Liebe mit dir selbst: 5 Tipps für alle Lebenslagen

Es ist – fraglos – ein klasse Gefühl, sich mit einem menschlichen Gegenüber im Bett oder anderswo zu vergnügen. Das hat nicht nur Mutter Natur vorgesehen, sondern es ist auch die Gelegenheit, Dinge zu tun, die allein schlicht nicht funktionieren. Aber: Es gibt als Mann genügend gute Gründe, mehr oder weniger häufig Hand an sich selbst zu legen – mit der Stärkung der Prostata vor allem anderen. Ganz allein mit „ihm“ und der eigenen Lust. Doch nicht nur, damit das jedes Mal maximal gut wird, solltest du einige Tipps beherzigen.

1. Übertreibe es nicht mit den Pornos

Es ist 2021. Und selbst wenn Pornhub und andere Seiten vor einigen Monaten Millionen von Videos löschten, weil die Uploader nicht verifiziert waren, so gibt es doch so viele (kostenlose) Internetpornos, dass du in einem Leben nicht mal annähernd alle anschauen könntest.

Es ist also wirklich leicht und verführerisch, Selbstbefriedigung immer von Clips begleiten zu lassen. Tun solltest du es allerdings nicht – aus guten Gründen:

  • Pornos wirken wie eine Droge und verlangen immer höhere, extremere Dosen. Du beginnst mit normalen Sexszenen, doch irgendwann muss es schon eine Bukkake-Orgie sein, um dich noch anzutörnen.
  • Pornos überfluten dein Belohnungszentrum und stumpfen es mit der Zeit ab – es entsteht die erwiesene Gefahr für Süchte und Depressionen.
  • Pornos verzerren deine Wahrnehmung von und Ansprüche an richtigen Sex. Das kann so weit gehen, dass du normalen Sex gar nicht mehr genießen kannst.

Wie immer gilt natürlich: die Dosis macht das Gift. Ab und zu sind Pornos vollkommen okay. Deutlich häufiger solltest du es jedoch bei der Kraft deiner eigenen Fantasie belassen. Die schreibt nämlich die besten „Vorlagen“.

2. Nutze Masturbation immer auch zur Verbesserung deiner Leistungsfähigkeit

Wenn du es dir machst, versuchst du dann, einfach nur zu kommen? Dann begehst du einen Fehler; ganz besonders, wenn du häufiger masturbierst als du Sex hast. Denn auf diese Weise erziehst du dich dazu, schon nach kurzer Zeit zum Orgasmus zu bekommen – mit der Folge, dass du auch beim Sex schnell fertig bist.

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Gut, es gibt Situationen, da bleibt keine Zeit. Meistens solltest du jedoch Masturbation als Trainings-Session begreifen, durch die du insgesamt sexuell besser wirst.

  • Versuche, dich möglichst häufig an den Rand eines Höhepunkts zu bringen, dann aber zu stoppen. Je öfter du das schaffst, desto besser hast du deinen Orgasmus unter Kontrolle. Manche erlangen dadurch sogar die Fähigkeit, frei zu bestimmen, wann sie kommen.
  • Nutze mitunter spezielle Gerätschaften, um „ihn“ zu optimieren. Ein dafür ziemlich formidabler Helfer ist die Penispumpe. Sie kann durch ihre Saugwirkung zunächst als Sextoy herhalten. Gleichzeitig sorgt sie jedoch für einen längeren, dickeren Penis, eine härtere Erektion und trainiert zudem auch deinen Beckenboden. Obendrein hilft sie sogar, falls du generell Probleme damit hast, ausreichend (lang) hart zu werden.
  • Greife dir nicht einfach nur an den Penis und mache die typische Handbewegung. Nutze deine Solo-Abenteuer vielmehr, um herauszufinden, wo und wie du sonst noch gern stimuliert wirst – obwohl viele Männer häufig masturbieren, sind viele hierbei überraschend unwissend.

Einen wichtigen Part spielt dieses Training auch, falls du versuchst, ein Kind zu zeugen. Dann solltest du sogar besonders häufig masturbieren, ohne jedoch zu kommen. Dadurch steigert sich deine Spermamenge signifikant – und wo mehr ist, winken auch schnellere Ergebnisse.

3. Stecke dir niemals etwas hinein, was nicht zum Hineinstecken konzipiert wurde

Im Leben vieler Männer kommt der Moment, an dem sie sich selbstbefriedigen und sich fragen, wie es sich wohl anfühlen würde, einen in ihrem Blickfeld befindlichen Gegenstand in den Anus oder die Harnröhre einzuführen.

