Jack Reacher: Kein Weg zurück – Filmkritik & Trailer

           

Jack Reacher: Kein Weg zurück – Die Story

Jack Reacher (Tom Cruise), ehemaliger Major der Militärpolizei, mischt sich immer wieder ein, wenn es darum geht, den Menschen zu Gerechtigkeit zu verhelfen. Dabei ist er auch der Militärpolizei selbst immer wieder eine große Hilfe.

Sein direkter Kontakt ist Major Susan Turner (Cobie Smulders), welche dort quasi seine Nachfolge angetreten hat, die er bislang aber lediglich durchs Telefon kennt. Allerdings ist man sich durchaus sympathisch und so beschließt der sonst eher einzelgängerische Reacher, ihr einen Besuch in Washington abzustatten.

Dort angekommen muss er jedoch erfahren, dass Major Turner vor kurzem ihres Postens enthoben und verhaftet wurde, da man sie der Spionage beschuldigt. Doch Reacher wäre nicht Reacher, wenn er nicht sofort falsches Spiel wittern und sich mit allen erdenklichen Mitteln an die Aufklärung machen würde.

Dabei stößt er auf eine weitere junge Frau, die ebenfalls in die Schusslinie der Gegenseite gerät, als diese Reachers Akten genauer in Augenschein nehmen und etwas über das Mädchen erfahren. Und so findet er sich alsbald, gemeinsam mit Susan Turner und der jungen Samantha (Danika Yarosh), auf einer wilden Jagd, um seine und Turners Unschuld zu beweisen.

 

 

Nicht neu, aber klassisch solide

An Tom Cruise‘ Jack Reacher scheiden sich die Geister. Der erste Teil der angestrebten Filmreihe konnte deshalb auch 2012 an den Kinokassen zuerst nicht überzeugen. Nun steht dennoch eine Fortsetzung im Kino.

Mit „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ liefern Regisseur Edward Zwick und Hauptdarsteller Tom Cruise in erster Linie einen simplen und soliden Actionfilm ab. Dieser, sehr oldschoolig anmutende Streifen, sorgt jedoch bei Fans wie Kritikern für unterschiedliche Reaktionen. Denn, neu in der Fortsetzung Reacher: der Einzelgänger erhält Unterstützung von gleich zwei Frauen. Das damit gebrochene Einzelgängerimage sehen nun einige Fans und Kritiker als Verlust einer der wichtigsten Eigenschaften des ersten Teils. Andere Fans wie Kritiker sind sich indessen wiederum sicher, dass genau in diesem Einzelgängertum einer der Gründe des Misserfolgs des Erstlings lag. Ebenso uneinig sind sich Kritiker wie Fans bezüglich des Fitnesszustandes des in die Jahre gekommenen Tom Cruise. Für die einen wird er immer besser, die anderen meinen, ihm fehle langsam die nötige Power für diese Art Rollen.

Mit Teil 2 der Reacher Reihe läuft nun ein Film in den Kinosälen, der definitiv nicht zu den innovativsten oder überraschendsten seines Genres zählt. Auch die Handlung und die Figuren sind nichts, was herausfordert oder ungewohnt ist. Dennoch, wer sich den knallharten, für Gerechtigkeit auf eigene Faust kämpfenden Typen wünscht, der
einfach die Bösen zur Strecke bringt und das auf coole Art und Weise tut, der bekommt hier genau das geboten, was er möchte. Nicht alles dabei ergibt Sinn, die Hintergrundgeschichte bleibt dabei auch genau das, im Hintergrund und ja, manchmal sieht Cruise im Film echt alt aus. Doch das tut Liam Neeson schon lange.

Letztlich sind Filme Geschmacksache und müssen sich an der eigenen Erwartungshaltung messen. Liegt diese zu hoch, oder wo anders, kann ein Film, egal wie er sein mag, nicht gewinnen.

Deshalb gilt hier: Diese Art Film ist nicht gedacht, um etwas noch nie Dagewesenes zu erschaffen oder um Kinogeschichte zu schreiben. Diese Filme wollen auf simple Art und Weise die Menschen unterhalten, die keinen Bock auf verwinkelte Geschichten und Plottwists haben, die Figuren die innerlich zerrissen und böse sind, deren Motivation man ja ach so gut nachvollziehen kann, nicht mehr sehen wollen.

 

Mit der richtigen Erwartung genießen

„Jack Reacher: Kein Weg zurück“ wird sich vermutlich in keiner Bestenliste finden, wenn es um Filme geht, die man gesehen haben muss. Aber das macht nichts. Nicht jeder Film muss der Beste und Tollste sein den es gibt. Nicht jeder Film muss das Dagewesene toppen. Manche Filme müssen einfach gemacht werden, weil die Macher und ein paar Leute in den Kinos, oder daheim, Spaß daran haben. Wer Interesse an einem solide gemachten Actionstreifen hat, Tom Cruise auf der Leinwand mag und ohne zu hohe Erwartung in den Film geht, dürfte gut unterhalten werden. Für alle anderen: Finger weg!

 

Jack Reacher
Kinostart: 10. November 2016
 

 

Fotos: Paramount Pictures Germany

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