Harter Sex

Hast du Lust, im Bett (oder wo auch immer) mal so richtig das Tier rauszulassen? Harter Sex oder „Rough Sex“ spricht die animalische Seite in uns an. Wie du die bei dir und deiner Partnerin herauskitzelst, erfährst du jetzt.

Harter Sex – was ist das eigentlich?

Um es gleich vorwegzunehmen, hart ist nicht gleich hart. Wenn du schon seit Jahren SM-Spielchen praktizierst, wirst du bei diesen Einsteigertipps wahrscheinlich nur müde lächeln. Dieser Artikel ist für Neulinge gedacht und wir lassen es soft-rough angehen.

Wer bisher nur Blümchensex mit Schmusen und Küssen hatte, wird wahrscheinlich schon die Idee einer Peitsche oder eines Schlags auf den Hintern hart finden. Doch wert ist es allemal, die Gangart im Bett gelegentlich zu ändern und die körperliche Liebe so richtig wild auszuleben.

Vielleicht hast du ab und zu sogar schon beim Sex das Tier in dir gespürt. Ein Trieb hat dir plötzlich unverschämte Lust gemacht, so richtig hart zuzupacken, zu stoßen, zu schreien oder im Bett den Herrscher rauszulassen.

Wenn du dir das bisher verkniffen hast, wollen wir dich ermutigen, es auszuprobieren. Unsere wilde, animalische Seite im Bett auszuleben, kann sehr befreiend und erotisch sein. Im Endeffekt entspringt die körperliche Liebe auch genau dort: bei unseren dunklen Trieben.

Vergiss nicht: Harter Sex geht nur zu zweit

Mach aber bitte nicht den Fehler und überfalle deine Partnerin überraschend mit deinen tierischen Instinkten und fauche sie im Bett plötzlich an. Sex ist Vertrauenssache. Redet vorher darüber, wenn ihr bisher noch nie harten Sex gemacht habt, und lasse deiner Partnerin immer die Wahl.

Vielleicht braucht es ein bisschen, bis sie sich öffnet. Aber glaube uns, auch Frauen haben diese Seite. Nur wurde die weibliche Sexualität lange gesellschaftlich unterdrückt. Daher brauchen Mädels manchmal extra viel Geduld und deine Offenheit, um sich auf dieses Terrain zu wagen.

Harter Sex auf Probe

Vereinbart auf jeden Fall, dass jeder auch während des Liebesspieles noch Nein sagen oder Grenzen setzen kann, die der andere bedingungslos akzeptiert. Das ist wichtig, um sich voll und ganz auf diese aufregende Sache einlassen zu können. Im SM wird in der Regel ein Codewort vereinbart. Sagt einer von beiden es, geht es nicht noch härter zur Sache oder ihr hört ganz auf.

Die animalische Seite auszutesten ist ein gemeinsamer Grenzgang. Es ist möglich, dass sich am Anfang Blockaden, Ängste oder Scham zeigen. Dann wäre es wichtig, darüber zu reden und sich auszutauschen, wie ihr beide diese härteren Sexspiele erlebt und empfindet – auch das kann unheimlich prickelnd sein.



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Langsam anfangen

Harter Sex

Seid ihr beide oder nur deine Partnerin noch skeptisch, beginnt ihr am besten mit einem zarten Fesselspiel. Das Ausgeliefert-Sein und mit Handschellen oder einem zarten Tuch fixiert zu sein, finden fast alle irgendwie sexy.

Es kann mit zarten Knabbereien und Bissen weitergehen, die dann heftiger werden. Das Streicheln mit einer Peitsche und ein sanfter Klaps hier und da eignet sich hervorragend, um auszutesten, ob ihr beide mehr davon wollt.

Die Spielarten des „Rough Sex“

Knabbern und Beißen

Geknabbert habt sicher ihr beide schon mal an Brustwarzen, dem Ohrläppchen, den Schenkeln oder auch dem ganzen Körper.

Harter Sex ist mehr als nur Knabbern. Es geht dann schon etwas deftiger zur Sache: aus Knabbern wird echter Zahneinsatz. Beißen bis zum erotischen Schmerzpunkt ist eine heiße Angelegenheit. Ganz nebenbei regen die Bisse auch noch die Durchblutung an und die Empfindungen werden noch intensiver.

