Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln – Filmkritik & Trailer

        Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln Filmkritik    

Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln

Gerade erst kam Alice (Mia Wasikowska), nach vielen Jahren als Kapitän auf See, von ihrer Chinareise nach London zurück, da muss sie erfahren, dass es ihrem alten Freund dem Hutmacher (Johnny Depp) so gar nicht gut geht. Um ihm zu helfen versucht Alice in der Zeit zurück zu reisen, doch ER, die Zeit (Sacha Baron Cohen) lässt sich das nicht so einfach gefallen und jagt ihr nach. Außerdem taucht auch noch die rote Königin (Helena Bonham Carter) wieder aus der Verbannung auf und will selbst die Zeitreisemöglichkeit, um alles zu ihren Gunsten zu verändern.

Doch die Sache mit der Zeit ist weit komplizierter und unberechenbarer als gedacht. Und so stürzen Alice und ihre Freunde in ein weiteres großes Abenteuer.

 

 

Wunderbar wunderlich

Erneut schickt Tim Burton, dieses Mal jedoch nur als Produzent, die Zuschauer auf ein weitere Reise mit Alice ins sagenhafte Wunderland. Und auch wenn nicht immer alles ganz rund daher kommt, eine gelungene bunte Abwechslung, zwischen all den anderen Kinofilmen, ist der Film allemal.

Nachdem Tim Burtons Alice im Wunderland von 2010 ein enormer weltweiter Kassenerfolg war, musste bei Disney natürlich eine Fortsetzung her. Dass Burton selbst nicht mehr Regie führte, sondern James Bobin, dem Regisseur zweier Muppetsfilme, das Feld überlies, macht sich im Film direkt bemerkbar.

Dieser gestaltete den Film nämlich weit mehr kindertauglich als Burton den Vorgänger, dennoch setzt er sich ein wenig in die (oft) unglückliche Mitte zwischen für Erwachsene und für Kinder. Auf der anderen Seite ist es damit ein Film für alle. Wobei für alle mit der Einschränkung, wenn man diesen schrägen, quietschbunten Stil mag, der daher kommt. Denn wenn der Film eines nicht ist, dann normal. Wie schon der Vorgänger, oder auch Charlie und die Schokoladenfabrik, sind Filme, in denen Burton und Johnny Depp ihre Finger im Spiel haben, immer etwas abgedrehter, mal quietschbunt und durchgeknallt schrill, mal düster und schräg, oft auch alles zusammen.

Merklich weniger düster, weniger brutal, nicht mehr ganz so psychedelisch wie noch in Teil eins, geht es nun im Nachfolger „Hinter den Spiegeln“ zu. So wirkt die Handlung oftmals abgeklärter und dabei doch lieblicher, die Filmfiguren, gut wie böse, kommen nicht mehr so grimmig daher und auch die Dialoge sind oftmals eher witzig und wortverspielt.

Die Optik ist meist warm und herzlich, nur in wenigen Ausnahmen bedrohlich, aber selbst da nie so hart wie in Teil eins. Die Effekte (und das sind ja gefühlt 90 Prozent des Films) wirken liebevoll und stimmig gemacht.

Die Darsteller, welche neben Neuverpflichtung Sacha Baron Cohen, wieder in alter Besetzung versammelt sind, lassen erneut das bonbonbunte Märchen zum Leben erwachen und machen, ganz vorne weg Neuling Sacha Barn Cohen, einen richtig guten Job.

Die Geschichte ist in sich stimmig, auch wenn nicht immer alles zu 100% logisch ist (aber das sollte in diesem Film wirklich niemanden verwundern), einzig einige Längen in verschiedenen Szenen drücken ein bisschen auf den positiven Gesamteindruck. So hätte man an ein paar Stellen ruhig etwas eher auf den Punkt kommen und dafür lieber noch ein paar weitere kleine Lacher einbauen können.

 

Für die ganze verrückte Familie

„Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln“ ist ein freundlicher, sehr abgedrehter Film für die ganze Familie, sofern sie denn auf den verrückten Humor des Märchens steht. Wer generell Burton und Depp in bunt und happy mag, wird hier bestens bedient.

 

Alice im Wunderland 2: Hinter den Spiegeln Kinoposter
Kinostart: 26. Mai 2016
 

Fotos: Walt Disney Germany

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