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Vom texanischen Farmjungen zum gefeierten Schauspieler: Die beeindruckende Karriere des Caleb Landry Jones

Der charismatische Caleb Landry Jones betritt mit seiner authentischen Art immer dann die Bühne, wenn es einer außergewöhnlich psychopathischen Darstellung bedarf. In bereits über 30 Filmen überzeugte der junge Texaner in leidvollen Rollen und dramatisch gespielten Geschichten und nicht selten fand er große Anerkennung im Horror-Thriller-Genre. Zurecht: Denn wie er im neuen Film von Regisseur Luc Besson DOGMAN erneut unter Beweis stellt, hat Jones die Gabe, seine Rollen so realistisch zu verkörpern, dass Wegschauen keine Option mehr ist.

Caleb Landry Jones in Dogman
Caleb Landry Jones als Doug in DOGMAN (2023)

Geboren 1989 auf einer Farm in Texas, empfand er schon im Kindesalter eine große Faszination für die eskapistischen Möglichkeiten des Films. Als er in der Highschool zum ersten Mal einen Bühnenauftritt hatte, stand für ihn und alle, die ihn erlebten, fest, wohin er gehörte: vor die Kamera!

Nicht der Mainstream-Karriereweg

Eine kleine, eher unauffällige Rolle hatte er bereits 2009 in „No Country for Old Men“. Es folgte eine Nebenrolle in der zweiten und dritten Staffel von „Breaking Bad“ (2009/10), als bester Freund von Walter Junior.

Seinen Durchbruch erlebte der junge Schauspieler jedoch mit seiner Hauptrolle als Caleb Sweetzer in „Der letzte Exorzismus“ (2010). Nach etlichen Nebenjobs, wenig Schlaf und vielen Castings, landete er den nächsten Volltreffer – 2011 verkörperte er den Comic-Helden Banshee als einer seiner wenigen Mainstream-Rollen in „X-Men: Erste Entscheidung“. Und obwohl für ihn sein Mitwirken in diesem Film von großer Bedeutung war, fühlt er sich doch vor allem dem Independent-Film zugehörig, wie er in einem Interview mit The Guardian verrät.

Es folgten viele weitere große Auftritte in Filmen wie „Contraband (2012), „Antiviral“ (2012) sowie den Oscar-nominierten Filmen „Get Out“ (2017) und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ (2017). Für seine außergewöhnlich ergreifende Perfomance als Psychopath in „Nitram“ gewann er 2021 den Darstellerpreis „Best Actor“ des 74. Filmfestivals in Cannes. Dabei sehnte sich Jones eigentlich auch mal nach anderen Rollen.

Caleb Landry Jones in Antiviral
Caleb Landry Jones in Antiviral

So kam ihm die Abwechslung, den humanoiden KI-Roboter Jeff im Sci-Fi-Drama „Finch“ (2021) zu spielen, sehr gelegen. Seine Motion-Capture-Performance im Film zeugte von bemerkenswertem Können und konnte sich neben der Oscar-Preisträger Tom Hanks im Film definitiv sehen lassen.

Mehr als nur Schauspiel

Jones außerordentliches Talent für komplexe und psychologisch tiefgreifende Rollen, verwundert bei genauerem Hinsehen auf seinen Lebensweg kaum. Aufgewachsen in einer ländlichen Arbeiterfamilie, durchlief er im Laufe der Zeit bis zum Karrieredurchbruch die verschiedensten Lebensrealitäten. So entwickelte der empathische Schauspieler ein beachtliches Feingefühl für die menschliche Substanz. Sein schauspielerisches Handwerk wurde demnach zu einer Fügung, die ihre Entwicklung in seiner persönlichen Verarbeitung der inneren Gefühlswelt fand.

Im Übrigen kompensiert Jones seine Emotionen und Gedanken nicht nur im Schauspiel: Auch musikalisch erreichte seine künstlerische Wahrnehmung viele Fans mit seinem Psychedelic-Rock Album The Mother Stone, das er 2020 veröffentlichte.

DOGMAN

Caleb Landry Jones spielt in DOGMAN Doug, der blutverschmiert und im Abendkleid, am Steuer eines Lastwagens voller Hunde aufgegriffen und festgenommen wird. Beim Verhör auf der Polizeiwache berichtet er über Ereignisse, die so schockierend sind, dass sie jegliche Vorstellungskraft sprengen…

 

Fotos: capelight pictures; Nitram / BEN SAUNDERS; Antiviral / UFO Distribution

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Ajouré MEN Redaktion
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