Steak grillen

Die Grillsaison hat begonnen und überall landen köstliche Steaks auf dem Rost. Doch allzu oft ist das Ergebnis absolut unbefriedigend. Das Fleisch ist von außen schwarz verkohlt und von innen noch so roh, so dass es kaum essbar scheint. Dabei schwebte dem Koch doch ein zartes rosa gebratenes Steak vor. Wir haben dir ein paar Tipps zusammengestellt, die dir beim Steak grillen helfen. So wird dein Steak vom Grill perfekt serviert.

Das Fleisch beim Metzger kaufen

Abgepackte Ware im Supermarkt hat fast nie die Qualität, die ein Steak direkt vom Metzger erreicht. Während das Steak in seiner Packung beim Discounter oft einige Tage auf deinen Einkauf wartet, kann der Metzger dein Steak vor deinen Augen vom großen Stück für dich abschneiden.

Nur gut gereifte Ware kaufen

Zudem haben gute Metzger die Möglichkeit, das Fleisch einige Zeit reifen zu lassen, so dass es unvergleichlich zart wird. Ein Steak von einem frisch geschlachteten Rind wird hingegen meist zäh sein, egal wie viel Mühe du darauf verwendest. Bevor du also ein Steak beim Metzger deines Vertrauens erwirbst, solltest du dich beim Meister erkundigen, wie lange die Ware reifen konnte. Kann er dir darauf keine befriedigende Antwort geben, solltest du dir einen anderen Metzger suchen.

Die richtige Dicke wählen

Bitte den Metzger, dir ein richtig dickes Steak zu schneiden. Denn zu dünne Steaks sind schon trocken und faserig, bevor sie von außen schön angebraten sind. Die Dicke eines Daumens sollte das Fleisch mindestens haben, zwei Daumen sind besser. Ein gutes Rib-Eye-Steak kommt so auf ein Gewicht von mindestens 400 Gramm.

Steaks marinieren

Steak marinieren

Um das Steak noch zarter und aromatischer zu machen, kannst du es 24 Stunden vor der Zubereitung in eine Marinade legen. Olivenöl, ein Spritzer Zitronensaft, ein wenig durchgepresster Knoblauch und frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian reichen völlig aus, um eine leckere Marinade zu erstellen. Keinesfalls solltest du deine Marinade mit Salz würzen. Denn das entzieht dem Fleisch die Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass es beim Braten trocken wird.

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Puristen grillen ohne Marinade

Ob du dein Steak marinierst oder nicht ist Glaubenssache. Es gibt auch Puristen, die Marinaden ablehnen, weil sie der Meinung sind, nur ohne Marinade den reinen Fleischgeschmack zu erhalten. Wenn du dein Steak mariniert hast, ist es unbedingt nötig, dass du die Marinade vor dem Grillen mit Küchenkrepp vollständig entfernst. Sonst tropft sie in die Glut oder aufs Gas und verursacht Stichflammen, die den Koch und das Fleisch verbrennen können.

Beim Steak grillen zuerst richtig vorheizen

Um auf dem Kohlegrill ein Steak perfekt braten zu können, solltest du zwei Temperaturzonen vorbereiten. Schütte die Kohle nur auf eine Seite des Rosts und halte die andere Seite kohlefrei. Dann kannst du beim Braten mit den unterschiedlichen Temperaturen jonglieren. Am besten funktioniert das mit einem Kugelgrill.

Angebot

Auf einem Gasgrill kannst du die Hitze ganz leicht bestimmen. Ein Kohlegrill erfordert schon etwas mehr Geschick. Optimalerweise strebst du eine Grilltemperatur von etwa 250 Grad Celsius an. Zum Garziehen ist eine Temperatur zwischen 150 und 180 Grad Celsius empfehlenswert.

Da Kohle einige Zeit braucht, um richtig durchzuglühen, solltest du eine Stunde für die Zeit zum Anheizen einplanen. Besitzer eines Gasgrills können hingegen gleich loslegen.