Beißt euch aber bitte gegenseitig nicht wund oder blutend. Das gehört dann schon eher in die Fetisch-Ecke. Und denkt bitte daran, dass man die Abdrücke am nächsten Tag im Büro womöglich sehen kann!

Handschellen und Fesselspiele

Handschellen hat jeder schon mal im Sinn gehabt oder sogar zuhause im Schrank liegen. Fesselspiele gehen aber auch ohne Handschellen. Zarte Tücher oder Stricke tun es auch und schmerzen nicht so, wenn es etwas härter zur Sache geht.

Der Kick liegt im Ausgeliefert-Sein, im Nicht-wissen, was kommt, nicht eingreifen und auch nicht wegkönnen. Alleine dieser Effekt löst wilde Wehrhaftigkeit oder erotisch heiße Hingabe und Lust aus. Lasst euch überraschen.

Der Oberkörper liegt bei der klassischen Fesselung am Bettrahmen vollkommen schutzlos frei. Das lädt auch zu Kitzelspielen ein, die bis an die Grenze des Unerträglichen gehen können.



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Ein Klaps oder sanfte Schläge

Im Fachjargon nennt man den Klaps auf den Po „Spanking“. Zur richtigen Zeit und lustvoll ausgeführt kann ein saftiger Klaps auf den Allerwertesten enorm anregend wirken.

Doch beim „Rough Sex“ geht es noch ein bisschen wilder zu. Beginnen könnt ihr auch hier langsam. Dann dürfen es aber schon mal festere Schläge sein. Gehauen werden kann praktisch überall: Brüste, Schenkel, Backen, wo immer es für euch beide in Ordnung ist.
Der Reiz liegt im zarten bis heftigen Schmerz, im Überraschungseffekt und im lauten Knallgeräusch.

Probiert auch mal Peitschen (nur ganz sachte, denn die tun richtig weh), ein Lineal oder sonstige geeigneten Gegenstände aus. Zunächst berührt oder neckt ihr euch nur mit diesen Utensilien. Dann plötzlich kommt ein mehr oder minder harter Schlag. Steigert euch langsam in der Intensität und gebt euch Feedback.

Wenn’s Freude macht und richtig derb sein darf, könnt ihr euch natürlich auch so richtig saftig „verhauen“.

Dominanzspiele

Harter Sex

Wer ist der Herr oder die Herrin im Bett? Wenn du den „King-Sex“ und den Dominator machst, während sie befolgen muss, können ungewohnte Seiten an euch zum Vorschein kommen. Das Spiel aus Dominanz und Unterwürfigkeit hat einen besonderen Reiz und spricht die Abgründe in uns an. Lebt sie aus! Aber im Spiel!

Wenn sie die Herrin ist und dich als ihren Sexsklaven missbraucht, darfst du deine eigene dienende und niedere Seite kennenlernen. Viele Männer finden das ausgesprochen anregend und können gar nicht genug davon bekommen.

Haareziehen

Ist dein Kopf kurz rasiert, kommt das Spiel nicht auf Gegenseitigkeit in Frage. Du darfst sie aber an den Haaren traktieren. Aber Vorsicht, das kann sehr schmerzhaft sein. Ziehe niemals ruckartig, sondern fasse den Haarbüschel sicher an und ziehe dann immer weiter bis an den Schmerzpunkt.

Besonders prickelnd ist es, wenn du deine Liebste während des Geschlechtsverkehrs an den Haaren hältst. Du verlierst so nicht den Kontakt zu ihr und sie kann besser loslassen.

Choking

Im Fachjargon steht Choking für Würgen. Im Fetisch-Bereich wird das mit Kabeln, Plastiktüten und anderen recht derben Utensilien gemacht. Davon wollen wir dir dringend abraten. Solche Spiele enden häufiger in der Notaufnahme als im lustvollen Orgasmus.

Ihr könnt euch aber sachte den Hals drücken oder seitlich die Halsschlagader einige Sekunden abdrücken. Das staut den Blutfluss und sorgt für prickelnde Erregung.

Alles klar? Na, dann kann’s ja losgehen!

 

Bilder: konradbak, Photographee.eu, nastia1983 / stock.adobe.com