DuckDuckGo

Für immer mehr Nutzerinnen und Nutzer des Internets wird Privacy ein wichtiger Faktor. Bekanntermaßen sammelt Marktführer Google etliche Daten seiner User und das wollen viele inzwischen vermeiden, nicht nur die absoluten Nerds. Wohl vor allem aus diesem, aber auch aus anderen Gründen wird die Alternative namens DuckDuckGo immer populärer.

Diese Suchmaschine unterscheidet vor allem eines von der Konkurrenz: Sie sammelt keine persönlichen Informationen. So hat sich innerhalb der letzten 12 Monate die Anzahl der Suchabfragen über DuckDuckGo auf über 50 Millionen pro Tag verdoppelt. Da ist es für immer mehr Nutzer auch interessant, welche Tipps und Tricks es rund um DuckDuckGo denn so zu wissen gibt.

Theme auswählen und Augen schonen

Theme

Einige weitere generelle Unterschiede zu herkömmlichen Suchmaschinen sollte man aber ohnehin schon vorab wissen, wenn man sich für die Nutzung von DuckDuckGo entscheidet. Sie zeigt zum Beispiel nicht die am häufigsten gesuchten Ergebnisse für eine Suche an, sondern die aus ihrer Sicht besten.

Die verwendeten Quellen umfassen dabei u. a. Wikipedia, aber auch die Ergebnisse anderer Suchmaschinen und Verzeichnisse, die ihrerseits andere Schwerpunkte legen, wie Bing oder Yahoo.

Nun aber zu den tollen Tricks und Besonderheiten, die DuckDuckgo für seine Besucher auf Lager hat.

Zunächst einmal wäre da die Auswahl eines Themes. Das bietet Google bis heute nicht an, dabei bevorzugen doch viele Nutzer gerade das „dark theme“ bzw. auch die Nachtansicht genannte Darstellung mit dunklem Hintergrund.

Neben diesem gibt es noch vier weitere vom Standard abweichende Themes. Das macht das Suchen mit DuckDuckGo schlicht schon einmal für die Augen angenehmer, wie überhaupt sehr viele Menschen die Individualisierung von Anwendungen gerade zu lieben.
Auch die Schriftgröße, Farbe und viele weitere Aspekte der Darstellung lassen sich in den Einstellungen von DuckDuckGo individuell einstellen, womit die Suchmaschine genau dieser Vorliebe sehr entgegenkommt.

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Noch dazu ist die Auswahl dieser Optionen kinderleicht. Ebenso kann man die gewünschte Sprache auswählen oder Suchergebnisse nur auf bestimmte Regionen eingrenzen. Sogar die gewünschten voreingestellten Maßeinheiten bietet DuckDuckGo dem User zur Auswahl an.

Bangs – eine Besonderheit von DuckDuckGo

bangs

Kommen wir nun zu den speziellen Tricks beim eigentlichen Zweck von DuckDuckGo, nämlich die bei der Suchabfrage.

Da wären an erster Stelle die sogenannten „Bangs“ zu nennen. Diese ermöglichen die Suche auf ganz bestimmten, schon von DuckDuckGo vorgegebenen Webseiten.

Über 13.000 verschiedene stehen hier zur Auswahl und die Syntax, also die Form des entsprechenden Befehls, ist auch ganz einfach. Schlicht ein Ausrufezeichen vor dem Kürzel der gewünschten Webseite und schon erhält man nur Ergebnisse von dieser.

Zum Beispiel sähe das für eine Suche auf YouTube so aus: !yt – bei Wikipedia wäre es dementsprechend !w. Weitere Beispiele sind !a für Amazon, !imdb für die International Movie Database oder !clipart für die beliebten Cliparts von Microsoft.

Sollte unter den bislang 13.000 vorhandenen Bangs das gewünschte nicht vorhanden sein, kann man auch eigene Vorschläge einreichen, die oft auch Berücksichtigung finden. Mehr über die Bangs erfährst du, indem du einfach !bangs in das Suchfeld eingibst.

