Der Facebook Sprachassistent – Social?

        Facebook Sprachassistent    

„Jarvis“ kommt wohl bald in unsere Wohnzimmer. Nein, nicht der aus Avengers, der zu „The Vision“ wurde, sondern der Facebook Sprachassistent. Das Gerät könnte vielleicht schon dieses Frühjahr bekanntgegeben werden und unseren Alltag auf eine völlig neue Weise verändern. Die „Building 8“-Abteilung von Facebook hat hier wirklich ein Mammutprojekt hochgezogen und will ein Stück vom Smart-Home Kuchen.

Morgan Freeman

Facebook Sprachassistent

Bald schon werden wir alle von Morgan Freeman geweckt. „Jarvis“ hat laut Facebooks Image-Video nämlich Morgan Freemans Stimme. Mal ganz davon abgesehen, dass das absolut geil wäre, bleibt die Frage offen, was „Jarvis“ alles noch so kann. Nur wegen Morgan Freemans Stimme kannst du ja schließlich auch ein YouTube-Video anschmeißen.

Das ganze Teil kommt dann in zwei Variationen. Zum einen ein „normaler“ Smart-Home Speaker, der die billigere Variante repräsentieren wird. Zum anderen aber ein Laptop großer Bildschirm, der die Facebook-Nutzer näher zusammenbringen soll. Der große Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Sämtliche Kontaktdaten sind ja schon in Facebook drin. Das heißt, dass du nicht noch eine extra Kontaktliste erstellen müsstest, sondern alles ready to go ist.

Video-Telefonie im Mittelpunkt

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Das Gerät soll laut anonymen Quellen auf Android basieren und nicht auf Facebooks eigenem Betriebssystem. Dieses ist mitsamt Hardware 2013 schon gefloppt, als sich niemand Facebooks Smartphone kaufen wollte. Der angeblich 13 bis 15 Zoll große Bildschirm ist nicht umsonst etwa doppelt so groß wie Amazon Echo Show, denn die Video-Telefonie soll im Mittelpunkt stehen.

Die paar Milliarden Nutzer, für die das System im Prinzip sofort freigeschaltet werden könnte, sind marktführend und ein ernstzunehmendes Problem für Amazon & Co. Der Smart-Home Lautsprecher hingegen ist in der Smart-Home Branche schon ein alter Hut und wird vermutlich eher als Einsteigermodell dienen. Eben für Leute, die noch nichts mit Smart-Home zu schaffen haben.

„If we fail it’s gonna suck.“

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Das Facebook-Forschungsteam, welches von der ehemaligen Google-Führungskraft Regina Dugan geleitet wird, sagt, dass das Erschaffen und Abliefern von marktverändernden Produkten das Ziel ist. Diese Produkte sollen vor allem den „Social“-Aspekt nicht verlieren, denn der soll gleich an erster Stelle stehen.

Der schmale Grat von „geht-schnell-mal-in-die-Hose“ kann aber auch rasch erreicht werden. Im Worst Case wird das Ganze so floppen wie Facebooks Smartphone. Wir dürfen gespannt bleiben, ob sich Facebook in unsere Eigenheime schleicht.

 

Fotos: Chris Jackson / Staff; Vera Anderson / Kontributor; PeopleImages; chombosan / Getty Images

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