Steak grillen – so gelingt dir das perfekte Steak

        Sommerzeit ist Steakzeit - Wie bereitest du ein Steak auf dem Grill richtig zu?    

Die Grillsaison hat begonnen und allerorten landen köstliche Steaks auf dem Rost. Doch allzu oft ist das Ergebnis absolut unbefriedigend. Das Fleisch ist von außen schwarz verkohlt und von innen noch so roh, so dass es kaum essbar scheint. Dabei schwebte dem Koch doch ein zartes rosa gebratenes Steak vor. Damit Dir bei der nächsten Grillparty ein solches Malheur nicht passiert, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt.
 

Das Fleisch beim Metzger kaufen

Abgepackte Ware im Supermarkt hat fast nie die Qualität, die ein Steak direkt vom Metzger erreicht. Während das Steak in seiner Packung beim Discounter oft einige Tage auf Deinen Einkauf wartet, kann der Metzger Dein Steak vor Deinen Augen vom großen Stück für Dich abschneiden.
 

Nur gut gereifte Ware kaufen

Zudem haben gute Metzger die Möglichkeit, das Fleisch einige Zeit reifen zu lassen, so dass es unvergleichlich zart wird. Ein Steak von einem frisch geschlachteten Rind wird hingegen meist zäh sein, egal wie viel Mühe Du darauf verwendest. Bevor Du also ein Steak beim Metzger Deines Vertrauens erwirbst, solltest Du Dich beim Meister erkundigen, wie lange die Ware reifen konnte. Kann er Dir darauf keine befriedigende Antwort geben, solltest Du Dir einen anderen Metzger suchen.
 

Die richtige Dicke wählen

Bitte den Metzger, Dir ein richtig dickes Steak zu schneiden. Denn zu dünne Steaks sind schon trocken und faserig, bevor sie von außen schön angebraten sind. Die Dicke eines Daumens sollte das Fleisch mindestens haben, zwei Daumen sind besser. Ein gutes Rib-Eye-Steak kommt so auf ein Gewicht von mindestens 400 Gramm.
 

Steaks marinieren

Um das Steak noch zarter und aromatischer zu machen, kannst Du es 24 Stunden vor der Zubereitung in eine Marinade legen. Olivenöl, ein Spritzer Zitronensaft, ein wenig durchgepresster Knoblauch und frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian reichen völlig aus, um eine Marinade zu produzieren. Keinesfalls solltest Du Deine Marinade mit Salz würzen. Denn das entzieht dem Fleisch die Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass es beim Braten trocken wird.
 

Puristen grillen ohne Marinade

Ob Du Dein Steak marinierst oder nicht ist Glaubenssache. Es gibt auch Puristen, die Marinaden ablehnen, weil Sie der Meinung sind, nur ohne Marinade den reinen Fleischgeschmack zu erhalten. Wenn Du Dein Steak mariniert hast, ist es unbedingt nötig, dass Du die Marinade vor dem Grillen mit Küchenkrepp vollständig entfernst. Sonst tropft sie in die Glut oder aufs Gas und verursacht Stichflammen, die den Koch und das Fleisch verbrennen können.
 

Das perfekte Steak
 

Den Grill richtig vorheizen

Um auf dem Kohlegrill ein Steak perfekt braten zu können, solltest Du zwei Temperaturzonen vorbereiten. Schütte die Kohle nur auf eine Seite des Rosts und halte die andere Seite kohlefrei. Dann kannst Du beim Braten mit den unterschiedlichen Temperaturen jonglieren. Am besten funktioniert das mit einem Kugelgrill. Da Kohle einige Zeit braucht, um richtig durchzuglühen, solltest Du eine Stunde für die Zeit zum Anheizen einplanen. Besitzer eines Gasgrills können hingegen gleich loslegen.
 

Das Fleisch vorwärmen

Fleisch, das direkt aus dem Kühlschrank auf den heißen Grill gelegt wird, reagiert in der Regel sehr empfindlich. Da der Temperaturschock zu groß ist, zieht es sich zusammen und wird zäh. Mindestens eine Stunde bevor Du Dein Steak grillst, solltest Du es also aus dem Kühlschrank nehmen und ihm die Chance geben, auf einem Teller liegend Zimmertemperatur zu bekommen. Erst dann beginnt die heiße Phase.
 

Das Fleisch richtig grillen

Wenn die Grillparty beginnt, wird das Steak zunächst direkt über der Glut scharf angebraten. Ist der Grill richtig vorgeheizt dauert das kaum länger als eine Minute pro Seite. Beim Anbraten soll das Steak nicht durchgaren. Es dient nur dazu, leckere Röstaromen zu erzeugen. Hat Dein Steak eine hübsche braune Kruste wandert es auf die kühlere Seite des Grills, unter der keine Glut liegt. Dort kann es nun bis zur Vollendung schmoren, am besten unter der Kugel des Grills. Besitzer eines Gasgrills reduzieren einfach die Hitze.
 

Den richtigen Garpunkt bestimmen

Wie lange es gart ist Geschmackssache. Manche bevorzugen Steaks die innen fast noch blutig sind, andere mögen ihr Steak völlig durchgebraten. Mit der Daumenprobe kannst Du ganz leicht testen, wie weit Dein Steak gegart ist. Wenn Dein Steak den Widerstand zeigt, den Dein Handballen unterhalb des Daumens hat, wenn Du mit dem Zeigefinger leicht gegen den Daumen drückst, ist es es innen noch ein wenig roh. Medium, also innen rosa ist es, wenn Dein Steak sich anfühlt, wie der Handballen, wenn Du mit dem Mittelfinger gegen den Daumen drückst. Und wie es sich anfühlt, wenn es völlig durchgebraten ist, erfährst Du, wenn Du mit allen Fingern gegen den Daumen drückst und dann den Handballen abtastest. Hat Dein Steak den gewünschten Garpunkt erreicht, kannst Du es nach Geschmack pfeffern und salzen. Danach sollte es in Alufolie eingewickelt abseits des Grills (am besten im Ofen) noch etwa zehn Minuten ruhen.
 

Beilagen – weniger ist mehr

Ein perfekt gebratenes Steak ist ein solcher Genuss, dass Du auf aufwendige Beilagen verzichten kannst. Ein einfacher gemischter Salat und eine auf dem Grill mitgegarte Kartoffel in Alufolie sind als Beilage völlig ausreichend. Wenn Du dann noch ein wenig Kräuterbutter bereit stellst, steht der Schlemmerei nichts mehr im Wege.

 

Foto © rez-art; Robert Ingelhart/iStock.com



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