Mehr Potenz durch veganes Essen - nur ein Mythos?

Wer schon einmal Probleme mit seiner Potenz hatte, weiß wovon wir sprechen. Für die meisten Männer, insbesondere im jüngeren Alter kommt die sogenannte erektile Dysfunktion überraschend. Während des Sex oder schon davor kann eine Potenz-Störung sehr unangenehm sein. Da dieses Thema oft, gerade bei jüngeren Männern, tabuisiert wird, sprechen die Betroffenen häufig mit niemandem über ihr Problem. Wenn man jedoch nicht darüber spricht, kann es nicht behandelt werden und so entsteht ein Teufelskreislauf.

Eine erektile Dysfunktion kann sich langfristig negativ auf das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl auswirken, ebenso kann es ein erstes Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung sein, weshalb man eine Potenz-Störung unbedingt thematisieren sollte.

Zwischen einer erektilen Dysfunktion und der Ernährung bestehen direkte Zusammenhänge und wir zeigen dir, was du tun kannst, um Potenz-Problemen vorzubeugen oder entgegenzuwirken.

Daten und Fakten

Es gibt mehrere Studien dazu, wie sehr eine erektile Dysfunktion mit der Ernährungsweise zusammenhängt.

In einer amerikanischen Studie wurde herausgefunden, dass durch den regelmäßigen Genuss bestimmter Lebensmittel und regelmäßige Bewegung das Risiko, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken um 20% reduziert werden kann. Zu den Lebensmitteln, die diese Wirkung auslösen gehören Erdbeeren, Heidelbeeren und Zitrusfrüchte.

In der US-amerikanischen Ärztevereinigung Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM) sind rund 12.000 Ärzte aktiv. Sie alle verdeutlichen den starken Zusammenhang zwischen Problemen mit der Potenz und der Ernährungsweise der Betroffenen. Dabei stellen sie heraus, dass eine vegane Ernährungsweise durchaus gesünder für den Menschen ist. Wer Fleisch und Milchprodukte verzehrt, hat häufiger verstopfte Arterien. Dadurch wird der Blutfluss im Körper behindert oder sogar völlig verhindert. Auslöser dafür ist das im Fleisch enthaltene Cholesterin und die gesättigten Fettsäuren. Hierdurch wird auch der Blutfluss im Penis behindert, wodurch es zu einer nicht vollständigen oder nicht anhaltenden Erektion kommen kann.

Die PCRM beruft sich mit ihrer Aussage und der Empfehlung für eine vegane Ernährung auf diverse Studien, die belegen, dass Zusammenhänge zwischen der Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erektionsstörungen existieren.

Erektionsstörungen gehören in die Kategorie Zivilisationskrankheiten, da ihr Grund häufig in einem ungesunden Lebensstil zu finden ist. Hierbei gleicht sie anderen Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Diabetes mellitus Typ 2. Zu einem ungesunden Lebensstil gehören insbesondere mangelhafte Bewegung und Fehlernährung. Seinen Lebensstil kann man jedoch ändern, um diesen Krankheiten entgegenzuwirken oder vorzubeugen.

Neben mehr Bewegung, die jeder Betroffene in seinen Alltag integrieren sollte, ist der Genuss folgender Lebensmittel vorteilhaft, da diese potenzsteigernd wirken.

  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • grünes Blattgemüse (Spinat)
  • Nüsse
  • Wassermelone
  • Gurke
  • Zucchini
  • Haferflocken
  • Beeren
  • Sonnenblumenkerne
  • Sesamkörner


Wie du sehen kannst, handelt es sich bei den Lebensmitteln ausschließlich um pflanzliche Produkte. Es ist somit kein Mythos, dass veganes Essen die Potenz steigert. Durch den Genuss von pflanzlichen Lebensmitteln bleiben die Arterien durchgängig und auch die Blutversorgung jedes einzelnen Körperteils kann problemlos funktionieren. Die Erektion kann somit einfacher stattfinden und länger anhalten.

Es gibt Lebensmittel, die durch ihre Nährstoffe besonders potenzsteigernd wirken. Die obige Liste gibt dir hierzu einen Überblick.

Warum wirken diese Lebensmittel potenzsteigernd?

Nüsse

Wenn du über den Tag verteilt immer wieder Nüsse isst, bleibt der Arginin-Spiegel im Blut kons-tant. Arginin macht die Gefäße geschmeidig, sodass das Blut einfacher durchfließen kann.

Brokkoli und Blumenkohl

Durch das Senföl Indol-3-Carbinol in Brokkoli und Blumenkohl wird weniger des körpereigenen Testosterons in das weibliche Östradiol verwandelt.

Wassermelone, Gurke und Zucchini

Wassermelone, Gurke und Zucchini enthalten Citrullin. Dies setzt das Arginin frei, das auch in Nüssen enthalten ist. Wassermelonen und Co. bewirken eine zeitverzögerte Ausschüttung des Arginins, was dazu beiträgt, den Spiegel im Blut dauerhaft konstant zu halten.

Sonnenblumenkerne und Sesamkörner

Sonnenblumenkerne und Sesamkörner stärken das Glied bei der Erektion.

Praktische Umsetzung in deinem Alltag

Wenn du von einer erektilen Störung betroffen bist oder erste Anzeichen dieser spürst, solltest du deinen Lebensstil reflektieren und überdenken. Du kannst es selbst in die Hand nehmen und deinem Körper durch eine pflanzliche Ernährung und Sport sowie durch den Genuss der potenzsteigernden Lebensmittel den nötigen Treibstoff liefern, um funktionstüchtig zu bleiben oder zu werden und somit auch eine Erektion zu erlangen oder aufrechtzuerhalten.

Anstatt abends ein Steak oder einen Burger zu essen, solltest du also besser zur Gemüsepfanne oder zum knackigen Salat, getoppt mit leckeren Sonnenblumenkernen oder Sesamkörnern greifen. Und lieber einen fruchtigen Beerensmoothie für den kleinen Hunger zwischendurch zubereiten oder abends auf dem Sofa Wassermelone und Nüsse statt Chips und Cola snacken. Es gibt viele leckere Rezepte, die bei einer erektilen Störung schnell helfen können.

Fazit

Es ist nachgewiesen, dass Veganer, was die Stärke und Beständigkeit ihrer Erektion angeht, tatsächlich die besseren Liebhaber sind. Der Mythos hat sich also bewahrheitet. Selbstverständlich gehört mehr als nur die Ernährung dazu. Auch regelmäßige Bewegung trägt zu einem insgesamt gesünderen Körper bei, der durch die richtigen Nährstoffe gut funktionieren kann.

 

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