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Das Fleisch vorbereiten

Fleisch, welches direkt aus dem Kühlschrank kommt und auf den heißen Grill gelegt wird, reagiert in der Regel sehr empfindlich. Da der Temperaturschock zu groß ist, zieht es sich zusammen und wird zäh.

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Mindestens 30 bis 60 Minuten bevor du dein Steak grillst, solltest du es also aus dem Kühlschrank nehmen und ihm die Chance geben, auf einem Teller liegend Zimmertemperatur zu bekommen.

Sobald sich das Fleisch auf einer Zimmertemperatur von etwa 22 bis 23 Grad Celsius befindet, spüle es mit lauwarmem Wasser ab und tupfe es mit Küchentüchern trocken.

Eine Fettkante solltest du nicht entfernen. Fett ist nämlich ein Geschmacksträger. Schneide die Fettkante lediglich an, damit sich das Fleisch nicht zu sehr beim Grillen zusammenzieht.

Das Würzen des Steaks unternimmst du am besten wenige Minuten vor der ersten Berührung mit dem Grill. Streiche das Fleisch mit etwas Olivenöl ein und massiere etwas Salz in das Steak. Fünf Minuten vor dem Grillen ist eine gute Faustregel. Pfeffer solltest du vermeiden und erst nachher verwenden, da es auf dem Grill nur verbrennen würde.

Das Fleisch richtig grillen

Steak grillen

Wenn die Grillparty beginnt, wird das Steak zunächst direkt über der Glut scharf angebraten. Ist der Grill richtig vorgeheizt, dauert das kaum länger als eine Minute pro Seite.
Damit du das unverkennliche Rautenmuster bekommst, wendest du die 90-90-90-90 Methode an. Dabei wird das Fleisch über die direkte Hitze gelegt und für 90 Sekunden liegen gelassen. Dann drehst du das Fleisch um 90 Grad und lässt es erneut 90 Sekunden liegen. Erst dann wendest du das Fleisch auf die andere Seite und wiederholst den Vorgang.

Beim Anbraten soll das Steak nicht durchgaren. Es dient nur dazu, leckere Röstaromen zu erzeugen. Hat dein Steak eine hübsche braune Kruste wandert es auf die kühlere Seite des Grills, unter der keine Glut liegt. Dort kann es nun bis zur Vollendung garen. Am besten unter der Kugel des Grills. Besitzer eines Gasgrills reduzieren einfach die Hitze.

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Den richtigen Garpunkt beim Steak grillen bestimmen

Anhand des Garpunkts kannst du bestimmen, ob dein Steak englisch, medium rare, medium oder well done, also „gut durch“, ist. Die Kerntemperaturen für diese Garpunkte sind:

– Englisch (blutig): 48 – 52 Grad Celsius
– Medium rare: 52 – 54 Grad Celsius
– Medium: 56 – 60 Grad Celsius
– Well Done (gut durch): 60 – 62 Grad Celsius

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Damit du die Kerntemperatur messen kannst, brauchst du ein Fleischthermometer. Das Thermometer stichst du von der Seite in das Steak hinein, möglichst auf mittlerer Höhe. So kannst du effektiv die Kerntemperatur des Steaks bestimmen.
Sobald du das Fleisch vom Grill genommen hast, empfehlen wir, es noch fünf Minuten ruhen zu lassen. In der Zeit kann sich das Steak entspannen und die Säfte können sich im Fleisch verteilen. Du kannst das Steak in Alufolie einwickeln, wenn es ruht, damit es nicht so schnell auskühlt. Beachte dabei aber, dass das Fleisch dann noch ungewollt weitergaren kann.

Beilagen – weniger ist mehr

Ein perfekt gebratenes Steak ist ein solcher Genuss, dass du auf aufwendige Beilagen verzichten kannst. Ein einfacher gemischter Salat und eine auf dem Grill mitgegarte Kartoffel in Alufolie sind als Beilage völlig ausreichend. Wenn du dann noch ein wenig Kräuterbutter bereitstellst, steht der Schlemmerei nichts mehr im Wege.

 

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Letzte Aktualisierung am 29.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API