Rogue One: A Star Wars Story – Filmkritik & Trailer

Rogue One: A Star Wars Story – Um was geht’s?

Jyn Erso (Felicity Jones) musste bereits in jungen Jahren mit ansehen, wie ihr Vater Galen (Mads Mikkelsen) von Direktor Krennic (Ben Mendelsohn) und dessen Handlangern mitgenommen und zur Zusammenarbeit mit dem Imperium gezwungen wurde.

Jahre später, Jyn ist zu einer jungen Frau herangewachsen, wird sie vom Widerstand der Allianz aus einem Gefängnistransporter befreit, um ihnen zu helfen ihren Vater ausfindig zu machen. Denn Galen Erso ist maßgeblich am Bau einer neuen übermächtigen Waffe des Imperiums beteiligt, die unter dem Begriff Planetenzerstörer gehandelt wird. Allerdings gelang es Erso erst kurze Zeit zuvor, in Kontakt zum Widerstand zu treten.

Doch auch das Imperium hat Wind von der ganzen Sache bekommen. Und während Jyn und eine kleine Truppe versuchen, ihren Vater zu finden und damit die Möglichkeit die Superwaffe zu besiegen, bringt das Imperium den Todesstern genannten Planetenzerstörer bereits in Stellung.

 

 

Die etwas andere Star Wars Geschichte

Mit „Rogue One: A Star Wars Story“ präsentiert sich ein atmosphärisch gut gemachter Star Wars Ableger, der etwas anders als die übrigen Teile des SciFi-Märchens daher kommt.

Die größte Stärke des Films ist definitiv die Optik und die Inszenierung, was Schauplätze und Ereignisse angeht. Durch beeindruckende Momente und Kämpfe wird immer wieder eine gelungene Form von Spannung erzeugt. Darüber hinaus ist es die Andersartigkeit, in direkter Gegenüberstellung zu den bereits existierenden Star Wars Filmen und die stärkere Betonung auf das Wars, also den Krieg im Titel, die eine rauere, durchaus willkommene Abwechslung bietet.

Die Handlung selbst hingegen kann nicht vollends überzeugen. Etwas mehr Entwicklung der Geschichte und ihrer Figuren hätte durchaus nicht geschadet. In all der rauen Welt des Krieges wären ein paar Momente der Charakterpflege nicht die schlechteste Idee gewesen. Und als Gegenstück zu all der Härte sind die eingeflochtenen Humorelemente zwar gut gemacht, wollen aber dann doch nicht so recht zur ernsten Handlung passen, sorgen aber vielleicht gerade dadurch für eine notwendiges Aufrütteln des Zuschauers.

Während das Schauspiel durchweg solide ist, können die Figuren als solche nicht immer überzeugen. Felicity Jones Rolle ist dabei wohl noch die Stärkste, wenn man von den alten Bekannten absieht, die in kleinen Nebenrollen auftauchen. Ihre direkten Mitstreiter bieten zwar gute Ansätze, können aber nie so richtig punkten und behalten dadurch etwas Statistenhaftes. Eine der altbekannten Figuren hingegen, wurde, aufgrund des Todes des Darstellers, dabei digital eingefügt, was wiederum relativ ordentlich gelungen ist. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass man einen vollkommen animierten Menschen als Betrachter akzeptieren kann. Denn so gut die CGI-Technik heutzutage auch ist, es wirkt nicht immer rund und übersehen kann man es einfach nicht.

Was neben der gelungenen Gesamtoptik und Inszenierung jedoch eine weitere starke Säule der packenden Atmosphäre ausmacht, ist der typische und dabei dennoch nicht ganz typische Star Wars Sound. Michael Giacchino, der hier die Fäden von Star Wars Kult-Musikus John Williams übernimmt, fügt diese auf frische eigene Weise zusammen, ohne dabei mit den vertrauten Klängen zu brechen. Dadurch entsteht eine Soundkulisse, die maßgeblich an der gelungenen Atmosphäre zwischen Vertrautem und Neuem beteiligt ist.

 

Neuer Blickwinkel in ordentlicher Qualität

Rogue One ist ein gut gemachter Teil der großen Star Wars Geschichte. Mit etwas rauerem Look und Tonfall hebt sich der Film zwar vom Rest der Reihe ab, passt sich ansonsten aber gut ins Gefüge ein. Star Wars Fans bekommen damit einen weiteren Blickwinkel auf die Ereignisse der Originalfilme und solide Unterhaltung für die große Leinwand.

 
Rogue One Filmposter
Kinostart: 15. Dezember 2016

 

Fotos: Walt Disney Germany



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