Die größten Fehler in deiner Morgenroutine und wie du sie vermeidest

„Morgenstund‘ hat Gold im Mund.“ Die alte Volksweisheit, welche die Phase zwischen Sonnenaufgang und Mittag als wichtigstes Segment unseres Alltags rühmt, wird wohl jedem Morgenmuffel sauer aufstoßen. Es kann jedoch sein, dass deine schlechte Laune kurz nach dem Aufstehen hausgemacht ist. Aus diesem Grund werden wir heute einmal die sechs verbreitetsten, negativen Morgenroutinen entlarven, die wahres Gift für deinen weiteren Tagesverlauf sind. Gleichzeitig zeigen wir dir Alternativen zu diesen kontraproduktiven Gewohnheiten auf, damit du in Zukunft positiv in den Tag startest.

Morgenroutine Fehler Nummer 1: Der Griff zur Snooze-Taste

Gehörst du zu jener Schläferfraktion, deren erster Handgriff des Tages der traumwandlerische Druck auf die Snooze-Taste ist? Falls dem so ist, solltest du dir diese Macke schleunigst abgewöhnen. Nicht nur, dass du dir mit dem wiederholten Schlummern am Morgen immer mehr Zeit, die du bereits produktiv nutzen könntest, raubst, auch dein Organismus kommt bei dem kurz getakteten Schlaf-Wach-Wechsel zusehend aus den Fugen. Untersuchungen haben empirisch belegt, dass uns das ständige Snoozen über den gesamten Tag gesehen nur noch müder macht.

Auch wenn das wohlig warme Bett am Morgen der verlockendste Ort auf unserem Globus zu sein scheint, solltest du das Unvermeidliche so früh wie möglich hinter dich bringen, und dich von deiner Matratze schwingen. Es mag sein, dass dies in der ersten Zeit schwerfallen mag, jedoch solltest du die Zähne zusammenbeißen und ohne Umschweife aufstehen, sobald dein Wecker das erste Mal geklingelt hat.

Für den Fall, dass du an deiner Selbstdisziplin zweifelst, gibt es einen einfachen Kniff, mit dem du mehr oder weniger dazu gezwungen wirst, das Bett zu verlassen: Stelle deinen Wecker einfach in einer weiter entfernten Stelle deines Schlafzimmers auf, so dass er sich nicht in unmittelbarer Greifweite befindet. Wenn du erst einmal aufgestanden bist, um das akustische Wecksignal auszuschalten, ist es viel wahrscheinlicher, dass du dich nicht gleich wieder hinlegst. Da wir gerade so viel vom Wecker gesprochen haben: Hier versteckt sich bereits der nächste Fehler in deiner Morgenroutine.

Fehler Nummer 2: Das Handy als Wecker benutzen

Als Wecker solltest du in keinem Fall dein Smartphone benutzen. Auch wenn die schlaue Gerätschaft dank ihrer verschiedenen Funktionen die Anschaffung eines konventionellen Weckers zunächst überflüssig erscheinen lässt, birgt der morgendliche Griff zum Handy jedoch auch die Gefahr, direkt unnötig Zeit mit dem Checken von Nachrichten zu vergeuden.

Wir wissen, wie schnell die Zeit verfliegen kann, wenn wir erst einmal in den unterschiedlichsten Apps und Chats versunken sind. Und das kann dir in einigen Fällen durchaus die Laune für die kommenden Stunden des Tages vermiesen, etwa dann, wenn du direkt einen negativen Text zu lesen bekommst. Und wer möchte schon mit schlechten Emotionen konfrontiert werden, bevor er überhaupt den ersten Kaffee intus hat?