Sofort-Antworten wann immer möglich

meine IP

Eine weitere sehr nutzerfreundliche Eigenschaft von DuckDuckGo ist es, dass man stets versucht, alle häufigen Fragen sofort zu beantworten. Ob nun die Frage nach der Hauptstadt von Frankreich, der Einwohnerzahl von Belgien, dem Wetter in Zürich oder gar der html-Code für bestimmte Zeichen.

Nicht ganz so angenehm dabei ist allerdings, dass DuckDuckGo derartige Suchanfragen in der Regel nur auf Englisch so versteht, um diese sofort zu beantworten.

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Dafür existiert aber auch eine (einfache) Rechenfunktion, die man in der Suchmaske ohne weitere Befehle nutzen kann. Gibt man also schlicht 2*3+10 ein, erhält man als Antwort 16, ohne dass man einen Taschenrechner oder Ähnliches aufrufen müsste.

Besonders ausgefallen, aber oft hilfreich sind Fragen danach, wie die eigene IP lautet, was man mit der Eingabe „my ip“ erfahren kann.

Ebenso kannst du dir anzeigen lassen, welche URL sich hinter einem Kurzlink (z.B. bit.ly) verbirgt, ohne dass du die Adresse selbst aufrufen musst. Sehr praktisch, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Viele spezielle Tricks nur bei DuckDuckGo

Passwort

Doch das ist immer noch nicht alles. Die Entwickler von DuckDuckGo haben sich wirklich einige Spezialitäten einfallen lassen, die beim Suchen und Arbeiten im Netz sehr hilfreich sein können.

So kann man mit der Eingabe „password 12“ sich ein achtstelliges Passwort erzeugen lassen, ohne jegliche weitere Mühe. Der Zusatz „strong“ hinter der erstgenannten Eingabe erzeugt dann ein besonders starkes Passwort mit vielen Ziffern und Sonderzeichen.

Mit „ascii table“ lässt sich die gesamte ASCII-Tabelle anzeigen, was ebenso praktisch ist wie das direkte Aufrufen der html-Zeichentabelle mittels des Befehls „html chars“.

Neben dem bereits erwähnten Taschenrechner hat man auch einen integrierten Kalender an Bord. Wer wissen will, welcher Wochentag ein bestimmtes Datum war, gibt dieses einfach in englischer Form ein.

Neben der Umrechnung von bestimmten Maßeinheiten wie Fuß in Zentimeter oder Fahrenheit in Celsius kann man sich auch Währungen nach dem aktuellen Kurs umrechnen lassen.

Dazu kommt sogar eine Übersetzungsfunktion von Text in Morsecode oder die einfach vorzunehmende Berechnung der Entfernung zwischen zwei Orten, indem man diese schlicht nach dem Befehl „distance“ nennt. Schon erhält man den entsprechenden Wert für die Entfernung per Luftlinie zwischen zwei Orten. „distance paris london“ bewirkt so die Ausgabe 342,87 km.

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Die Klassiker der Tricks bei einer Sucheingabe finden natürlich auch bei DuckDuckgo Anwendung. Fügt man einen Begriff hinter einem Minuszeichen zu seiner Suchanfrage hinzu, so wird man weniger Ergebnisse angezeigt bekommen, die diesen Begriff enthalten.

Und die Eingabe von Begriffen eingeschlossen in Anführungszeichen sucht dann nach Webseiten, die dieses genaue Zitat enthalten – genauso, wie man es auch von den anderen Suchmaschinen kennt.

Ein Ründchen spielen gefällig?

Spielen

Zu guter Letzt kann man sich auch auf dieser Suchmaschine ein wenig die Zeit vertreiben. Denn ein kleines Browserspiel ist auch eingebaut. Bei der Suche nach „play 2048“ erscheint ein Quadrat mit einer Ziffer.

Mit einfachem Mausklick kann man ein neues Spiel starten. Dessen Prinzip dürfte selbsterklärend sein und sorgt für einiges an Unterhaltung. So kann man im Fall der Fälle auch wenig an Zeit überbrücken, falls man alle relevanten Suchen erfolgreich getätigt hat, was bei der alternativen Suchmaschine DuckDuckGo ziemlich wahrscheinlich auf bequemem Weg geschehen sein sollte.

 

Bilder: duckduckgo.com Screenshots