul-Kunstunterricht darauf hingewiesen haben, dass Schwarz keine Farbe ist.

Auch die spezielle Fraktion, die eine Schwarz-Braun-Kombination aus unerfindlichen Gründen zu einer modischen Todsünde erklärt, ist bereits in weiter Ferne hörbar. Vergessen wir diese jedoch für einen kurzen Moment und schauen uns zunächst an, was der Mode-Knigge dazu sagt.

Klar ist, die klassischen Farben für das Business-Outfit sind Dunkelblau, Braun und Grau. Schwarz war früher ‚besonderen Anlässen‘ wie einer Beerdigung oder der Abendgala vorbehalten, ist heutzutage jedoch in Führungskreisen und vor allem in kreativen Berufen so üblich und auch nicht mehr wegzudenken. Knigge sagt (gut zugehört) vor allem etwas zum korrekten Tragen der Kleidung: Wie lang sollten die Ärmel sein? Wann trage ich einen Gürtel? Welche Sakko-Knöpfe werden geschlossen und welche nicht? Wie lang sollten meine Socken sein?


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Die 5 Grund-Anzüge

Anzüge für Männer

Kommen wir zu Steve Harvey und seiner Ausführung, welche Anzüge für Männer Pflicht sein sollten und wie die stattliche Anzahl von 75 Anzügen erreicht werden kann. Laut Harvey gehört in den Kleiderschrank eines jeden Mannes folgende 5 Anzüge:

  • ein schwarzer Anzug
  • Navy (also Dunkelblau)
  • Grey (Dunkelgrau)
  • Brown (Dunkelbraun)
  • Tan (Sonnenbraun)

Zusätzlich zu den fünf Anzügen, solltest du dir folgende Hemden zulegen:

  • zwei weiße Hemden
  • zwei cremefarbene (beige) Hemden
  • sowie zwei hellblaue Hemden

Aus diesen wenigen Sachen lassen sich nun also 75 Outfits zaubern. Jede der Hosen kann mit jedem der Sakkos getragen werden. Laut Harvey funktioniert die beigefarbene Hose mit dem grauen Sakko, sowie das graue Sakko eben auch mit der braunen Hose – und die schwarze Hose geht sowieso mit allem.

Kombiniert man nun die unterschiedlichen Hemden mit der jeweiligen Hose-Sakko-Combo, erhält man täglich neue Outfits – und das über den Zeitraum von zweieinhalb Monaten, ohne Dopplung.

Welchen Vorteil diese Art des Farbenspiels bietet, liegt offensichtlich auf der Hand. Angenommen, du bezahlst für einen Anzug durchschnittlich 300 Euro und 50 Euro für ein Hemd. Dann bist du mit einer Investition von 1.500 Euro für die Anzüge und 300 Euro für die Hemden dabei.

Hinzu kommen Schuhe, die von Harvey nicht angesprochen werden, die mit 200 Euro für zwei Paar zu Buche schlagen. Summa summarum hast du 75 Outfits für 2.000 Euro, was einen Durchschnittspreis von unter 30 Euro pro Outfit bedeutet. Unschlagbar eigentlich, oder?


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Achte auf deinen Haut-Typen

Anzüge für Männer

Aber Vorsicht! Neben dem persönlichen Geschmack, welche Farbkombinationen dem eigenen optischen Vergnügen dienen, und welche nicht nur für einen selbst, sondern auch eine Beleidigung fürs Auge anderer Menschen darstellen, kommt es auch auf das richtige Fitting an. Welche Farben passen zu welchem Hauttyp?

Bist du winterlich käsig und dein Teint gleicht dem Braun einer Bäckermütze, solltest du die Finger von Beigetönen und einem hellen Grau lassen. Diese lassen dich noch blasser wirken und das Gesamtbild wirkt nicht stimmig. Hebe dir diese Farben für den Sommer auf, wenn deine Bildschirmbräune einem rosigen Urlaubsteint gewichen ist.


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75 Anzüge für Männer: Unser Fazit

Bleibt also festzuhalten, dass durch kluges Kombinieren nicht allzu ausgefallener Farben mit schmalem Budget und überschaubarem Platzaufwand eine Menge machbar ist. Sei kreativ, probiere dich am eigenen Stil.

Bist du nach einigem Ausprobieren bereits Combo-Profi, versuch dich gern an Accessoires und trendigen Farben, die deinem Outfit einen zusätzlichen Boost geben. Sei jedoch kritisch genug und halte Ausschau nach No-Gos und unnötigen Übertreibungen. Denn Anzüge für Männer sind keine Verkleidung!

Schau vor allem, für welchen Anlass du dich kleidest. Gehst du zum Bewerbungsgespräch und siehst aus wie ein Teller bunte Knete, solltest du dich nicht wundern, wenn es mit dem Traumjob als Bankkaufmann in der örtlichen Sparkasse nichts wird.

Auch ist (vor allem in Deutschland) eine Beerdigung eher in gedeckten Farben zu besuchen. Beginne deine Reise in die Welt der Farbkombinationen vielleicht lieber im Freundeskreis. Übrigens erkennst du bei der Gelegenheit, ob deine Freude echte Freunde sind. Denn wahre Freude werden dir Feedback geben.

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Bilder: Drobot Dean, boykovi1991, neonshot / stock.adobe.com

Ajouré MEN Redaktion
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