Morgenroutine Fehler Nummer 3: Kaffee statt Wasser

Apropos Kaffee: Das heiß aufgebrühte, mit Milch veredelte Lebenselixier dürfte schon so manchen von uns den nötigen Kick am Morgen beschert haben. Gegen eine Tasse Kaffee in Ehren ist im ersten Moment auch überhaupt nichts einzuwenden, allerdings sollten Espresso, Milchkaffee und Co. nicht die erste Flüssigkeit des Tages sein, die deine Kehle benetzen. Das Koffein regt zwar deinen Kreislauf an, jedoch musst du zunächst im Hinterkopf behalten, dass du während des Schlafens eine nicht geringe Menge an Flüssigkeit verloren hast. Bevor du nun zum aufputschenden Kaffee oder Tee greifst, solltest du zuerst dafür sorgen, dass der Wasserhaushalt deines Körpers wieder ausgeglichen wird. Ein großes Glas Wasser am Morgen trägt seinen Teil dazu bei, dass die Müdigkeit, die eben auch durch Dehydrierung hervorgerufen wird, aus deinen Knochen verschwindet.

Fehler Nummer 4: Zu wenig Tageslicht

Damit dein Körper merkt, dass die Nacht vorüber ist, braucht er dafür die entsprechenden Signale. In der Natur übernimmt diese Aufgabe die Sonne. Das Tageslicht hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin in unserem Organismus und bezweckt, dass wir uns wach und energiegeladen fühlen. Wenn du die Sonne nun jedoch mit zugezogenen Gardinen aus den ersten Stunden deines Tages verbannst, darfst du nicht erwarten, dass dein Körper der Dunkelheit zum Trotz aus seinem Schlafmodus herausschaltet. Sofern es die Jahres- und Uhrzeit zulässt, gehört Tageslicht zu jeder gesunden Morgenroutine dazu. Für jene Phasen des Jahres, in denen sich die Sonne nur sehr selten zeigt, kann die Anschaffung eines Tageslichtweckers sinnvoll sein, um leichter aus dem Schlaf zu kommen.

Morgenroutine Fehler Nummer 5: Unorganisiert sein

Wer am Vortag gut geplant hat, erspart sich eine Menge Stress am nächsten Morgen. Falls du erst kurz nach dem Aufstehen damit beginnst, deinen Tag zu strukturieren, ist die Gefahr groß, dass du schnell unter Druck gerätst. Von daher solltest du jeden Handgriff, den du schon am Vortag erledigen kannst, auch wirklich am vorherigen Abend durchführen. Dies können ganz profane Dinge wie etwa die Kleiderwahl für den kommenden Tag sein. Wir alle wissen, wie nervig es ist, wenn wir auf die Schnelle nicht die passende Hose zum Hemd unserer Wahl finden. Wieso also nicht aus unserer eigenen Vergangenheit lernen und vermeidbare Stresssituationen in Zukunft umgehen? Natürlich ist der Umfang der Vorausplanung weitaus größer als die Auswahl der stimmigen Garderobe. To-do-Listen, das Frühstück, der Einkaufszettel: Alles Dinge, die sich ganz leicht am Abend vorbereiten und planen lassen.

Fehler Nummer 6: Körperliche Trägheit

Ein Körper, der sich nicht betätigen muss, hat auch keinen Anlass dazu, auf „wach“ zu schalten. Viele von uns haben naturgemäß wenig Bewegung in ihrem Alltag. Deshalb ist es umso wichtiger, die Phase vor der Fahrt zum Büro zu nutzen, um unseren Organismus in Schwung zu bringen. Es gibt viele kleine Tricks und Kniffe, mit denen wir körperliche Aktivitäten in unser tägliches Leben einbauen können. Dies können beispielsweise die morgendliche Sporteinheit oder der Spaziergang um den Block sein.

Falls deine Arbeitsstelle für dich zu Fuß zu erreichen ist, und du in deinem Job nicht zwingend auf ein Auto angewiesen bist, solltest du dir überlegen, ob du die Strecke zum Arbeitsplatz nicht zu Fuß bewältigen könntest. Ist dies nicht der Fall, parke etwas weiter weg als sonst, so dass du noch einen kleinen Fußweg zurücklegst, bevor du die Firma betrittst. Die körperliche Betätigung hat nicht nur den Vorteil, dass wir uns die Müdigkeit aus den Muskeln strampeln, sondern hilft natürlich auch grundsätzlich dabei, uns fit zu halten. Leichter lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe wohl kaum schlagen.

 

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