Diese Tatsache ist deshalb so bekannt, weil man in jeder Notaufnahme ein (Klage-)Lied davon singen kann – weil das Personal schon zahlreichen Männern solche Gegenstände herausoperieren musste.

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Folgendermaßen sieht es aus: Es spricht absolut nichts dagegen, dir für die Selbstbefriedigung etwas in den Po einzuführen – durch die Prostatamassage kann das sogar für sehr intensive Orgasmen sorgen. Es ist ferner auch weitgehend unbedenklich, in ähnlicher Weise bei deiner Harnröhrenöffnung vorzugehen.

Immer, jedoch wirklich immer gilt dabei die Regel, dass du ausschließlich für diesen Zweck konzipierte Gegenstände nehmen solltest! Finger, Dildos, Vibratoren, Dilatatoren, Buttplugs – das war es. Kein Gemüse, keine Kerzen, keine Handgriffe von Küchenwerkzeug. Und immer solltest du dir die Zeit nehmen, die Sachen sorgfältig zu desinfizieren, gegebenenfalls Kondome überzuziehen und Gleitgel zu benutzen. Und: Was auch bei großer Erregung nicht passt, sollte nie mit Kraft passend gemacht werden.

4. Sei Spielzeugen gegenüber nicht grundsätzlich abgeneigt

Zugegeben, viele Männer stehen Sachen wie etwa einer aufblasbaren Gummipuppe mit einer weit hochgezogenen Augenbraue gegenüber. Und über viele Jahre waren das wirklich die einzigen Sextoys für Männer.

Daraus jedoch abzuleiten, dass du nur die Alternative hättest, es entweder mit „Franzi Faust und Hanna Handgelenk“ zu tun oder für Frauen konzipierte Vibratoren zu zweckentfremden, indem du sie an deinen Penis hältst, wäre grundfalsch – und würde dich wohl auch um einige wirklich gute Höhepunkte bringen.

Tatsache ist, dass du heute auf eine sehr große Bandbreite zurückgreifen kannst. Spielzeuge, die allesamt für Männer konzipiert wurden – und die du garantiert nicht vor jeder Benutzung aufblasen musst wie eine Matratze am Strand. Probiere sowas durchaus aus. Auch bei Männern soll Selbstbefriedigung primär maximalen Spaß bescheren – und deine Finger sind nicht das Einzige, was das kann.

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5. Begreife Selbstbefriedigung nicht nur als Solo-Spiel

Für viele Männer sieht es so aus: Sie masturbieren, wenn sie allein sind. Mit einem Partner bzw. einer Partnerin hingegen haben sie normalen Sex bzw. lassen sich auf andere Weise durch diese Person zum Orgasmus bringen – beispielsweise per Blowjob.

Doch auch hier gilt: Es gibt eigentlich keinen rationalen Grund, warum du nicht eine Form von Selbststimulation in ein zweisames (oder auch dreisames) Sexspiel einbauen solltest. Ganz einfach deshalb, weil du so deinem Gegenüber wirklich große Lust mit etwas anderem als deinem Penis verschaffen kannst, ohne dass diese Person sich währenddessen bei dir revanchieren muss.

Ganz einfache Beispiele (von sehr, sehr vielen) dafür:

  • Du liegst auf dem Rücken. Deine Partnerin hockt sich mit dem Po zu deinem Körper über dein Gesicht. Also eine 180 Grad Abwandlung der 69er Stellung. In dieser Position kann deine Partnerin ihren Oberkörper bequem in die Kissen stützen und sich vollkommen deiner Zunge hingeben. Du hingegen genießt diese Lawine ihrer Pheromone – die allermeisten Männer werden dadurch ganz enorm erregt. Du musst jedoch nicht auch all deine Finger bei ihr zum Einsatz bringen. Befriedige dich stattdessen einfach selbst und nutze die ganze Situation als sehr scharfe Vorlage.
  • Setze oder stelle dich Face-to-Face gegenüber deinem Partner. Dann beginnt ihr beide, euch selbst zu befriedigen. Ihr könnt dabei auch die Beine ineinander verschränken, um euch noch näher zu sein. Den anderen anfassen ist jedoch verboten. Ihr zieht eure Lust nur daraus, euch selbst anzufassen und dem anderen dabei zuzusehen – ziemlich gut und auch ziemlicher Safer Sex!

 

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