Die 4 effektivsten Zeitmanagement-Strategien für Studierende

Die 4 effektivsten Zeitmanagement-Strategien für Studierende

Die nächste Prüfungsphase steht vor der Tür. Vorlesungen besuchen, lernen, Bücher rechtzeitig ausleihen und zu all dem kommen noch private Termine. Da wird es schon einmal stressig und Schlaf wird zum Luxusgut. Dabei gibt es bestimmte Strategien, Zeit und damit auch Energie zu sparen. Wir stellen dir hier einige ausgewählte Methoden vor. Natürlich gibt es darüber hinaus noch weitere Strategien. Wir haben uns hier auf die vielversprechendsten konzentriert.

Deshalb ist es wichtig, die Zeit bewusst zu planen

Eine bewusste Planung hat viele Vorteile. Statt lange Zeit am Handy zu sitzen, zu essen oder sich anderweitig ablenken zu lassen, stellst du dir vorher einen Zeitplan auf. Wenn du dich an diesen hältst, kannst du dir durch effektive Lernzeit die ein oder andere Stunde in der Bibliothek sparen. Außerdem fällt damit deutlich Druck von dir ab, denn kurzfristiges Lernen in Nacht vor der Prüfung ist damit hinfällig. Der Begriff Zeitmanagement ist eigentlich etwas irreführend, denn Zeit lässt sich schließlich nicht managen. Dafür aber die Arbeitsweise. Schon im alten Rom erkannte der Philosoph Lucius Annaeus Seneca: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Wer also effektiver lernen möchte, mehr Zeit für andere Dinge haben möchte und seine Lebensqualität somit steigern will, der sollte sich um ein solches effektives Management kümmern.

60-60-30-Methode

Diese Strategie ist besonders effektiv. Stelle dir dafür für genau 55 Minuten eine Stoppuhr. Im Anschluss widmest du dich dem Lernstoff für diese Zeit und zwar konzentriert und ohne dich in irgendeiner Form ablenken zu lassen. Ist die Zeit abgelaufen, kannst du dir fünf Minuten Pause genehmigen. Bewege dich am besten, schnappe frische Luft und starte dann den zweiten Durchlauf. Stelle den Timer auf 60 Minuten und lerne erneut konzentriert. Danach folgt eine halbe Stunde Pause. Diese Zeit solltest du für Entspannung, ein Schläfchen oder einen Spaziergang an der frischen Luft nutzen. Über den Tag verteilt kannst du mehrere solcher Blöcke anwenden. Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass unser Gehirn nach einer gewissen Zeit nicht mehr leistungsfähig ist und eine Pause nötig wird. Der Wechsel zwischen Entspannung und Konzentration setzt deine Energie perfekt frei.

Pomodoro-Methode

Wenn ihr euch keine 60 Minuten am Stück konzertiert könnt oder die Zeit einfach nicht dafür da ist, ist die Pomodoro-Methode eine gute Möglichkeit. Diese Strategie ist ähnlich wie die 60-60-30 Methode. Allerdings sind die einzelnen Phasen kürzer. Du machst dir dafür eine Liste mit zu lernenden Inhalten oder Aufgaben und nimmst dir dafür genau 25 Minuten Zeit. Sind diese erledigt, hakst du diese auf einem Zettel ab. Im Anschluss gönnst du dir 5 Minuten Pause und startet die Arbeitsphase weitere vier bis fünf Mal. Wenn die Aufgaben abgehakt und erledigt sind, kannst du eine längere Pause von rund 30 Minuten machen.

Natürlich kannst du auch die 60-60-30 Methode mit der Pomodoro-Methode kombinieren und beispielsweise morgens mit viel Energie mit den langen Arbeitsphasen starten und später zu den kürzeren Phasen übergehen.

Energiekurve

Diese Technik ist wohl die individuellste. Notiere dir dafür über mehrere Tage, wie fit du dich im Laufe des Tages fühlst. Trage je nach Stunde eine Zahl zwischen 0 und 10 ein. So kannst du herausfinden, wie es um dein Energielevel über den Tag verteilt steht. Du kannst dir nun einen individuellen Lernplan erstellen und die schweren Aufgaben und Inhalte zu deinen besten Zeiten ansetzen. Weniger komplizierte Inhalte kannst du in den Stunden lernen, in denen dein Energielevel nicht ganz so hoch ist. Besonders wichtig ist es, dem Körper zwischendurch einmal Ruhe zu bieten und es nicht zu übertreiben. Wenn du viel am Stück lernst, dann blockiert das Gehirn irgendwann und kann keinen neuen Inhalt mehr aufnehmen. Dann hilft es übrigens auch nicht, Energiedosen oder Kaffee nachzuschütten.

Personal Kanban

Diese Strategie stammt aus dem eigentlichen Produktionsprozess und dient dir zur Visualisierung deiner Ziele. Zeichne dafür ganz einfach eine dreispaltige Tabelle auf ein Blatt Papier und trage „To Do“, „in Arbeit“ und „Erledigt“ ein. Nun kannst du die anfallenden Aufgaben in die einzelnen Spalten schreiben. Je weiter sich die „Erledigt“-Tabelle fühlt, desto entspannter wird die Lernphase. Wenn du dir bei einem Thema unsicher bist, kannst du es auch innerhalb der Spalten wieder verschieben. Beispielsweise zurück von „Erledigt“ in „To Do“. Alternative kannst du die Tabelle auch am Laptop oder am Smartphone in einer App erstellen. Das verleitet allerdings dazu, sich ablenken zu lassen. Die Personal Kanban-Methode ist denkbar simpel und einfach, sie hilft allerdings ungemein.

Erarbeite deine eigene Methode

Es gibt unterschiedlichste Methoden und Strategien für ein gutes Zeitmanagement. Welche dir davon am besten liegt, musst du selbst herausfinden. Neben den hier vorgestellten Vorgehensweisen gibt es noch viele weitere Strategien.

Das sagt die Wissenschaft

Die Wissenschaft beschäftigt sich seit Jahrtausenden mit dem menschlichen Gehirn und dem Prozess des Lernens. Mittlerweile ist beispielsweise bekannt, dass tiefblaues Licht die Konzentration stark fördert. Je aufrechter wir sitzen, desto besser können wir nachdenken. Auch das ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Außerdem spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Wenn du viel leisten möchtest, dann solltest du viel trinken, Obst und Gemüse essen und zuckerhaltige, fettige sowie kohlenhydrathaltige Produkte lieber außen vor lassen. Übrigens: Wenn du eine Denkblockade hast und einfach nicht weiterkommst, kann Duschen helfen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass banale Alltagstätigkeiten dem Hirn wieder auf die Sprünge helfen können. Diese Dinge kannst du ebenfalls für dein Management nutzen.

 
Foto: Zarya Maxim / stock.adobe.com

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