6 Wege, um beim Zocken Geld zu verdienen

        Zocken    


Zocken ist schon lange nicht mehr nur ein stumpfer Zeitvertreib. Vor allem, wenn man einen Blick auf die Electronic-Sports-Szene wirft, fällt auf, dass sich die Gaming-Welt in einem wahren Wandel befindet. Professionelle Zocker bekommen mittlerweile bis zu einer Millionen Dollar als Preisgeld; generell steigt der Geld-Pool für die E-Sports-Szenen jährlich ungemein. Es gibt immer mehr Vereine, wie Schalke 04 oder PSG, die sich Teams und Plätze in Gaming-Ligen kaufen, um Geld zu verdienen.

Da wir gerne mal zocken und du, wenn dich dieser Artikel interessiert, sehr wahrscheinlich auch, haben wir uns gefragt, wie man das Hobby zum Beruf machen kann, um mit dem Zocken richtiges Geld zu verdienen und zeigen dir die die sechs besten Wege.

 

1. Live-Streams

Es gibt viele Internetseiten auf denen Zocker live streamen, um uns zu unterhalten. Die wohl bekannteste Seite ist Twitch. Hier zocken nicht nur tausende Gamer hunderte Spiele, um sich dabei zusehen zu lassen, auch die großen Turniere und Events werden hier umsonst für jedermann übertragen. Geld verdient man durch Werbung, die man ab einer gewissen Zuschaueranzahl schalten kann und durch Spenden von Zuschauern. Die bekanntesten Streamer haben unglaubliche Einkommen von mehreren zehntausend Euro pro Monat. Natürlich steigt das Geld, das du erhältst, exponentiell mit der Anzahl an Zuschauern, die sich für dich und deine Zockerkünste interessieren. Um mit dem PC zu streamen, solltest du allerdings ein relativ gutes Equipment auffahren, denn das Streaming-Programm verbraucht einiges an Rechen-Power und ein herkömmliches Headset-Mikrofon wird die Ohren deiner Zuschauer nicht gerade freuen. Wichtig, um bei Twitch erfolgreich zu sein, ist zum einen, dass du gut in deinem Spiel bist, am besten sogar sehr gut, und zum anderen solltest du unterhaltend sein, indem du viel und auf lustige Weise mit deinen Zuschauern kommunizierst. Twitch kann dir dabei helfen, ein wenig Geld zu verdienen, und wenn du sehr erfolgreich bist, kannst du davon sogar mehr als nur deinen Lebensunterhalt finanzieren.

 

2. Let’s Plays

Das Format unterscheidet sich nicht gerade stark von dem des Streamens. Allerdings gibt es keine Live-Interaktion zwischen Gamer und Zuschauer, sondern die Videos werden zusammengeschnitten und auf YouTube gestellt. Der Zeitaufwand sollte allerdings in etwa gleichgroß sein, zumindest, solange du ordentlich Videos produzierst, was deiner Beliebtheit immer zugute kommt. Auch bei dieser Variante kommt das Geld vor allem durch die Werbung vor deinen Videos herein, auch wenn du diese erst schalten kannst, sobald du 10.000 Kanalaufrufe erreichst. Wichtig für dieses Format ist festzulegen, welche Zielgruppe du ansprechen willst und wie du dich vor der Kamera präsentieren möchtest – am besten natürlich so, wie du normal bist. Vielen Zuschauern ist es wichtig, dass der YouTuber oder Streamer gut zocken kann, sonst macht es schlichtweg keinen Spaß ihm zuzuschauen. Der einzige andere Grund, um deine Videos zu gucken, ist dein Humor und das Spiel, welches du spielst. Ein sehr gutes Beispiel sind die deutschen YouTuber PietSmiet, die zwar nicht in jedem Spiel begnadeter Zocker sind, aber mit ihrem Humor und ihren verschiedenen Formaten alles richtigmachen.

 

3. Accounts und Items verkaufen

Vielleicht reicht es dir aus, wenn du ein bisschen Geld mit dem Zocken verdienst, aber es nicht deinen Lebensunterhalt decken kann. Dann ist diese Variante, um an Geld zu kommen, sehr geeignet. Sie ist zwar relativ zeitaufwändig, aber wenn du das Spiel für dein Leben gerne spielst, sollte das ja kein Problem sein. Für diese Variante bieten sich vor allem sehr beliebte Spiele wie League of Legends oder World of Warcraft an. Du solltest allerdings beachten, dass viele Spieleentwickler dieses Verkaufen von Accounts oder Items nicht gerne sehen und es häufig in den Lizenzbestimmungen sogar verboten ist.

