Ferrari California T – Der Maßstab im Grand Turismo Supersportwagen-Bereich

        Ferrari California T    

Maranello! Ein Wort, welches besonders uns Männern so weich von der Zunge geht wie ein Jahrzehnte alter Rotwein. Gemeint ist natürlich das kleine italienische Städtchen in der Provinz Modena. Man könnte kaum glauben, dass ein kleines Fleckchen Erde, welches gerade einmal 17.000 Einwohner aufweisen kann, so ein besonderes Gefühl in diversen Gehirn-Regionen auslösen kann – besonders bei den Herren der Schöpfung. Die Rede ist von Ferrari. Gegründet 1947 von niemand geringerem als Enzo Ferrari und seitdem ein Kindheitstraum vieler Männer, der in den meisten Fällen leider auch ein unerreichbarer Traum bleiben wird. Doch genau das macht wohl den Mythos Ferrari aus.

Es ist noch keine Woche her, als uns die neuen Informationen aus dem Hause Ferrari auf den Tisch flatterten. In großen Buchstaben steht ganz oben nur:

„CALIFORNIA T – MIT NEUER, OPTIONALER HS-AUSSTATTUNG FÜR EIN NOCH SPORTLICHERES FAHRERLEBNIS.“
 

Ferrari California T Front
 

Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und checken, was sich im neuen Ferrari California T getan hat. Fakt ist, dass der California T zu Ferraris äußerst erfolgreichen V-8 Modellen gehört. Faltbares Hardtop, Frontmotor, 2+ Sitzkonzept und jetzt noch Handling Speciale (HS) Option.

Doch was genau hat es mit der Handling Speciale Option auf sich?

Im Prinzip beinhaltet die Handling Speciale eine Reihe von spezifischen Kalibrierungen und Konfigurationen. Zusammen verleihen sie dem California T weitere Fahrvorteile – insbesondere wenn das Manettino im Sport-Modus steht. Dass Ferrari nicht einfach mal irgendetwas konfiguriert, frei nach dem Prinzip „Wir machen mal was Neues“, können wir uns denken. Die Neuerungen sind dem California T sozusagen auf den Leib geschneidert. Sei es die neue Dämpferabstimmung mit modifizierten Federn, die dafür Sorgen, dass das Fahrwerk steifer ist als zuvor. Laut Ferrari verliert der Pilot so gut wie keinen Fahrkomfort durch die Änderungen, dafür allerdings kann dieser sich über ein noch sportlicheres Feedback freuen. Auch der Klang des Motors wurde optimiert. Je höher die Drehzahlen, desto satter wird der Klang, was letztendlich zu einem noch sportlicheren Fahrerlebnis führt.

Auch an der sogenannten Schaltlogik hat Ferrari gearbeitet. Gangwechsel beim Hoch- und Herunterschalten sollen nun noch schneller von statten gehen.
 

Ferrari California T  Seitenansicht
 

Supersportwagen sind ja nicht zwingend dafür bekannt Bodenwellen und Unebenheiten zu schlucken. Im Gegenteil. Sie leiten diese direkt, gut merkbar und unzensiert an den Fahrer weiter, der mit den „Straßen-Informationen“ dann hoffentlich auch etwas anzufangen weiß. Um das Ganze noch spürbarer zu machen, hat Ferrari die Federn beim neuen California T ein wenig gestrafft. Vorne werden die Fahrwerksfedern um 16% härter, hinten um 19%. Ein plus für die Fahrzeugkontrolle dank reduziertem Rollen, Wanken und Eintauchverhalten. Für eine noch bessere Beschleunigung, besonders am Kurvenausgang und auf unebenen Fahrbahnen, sorgt die modifizierte F1-Trac-Logik.
 

Ferrari California T grau
 

Für Ferraris California T Handling Speciale ist hier allerdings immer noch nicht Schluss. Im Gegenteil. Es geht noch weiter! Das HS-Paket kommt mit einer neu entwickelten Auspuffanlage um die Ecke. Die Geometrie der Abgasrohre wurde verändert und so erhöht sich der Motorsound mit steigenden Drehzahlen schrittweise. Der Fahrer kann allerdings beruhigt sein: diese Veränderungen passen nach wie vor zum sportlichen Charakter des Supersportlers und schießen nicht über das Ziel hinaus. Der Auspuff wurde gemeinsam mit der Motor- und Getriebesoftware entwickelt. Der Grund ist ein Gewinn an Performance und eine schnellere Reaktion. Doch auch ein satterer, reicherer und verbesserter Klang, sobald das Fahrzeug sportlich gefahren wird gehört zu den neuen Vorteilen. Was hat sich noch getan? Auch in Sachen Ästhetik hat Ferrari am California T Hand angelegt. So bekommt er einen neuen Kühlergrill in mattem Grigio Ferro Met. Der Heckdiffusor erfreut sich über die gleiche Farbe, sowie auch die hinteren Einfassungen und Endrohre.
 

Ferrari California T grau
 

Bevor wir es vergessen – wie sieht es mit den Zahlen aus? Auch hier kann der California T sich sehen lassen. Ein 560 PS starker V8 mit 755 Nm sorgt für mächtig Spaß auf der Autobahn und Serpentinen. In 3,6 Sekunden geht es von 0 auf Tempo 100 und erst bei 316 km/h ist Feierabend. Ferrari gibt den Durchschnittsverbrauch mit 10,5 Liter auf 100 Kilometer an: Wir glauben, dass dieser Wert wohl zu unrealistisch ist, denn ein Ferrari im Sport-Modus wird in erster Linie eines machen: Spaß. Und Spaß kommt nicht bei Tempo 100 auf.

Wer den California T mit dem neuen HS-Paket persönlich anschauen möchte, der hat hierfür die Möglichkeit sobald der Genfer Autosalon die Türen öffnet.

 

Fotos: Ferrari PR

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