Wenn vermeintliche Banalitäten über Sieg oder Niederlage entscheiden
Das Zünglein an der Waage

Bei jeder Sportart gibt es Tipps und Tricks, die vielleicht nicht unbedingt den ultimativen Vorteil verschaffen, aber auf jeden Fall zu einem besseren Ergebnis führen können. Für Zuschauer möglicherweise häufig nicht nachvollziehbar, setzen Sportler dennoch auf kleine Tipps und Tricks, die nicht nur den Sieg in Reichweite rücken lassen, sondern häufig auch wichtig sind für die Gesundheit. Einige dieser Tipps haben wir hier für dich zusammengestellt.

Auch die äußeren Umstände zählen

Bei vielen Sportarten lassen sich die äußeren Umstände nicht beeinflussen, die Sportler müssen sich einfach darauf einstellen und damit zurechtkommen. Das gilt vor allem für die Witterungseinflüsse beim Außensport, denn bei schlechten Windverhältnissen lassen sich beispielsweise Golfbälle nicht optimal dirigieren.

Allerdings spielt auch die Bodenbeschaffenheit der Spielfläche bei Sportarten, die auf verschiedenen Untergründen ausgeführt werden können, eine Rolle. Beispielsweise bei Ballsportarten, die auf Sportplätzen im Freien oder in der Halle stattfinden. Dabei müssen die Fußballer, Handballer oder Tennisspieler mit Rasen, Hartplatz oder Hallenboden zurechtkommen und sich dementsprechend vorbereiten oder anders kleiden. Vor allem liegt das Augenmerk in dieser Hinsicht auf dem optimalen Schuhwerk.

Aber auch beim Reitsport gibt es Unterschiede zwischen dem Boden der Reithalle und dem Trainingsplatz oder dem Ritt durchs freie Gelände. Hier hat der Reiter dafür Sorge zu tragen, dass das Pferd passend beschlagen ist und er muss eine Route wählen, die für Pferd und Reiter keine Gefahren und Risiken birgt.

Ohne das passende Schuhwerk geht es nicht

Natürlich trägst du beim Sport Schuhe, falls es nicht gerade notwendig ist, die Sportart barfuß auszuüben wie beim Kampfsport oder Schwimmen. Laien können jederzeit auch mit den beliebten Turnschuhen Fußball spielen, joggen oder sich auf ein Pferd schwingen. Aber nicht grundlos gibt es für verschiedene Sportarten auch optimales Schuhwerk, das sich nach der Beanspruchung und dem Verwendungszweck richtet.

Spitzentanz im Ballett lässt sich nur mit den richtigen Ballettschuhen durchführen, Reiten solltest du nur mit Reitstiefeln und beim Fußball hast du einen eindeutig besseren Grip, wenn du Schuhe mit entsprechenden Stollen benutzt. Bei Profi-Fußballern entscheidet daher der Untergrund darüber, welches Schuhwerk für das anstehende Spiel das richtige ist. Die jeweilige Sohle wird dem Belag des Spielfeldes oder der Halle angepasst: Naturrasen (trocken oder feucht), matschiger Untergrund, Kunstrasen, Asphalt / Asche oder Hallenboden.

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Das richtige Schuhwerk ist auch bei Sportarten wichtig, auf die man im ersten Moment nicht gleich kommt, beispielsweise beim Golf spielen oder beim Freeclimbing. Doch warum ist das so?

Golfschuhe mit oder ohne Spikes?

Golfschuhe gibt es entweder mit Noppen oder Spikes. Sie sollen dem Fuß einen guten Halt geben und natürlich komfortabel, wetterfest und atmungsaktiv sein. Nach Möglichkeit sollte er auch gut aussehen, denn der Golfsport zählt zu den eher exklusiveren Sportarten. Aktuell sind flache Golfschuhe mit geringem Gewicht und einer flachen, genoppten Sohle beliebter als Golfschuhe mit Spikes. Leider haben die Noppen und die leichte Bauweise den Nachteil, dass sie wasserdurchlässig sind und man auf den Noppen leicht auf dem nassen Gras wegrutschen kann.

Traditionelle Golfschuhe sind stabil und bieten durch Metallspikes einen optimalen Stand. Dadurch kannst du beim Spielen deinen Schlag absolut perfekt und mit viel Schwung ausführen. Da die Metallspikes auf den meisten Plätzen verboten sind, gibt es die Spike-Schuhe mittlerweile nur mit Kunststoffspikes. Diese Schuhe bieten bei allen Bodenverhältnissen und auch bei nassem Gras eine optimale Standfestigkeit und bringen dir dadurch möglicherweise einen entscheidenden Vorteil im Spiel! Eher zu den Nischenprodukten zählen Golfsandalen oder Golfstiefel.

Klettern, Bouldern, Freeclimbing – Vorteile durch die richtigen Schuhe

Klettern in der Halle oder draußen in der Natur ist angesagt wie nie – und selbstverständlich gibt es dafür eine gute Ausrüstung. Auch hier spricht bei einem Anfänger meist nichts gegen einen Turnschuh, vor allem, wenn man die Sportart erst einmal ausprobieren möchte. Das ist auch deshalb unproblematisch, weil Anfänger an Hallenwänden üben, die gut zu erklimmen sind. Hier gibt es große Griffe und grobe Tritte, die sich mit Turnschuhen gut bewältigen lassen.

