Jaguar E-Type Zero – ein Sakrileg der modernen Zeit

        Jaguar E-Type Zero    

Hallo, i bims 1 Jaguar E-Type! Ebenso unwürdig, wie einen Jaguar in der VONG Sprache anzukündigen, ist es für manche, eine solche Ikone, die von niemand Geringerem als Enzo Ferrari als „schönstes Auto der Welt“ gepriesen wurde, mit einem elektrischem Antriebsstrang auszustatten. Könnte man zumindest meinen. Doch was für Technik und Neuerungen versteckt Jaguar im dem neuen E-Type Zero und wie viel Freude bringt dem Piloten der E-Roadster im Kleid eines 1968-Jaguars?

Am 7. September präsentierte Jaguar Land Rover Classic auf den Tech Fest das E-Type-Modell mit dem neuen Namen E-Type Zero. Der komplette Umbau basiert auf einem Originalfahrzeug, was das Ganze noch skurriler erscheinen lässt. Bei wohl keinem anderen Fahrzeug wird durch eine Elektrifizierung die Vergangenheit härter mit der Moderne gepaart. Ob es der E-Type Zero bis zu einer Markteinführung schafft, steht noch in den Sternen, denn vorher möchte Jaguar Land Rover Classic prüfen, wie die Reaktionen auf ein Elektrofahrzeug ausfallen, welches auf der Basis eines E-Type Roadsters Serie 1.5 von 1968 basiert. Jaguar Land Rover Classic Direktor, Tim Hanning, versichert jedoch, dass der neue E-Type Zero das dynamisches Handling des Klassikers durch die Elektrifizierung noch weiter steigern konnte. Unterm Strich steht dies zweifelsohne für ein gesteigertes Fahrerlebnis.

 
Jaguar E-Type Zero

Neben der unberührten Optik und des Fahrverhaltens des E-Type von 1968 stellt der neue E-Type Zero überzeugende Leistungen zu Verfügung. So katapultiert dieser die Insassen auf Wunsch in nur 5,5 Sekunden von Null auf Tempo 100. Somit gewinnt dieser eine ganze Sekunde beim Sprint auf die Vorzeigemarke 100 km/h im Vergleich zum E-Type Serie 1. Wie dies gelungen ist? Tim Hanning wörtlich: „Um eine nahtlose Kombination aus dem elektrischen Antriebsstrang und der Fahrwerksabstimmung des Originals zu erreichen, haben wir die Leistung gedrosselt. Wir denken, so das optimale Fahrerlebnis geschaffen zu haben.“

Von außen und innen also ein typischer E-Type der Serie 1.5. Naja, zumindest beinahe. Denn es blieb fast alles unangetastet, bis auf den Antriebsstrang, die im Armaturenbrett angerachten Anzeigen und die LED-Scheinwerfer. Letztere wurden eingesetzt, um eine maximale Energieeffizienz zu gewährleisten.

 
Jaguar E-Type Zero

Der auf den E-Type Zero abgestimmte Antriebsstrang liefert satte 220 kW, was 299 PS entspricht. Gespeist durch eine Lithium-Ionen-Batterie, deren Abmessungen in etwa genau denen eines sonst verbauten XK-Sechszylinder entsprechen. Allerdings verliert der neue Zero hierdurch kräftig an Gewicht. So erfreut sich der neue Roadster über 46 Kilogramm weniger auf der Waage.

Dadurch, dass der neue elektrische Antriebsstrang in die bestehende Struktur „implantiert“ wurde, ist sichergestellt, dass das Ganze auch wieder mit einem konventionellen Motor zurückgerüstet werden kann.

Jetzt gilt es abzuwarten, wie die Kunden die Innovationen des 1968 E-Type empfinden und ob wir uns dann demnächst an einem E-Type Zero auf unseren Straßen erfreuen können.

 

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Fotos: Jaguar Land Rover Classic Presse

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