Plan B – Scheiss auf Plan A: So wirst du fit für Plan B

        Plan B - Scheiss auf Plan A    

„PLAN B – SCHEISS AUF PLAN A“ ist eine Huldigung an alle Martial-Arts-Filme aus den 1980er und 90er Jahren – aber voll auf die Zwölf!

In der rasanten Actionkomödie geht es um die vier erfolglosen Actionschauspieler und best Buddies Can (Can Aydin), Phong (Phong Giang), Cha (Cha-Lee Yoon) und U-Gin (Eugene Boateng), die sich in bester Martial-Arts-Manier durch Berlins Haufen an Gangstern und Kriminellen prügeln müssen. Als die vier Jungs versehentlich den Geschäften der Berliner Unterwelt in die Quere kommen, wird Phong als Geisel genommen. Can, U-Gin und Cha läuft nun die Zeit davon, da sie im Austausch für ihren Freund den Safe des gefürchteten Gangsters Gabriel klauen müssen. Von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen kämpfen sich die Jungs durch Berlin.

Das Besondere an diesem Film ist die Anlehnung an das Goldene Zeitalter der Martial-Arts-Hits, als Jackie Chan, Donnie Yen und Jet Li auf Augenhöhe mit Sylvester Stallone, Bruce Willis, Steven Seagal und Arnold Schwarzenegger standen und die Herzen der Action-Fans höher schlugen. Gedreht wurde „PLAN B – SCHEISS AUF PLAN A“ im Hongkong-Stil, wodurch vorab schon schnell klar war, dass dieser Film nicht mit normalen Schauspielern zu realisieren sein würde und besetzte die Rollen daher mit Schauspielern von Reel Deal Action Design. Daraus resultieren nun spektakuläre Szenen, mit cleverem Schnitt, guter Kameraführung und tollen Bildeinstellungen.Ein großer Bildausschnitt und eine klare Kameraeinstellung sind die Folge, wodurch der Film überaus authentisch wirkt. Außerdem lassen sich viele Szenen mit Jackie Chans Kämpfen vergleichen, da keine Stuntmänner benötigt wurden, wodurch der volle Fokus auf den Protagonisten beim Kämpfen liegt.
 

 

Auf die Frage, worauf es ihm beim Schnitt zur finalen Version ankam, antwortete Can Aydin, Darsteller und Cutter des Films: „Es gibt bestimmte Kamerawinkel für bestimmte Bewegungen und man muss sich genau mit der Materie auseinandersetzen, also wissen welche Technik von welcher Seite am besten aussieht, damit der Darsteller möglichst gut rüberkommt. Außerdem spielt eine sehr große Rolle, wie viel Futter, also Frames, man beim Schnitt zu der nächsten Szene gibt. Das macht viel für die Wirkung des Endprodukts aus. Wenn ich zum Beispiel einen Side-Kick schneide, dann gebe ich in der nächsten Einstellung zwei, drei Frames dazu, damit sie sich überlappen. Ich zeige also den Side-Kick noch einmal aus einem anderen Winkel, damit das menschliche Auge mitkommen kann.“

Authentizität wird in der Actionkomödie also ganz großgeschrieben. Infolgedessen musste natürlich auch die Musik von „PLAN B – SCHEISS AUF PLAN A“ an die 1980er Jahre angelehnt werden. Für Regisseur Michael Popescu, der auch als Musikproduzent tätig ist, war das kein Problem: Und so zeichnet eine spannende Mischung aus melodisch-harmonischer und rockiger Musik die Actionkomödie aus. Filmmusik-Fans werden also definitiv mit der Klanglandschaft aus Jahn Carpenter, Prince und vielen mehr auf ihre Kosten kommen. Ganz nebenbei erwartet sie dann auch noch eine energiegeladene, stilechte Actionkomödie inmitten Berlins.
 

 


 

So wirst du fit für Plan B

Dass Martial Arts nicht nur auf der Leinwand eine gute Figur machen, zeigen unsere Fitness-Übungen. Egal ob mit Karate, Jin Jitsu, Muay Thai oder anderen Kampfkünsten – mit diesen Übungen wirst du so fit wie die Leinwandhelden selbst. Wir zeigen dir ein paar Grundübungen, mit denen du nicht nur ein wenig Selbstverteidigung lernst, sondern auch deinen Körper stählen kannst.
 

Karate

Karate ist eine der Hauptkampfsportarten des Martial Arts und lässt sich weit in die Tradition Chinas zurückverfolgen. Inhaltlich charakterisiert Karate vor allem Schlag-, Stoß-, Tritt-, und Blocktechniken. Körperliche Kondition, Beweglichkeit, Schnellkraft und anaerobe Belastbarkeit stehen in Fokus der Kampfkunst.

Während der gesamten Konteraktion wird das Gewicht auf beide Beine verlagert. Diese sind außerdem leicht angewinkelt, um einen stabilen Halt zu wahren. Der Faustschlag des Angreifers wird in der Chûdan tate shutô uke Kiba dachi-Haltung mit dem linken Arm zur Seite geschoben.

Dann beginnt die Kombo mit der Chûdan tachoku zuki Kiba dachi-Haltung. Der linke Arm geht wieder zur Hüfte und die Hand ballt schon hier eine Faust. Gleichzeitig geht mit der rechten Faust ein frontaler Schlag gegen den Unterkiefer oder die Schläfe des Angreifers.

In Folge wechselt der zweite Schlag wieder auf die linke Hand und trifft dieses Mal den Magen in der Chûdan choku zuki Kiba dachi-Haltung.