Profis hingegen würden, auch wenn sie es natürlich könnten, beim Klettern am Fels niemals auf Turnschuhe zurückgreifen. Hier sind die möglichen Tritte nämlich nicht vorhersehbar wie an einer Hallenwand und es kann sein, dass du dabei winzige Unebenheiten ausnützen musst oder mit dem Fuß auch in kleine Löcher am Fels eindringen musst. Turnschuhe sind dafür nicht geeignet und werfen dich daher in einem Wettbewerb zurück.

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Freeclimber, die ohne jede Sicherung ein solches Wagnis eingehen, können es sich nicht erlauben, oben an der Wand zu baumeln und nicht mehr weiterzukommen, weil sie sich nicht in kleinen Löchern abstützen können. Daher ist es auch hier aus Sicherheitsgründen wichtig, die richtigen Kletterschuhe zu nutzen.

Kleidung und Gesundheitsschutz

Die richtige Kleidung ist nicht nur eine Frage der Optik und ob man sich darin gut bewegen kann, sondern sie spielt auch eine Rolle für deine Gesundheit. Gerade die Schuhe sollen dir einen optimalen Stand verleihen und den Fuß stützen und stabilisieren. Es gibt aber darüber hinaus auch andere Ausrüstungsgegenstände, die dich gleichzeitig stützen und deine Gelenke schonen oder schützen können. Somit kannst du dich beim Sport sicherer und besser bewegen und hast dadurch sicherlich auch einen kleinen Vorteil.

Das ist besonders der Fall bei allen Arten von Bandagen, die zum Schutz der Gelenke genutzt werden. Beispielsweise beim Boxen sind die Boxbandagen in der richtigen Art und Weise unter dem Handschuh zu binden, um deine Handgelenke und Fingerknöchel zu fixieren und sie dadurch vor Verletzungen der Gelenkkapseln zu schützen. Auch beim Bodenturnen und vielen anderen Sportarten kannst du durch geeignete Bandagen deine Leistungsfähigkeit erhöhen und gleichzeitig deinen Bewegungsablauf verbessern. Beliebt sind beispielsweise Kniebandagen oder Sprunggelenksbandagen.

Neben den Bandagen gibt es auch den Gewichthebergurt, der sehr eng anliegt und dadurch den Lendenwirbelbereich optimal abstützt. Er hilft bei allen Übungen und Bewegungen, die den Rücken belasten und wird auch bei Kreuzheben oder Kniebeugen eingesetzt. Besonders beim Gewichtheben ist er wichtig, da der Träger im Wettkampf mehr Gewicht heben kann.

Pflege der Ausrüstung – Skier und Surfboard wachsen

Beim Sport kannst du nicht nur bei dir selbst nachhelfen, wenn es um das Optimieren der Abläufe und der Ausführung der Sportart geht, sondern auch, was die Ausrüstung betrifft. Gerade beim Skifahren und beim Surfen darf das Wachsen der Skier und Boards nicht zu kurz kommen.

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Surfwachs ist notwendig, damit der Surfer nicht vom Brett abrutscht. Das Wachs gibt es in verschiedenen Ausführungen und für unterschiedliche Wassertemperaturen. Beim Skifahren dient das Wachsen der Skier natürlich auch der Pflege der Ausrüstung, aber gewachste Skier gleiten besser über den Schnee und du kannst beim Fahren einen Zeitvorteil dadurch erhalten.

Die richtige Vorbereitung

Wer besser vorbereitet ist und gut trainiert, hat im Wettkampf selbstverständlich ebenfalls Vorteile. Besonders im Kampfsport empfiehlt es sich, den Gegner zu studieren und seine Bewegungsabläufe zu kennen. Daraus lassen sich Schwächen und Stärken ableiten, auf die man sich im eigenen Training vorbereiten kann. Diese Analysen sind auch notwendig, wenn Kampfszenen für Filme choreografiert werden müssen.

Neben der körperlichen Fitness spielt manchmal auch das Aussehen eine Rolle. Beispielsweise schwören Schwimmer und Triathleten darauf, sich die Körperhaare abzurasieren, um den Wasser- oder Windwiderstand beim Schwimmen und Radfahren zu verbessern und schneller zu werden. Manche halten dies nur für einen Aberglauben, der aber Vorteile bringt: Radfahrer, die schwitzen und Staub oder Fliegen anziehen, tun sich leichter, wenn sich der Schmutz nicht in den Körperhaaren verfängt. Selbst das Trocknen und Massieren nach dem Duschen ist einfacher. Und schließlich lassen sich auch Verletzungen besser erkennen, reinigen und behandeln.

Besserer Grip während des Wettkampfes

Gewichtheber, Geräteturner oder Kletterer benötigen dringend einen guten Griff und einen sicheren Halt. Um schwitzige Hände zu vermeiden, greifen sie daher zu „Magnesia“-Pulver. Handballer oder Volleyballer nutzen aus demselben Grund gerne das Harz oder auch „Kolophonium“, das auf den Ball gerieben wird. Das ist in vielen Hallen aus hygienischen Gründen aber untersagt. Dieses Harz kann auch beim Klettern oder Gewichtheben eingesetzt werden. Ähnlich effektiv ist die Verwendung von Kreide, die beim Billardspiel für einen besseren Effet sorgt.

 

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