Zusätzlich kannst du auch die Ingame-Währung und manche Items auf eBay und ähnlichen Plattformen verkaufen, das wird von manchen Entwicklern verboten und ist bei anderen wiederum gerne gesehen. Ein gutes Beispiel dafür ist Counter-Strike: Global Offensive, dort wurden manche Waffenskins schon für mehrere tausend Dollar gehandelt. Wenn du also wirklich Ahnung von einem Spiel hast und einen guten Account oder gute Items hast, lohnt es sich darüber nachzudenken, diese Dinge in echtes Geld umzuwandeln.

 
Don't suck

 

4. Spieletester

Neue Spiele zu testen ist wohl eine der Varianten, an die viele Gamer denken. Dabei gibt es zwei Formen, wie du diese Tätigkeit ausüben kannst, die sich stark unterscheiden. Der klassische Spieletester arbeitet für große Firmen und beschäftigt sich damit, Bugs zu finden und das Gameplay zu verbessern. Allerdings sind diese Stellen meist schlecht bezahlt und die Arbeit kann auf die Dauer sehr anstrengend sein. Als diese Art von Spieletester verbringst du viele Stunden damit, immer die gleichen Abschnitte zu spielen, um Bugs zu finden.

Alternativ kannst du die Spiele noch redaktionell testen und bewerten. Die besten Beispiele und gleichzeitig die größte Konkurrenz sind Gamestar und Computerbild. Allerdings macht die Arbeit sehr viel Spaß. Wenn du bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hast, bekommst du alles, was du zum Zocken brauchst von den Spieleentwicklern kostenlos reingeschickt, und deine Aufgabe ist es, das Spiel zu zocken und zu bewerten. Das sollte für viele Gamer kein Problem sein, da wir uns ohnehin gerne über unsere Games unterhalten.

 

5. Guides

Wenn man mal in einem Spiel nicht weiterkommt und vom ewigen Probieren frustriert ist, kann man die Lösung des Problems schnell im Internet nachgucken. Du hast bestimmt, genau wie wir, auch schon ein- bis zweimal in eine Komplettlösung geschaut, um endlich in der Geschichte weiterzukommen. Du kannst allerdings auch die Person sein, die hinter solchen Guides und Komplettlösungen steht. Wenn du gerne Spiele komplett, also zu 100 Prozent durchspielst, kannst du solche Guides auf YouTube oder auf den entsprechenden Seiten als Artikel veröffentlichen. Falls du ein wahrer Veteran von Bosskämpfen bist, lohnt es sich auch, diese Ausschnitte hochzuladen, denn mit einer kleinen Erklärung wirst du so viele Zuschauer finden, die sich freuen, da sie den Boss endlich besiegen können. Falls du in Spielen wie League of Legends, Counter-Strike oder Overwatch gut bist, kannst du auch schlechteren Spielern deine Hilfe anbieten, da diese oft nach Leuten suchen, die ihnen komplexere Spielaspekte erklären.

 

6. Pro-Gamer

Um diesen Weg einzuschlagen, musst du es wirklich draufhaben. Professionelle Gamer sind in der Spieleszene des Spiels, welches sie spielen, wahre Prominente. Dadurch kommt das Geld fast schon von allein. Die Streams von Pro-Gamern sind sehr gefragt, es gibt hohe Preisgelder, ein Monatsgehalt und Sponsoren, die dir Werbeverträge beschaffen. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass der Job des Pro-Gamers mehr als nur ein Vollzeitjob ist, außerdem musst du das gewisse Talent haben. Solltest du aber ohne große Probleme sehr schnell in den oberen Ligen mitspielen, kannst du auf jeden Fall über diesen Weg nachdenken. Die Profis von League of Legends spielen, beziehungsweise trainieren, übrigens mindestens 14 Stunden am Tag. Es ist wohl die coolste Art, um mit dem Zocken Geld zu verdienen, allerdings ist es auch die schwerste und aufwändigste.

Die Gaming-Welt ist also voller Möglichkeiten, um dein Hobby zum Beruf zu machen. Die Varianten YouTube und Twitch sind allerdings stark davon abhängig, wie gut du bei den Leuten ankommst. Aber kostet es auch nichts, es einfach mal zu versuchen. Der Weg des Profi-Gamers ist wirklich anspruchsvoll und wohl nur einigen Auserwählten vorbehalten. Wir hoffen, wir konnten dir trotzdem einige Wege zeigen, die dir so vielleicht noch nicht klar waren und wünschen viel Spaß beim Zocken. Game on!

Warum ein Hobby, wie das zocken, extrem wichtig ist

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Fotos: Guido Mieth; Kevin C. Cox / Staff / Getty Images



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