Dies ist eine Drei-Punkte-Kontertechnik, um dem frontalen Faustschlag eines Gegners auszuweichen und ihn in Bruchteilen von Sekunden K.O. zu setzen. Sie hat in den schlimmsten Fällen einen gebrochenen Kiefer, eine Gehirnerschütterung, mehrere gebrochene Rippen und die Verletzung innerer Organe zur Folge. Darum bedeutet die Anwendung auch immer Verantwortungsbewusstsein.
 

Jin Jitsu

Jin Jitsu ist eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst zur waffenlosen Selbstverteidigung. Das Ziel ist es, den Angreifer möglichst effizient unschädlich zu machen. Dies kann durch Schlag-, Tritt-, Stoß-, Wurf-, Hebel-, und Würgetechniken geschehen. Dennoch gilt hier nicht das Prinzip Kraft gegen Kraft, sondern Sieg durch Nachgeben und die Kraft des Angreifers gegen ihn selbst zu verwenden. Demzufolge zeigen wir drei Möglichkeiten den Angreifer zu Fall zu bringen.

Hat der Verteidiger eine offene Stelle in der Deckung des Angreifers gefunden, so dreht oder stellt er sich mit dem Rücken in den innersten Zirkel. Der Verteidiger zieht den Angreifer mit beiden Armen zu sich nach vorne. Diese Kraft summiert sich häufig schon mit der zentral nach vorne gerichteten natürlichen Bewegung des Angreifers. Dann bedarf es noch eines ausgestreckten Beins und der Angreifer wird nach vorne geschultert. Da dies eine 280-Grad-Drehung und ein Aufkommen aus knapp 1,50 Metern Höhe bedeutet, liegt der Angreifer deckungslos und für kurze Zeit schwer paralysiert auf dem Boden.

Hat es der Verteidiger geschafft, hinter die Deckung des Rivalen zu kommen oder setzt dies die Ausgansposition voraus, kann dieser, statt einem Angriff der deckungslosen Seite, den Rivalen mit der richtigen Drehung und der entsprechenden Kraft an seinen Schultern rückwärts auf den Boden reißen. Aus bis zu 1,5 Metern Höhe kann es zu Schäden an der Wirbelsäule kommen, aber vorzugsweise erleidet der Rivale „nur“ Atemnot und ist erstmal vollkommen handlungsunfähig.

Der Verteidiger tritt stark in die Deckung des Angreifers ein, zieht dessen rechten Arm mit seinem linken zu sich, stößt mit seinem rechten Arm gegen die linke Schulter und versucht ihn über das eigene linke Bein zu werfen. Anders erklärt: Der Verteidiger reißt den Oberkörper des Rivalen herum und versucht ihn über das eigene Bein zu Fall zu bringen. Infolgedessen kann der Verteidiger sich kontrolliert mit dem Fallenden nach unten reißen lassen. Auf dem Angreifer sitzend kann dieser nun fixiert oder anders unschädlich gemacht werden.
 

Muay Thai

Muay Thai, oder auch Thaiboxen genannt, ist eine Kampfkunst und der Nationalsport Thailands. Dieser komplexe Kampfsport bezieht sich nicht nur auf Ellbogen, Fäuste und Beine, sondern auch auf Waffen wie Degen, Schwerter, Stöcke, Lanzen und Schilder. Dennoch sind die stilistischen Merkmale des Muay Thai der Einsatz der Ellenbogen, Knietechniken und dem Clinchen. (Clinchen = das Umklammern des Gegners)

In der ersten Technik erkennt man den auf Kicks liegenden Fokus. Während der Rivale einen Roundhouse-Kick ausüben möchte, tritt der Verteidiger in den Zirkel dessen und wehrt ihn mit einem frontalen Kick gegen den Oberschenkel ab. Hierbei ist entscheidend, wo der Verteidiger hintritt. Würde er zu nah an der Leiste abwehren wollen, könnte er die Energie nicht kontrollieren. Sein Bein würde abrutschen und der Roundhouse-Kick träfe ihn hart am offenen Torso. Ist der frontale Kick zu sehr außen, wenn nicht sogar nur am Fuß, so ist die Wahrscheinlichkeit zu treffen geringer und die bereits entwickelte Rotationskraft könnte zu stark sein.

Nun wehrt der Verteidiger einen möglichen Messerstich ab. Man beachte die akkurate Fußformation beider. Der Angreifer steht mit dem rechten Fuß hinten, genauso wie es mit einem Angriff des rechten Armes üblich ist. Der Verteidiger erkennt seine Chance, duckt sich und setzt gleichzeitig einen riesigen Schritt nach vorne. Er blockt den Angriff, indem er der Kraft genau an der richtigen Stelle mit seinem linken Arm entgegnet und holt mit dem anderen Arm zum Schlag aus. Dank des großen Schrittes ist der Winkel, und somit der Weg zum Ausholen, so enorm groß, dass dieser Schlag großen Schaden anrichten kann.

Wenn der Angreifer ausgekontert wurde, können nun unterschiedliche Combo-Attacken folgen. In dieser gehen wir von einem blitzschnellen Konter aus. Der Angreifer steht noch auf seinem vorderen Standbein. Der Verteidiger nutzt dies, umfasst den Kopf, wahlweise blockiert er auch die Arme, zieht den Angreifer nach vorne, drückt ihn nach unten und stößt ihm das Knie ins Gesicht. Wichtig dafür ist die richtige Positionierung der Beine. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung bei jedem Kampfsport. Nur weil das richtige Bein hinten stand, konnte es der Verteidiger im richtigen Moment nach vorne ziehen. Hätte er falsch gestanden und das andere Bein dafür nutzen müssen, hätte der Stoß weniger Kraft gehabt, länger gedauert und nicht die gewünschte Stelle des Gesichts getroffen.
 

Fotos: © 2017 Twentieth Century Fox; Ajouré Redaktion

 

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