Windows 11: Erste Einblicke offenbaren Tops & Flops des neuen Betriebssystems

Als Microsoft Windows 10 ankündigte und final veröffentlichte, hieß es noch, es sei die letzte Windows-Version. Man wolle Windows fortan als „Software as Service“, kurz SaaS anbieten. Somit hätte Windows 10 auf unbegrenzte Zeit Updates erhalten. Windows 10 als Software as Service ist jedoch spätestens mit der durchaus überraschenden Ankündigung von Windows 11 Ende Juni 2021 praktisch Geschichte. Zumal Windows 11 sogar noch, den Plänen nach, bis Ende 2021 erscheinen soll. Und somit Windows 10 bereits auf absehbarer Zeit ablösen soll. Laut Microsofts Plänen endet der offizielle Support von Windows 10 im Oktober 2025. Grund genug also, der bereits erhältlichen Vorabversion von Windows 11 mal genauer auf den Zahn zu fühlen.

Tops von Windows 11: Diese Features kommen bei den Nutzern gut an

Sowohl professionelle Tester als auch Gelegenheitsanwender haben die Vorabversion von Windows 11 bereits ausgiebig getestet. Dabei kommen eine ganze Reihe an Neuerungen durchaus gut an. Andere wiederum jedoch nicht. Zunächst möchten wir uns hier mit den überwiegend positiv bewerteten Aspekten des neuen Betriebssystems von Microsoft beschäftigen.

1. Der neue Desktop

Geschmack ist zwar Ansichtssache. Fakt ist jedoch, dass der neue und deutlich schlankere Desktop von Windows 11 von vielen Testern und Nutzern insgesamt gut wahrgenommen wird. Viele Änderungen fallen dabei erst auf den zweiten Blick auf, dafür jedoch umso positiver. Alles in allem verpasst Microsoft seinem Betriebssystem mit dem Versionssprung auf Version 11 einen dezent überarbeiteten Look. Dies betrifft sowohl die Symbole als auch das Startmenü. Dieses und viele andere wichtige Bedienelemente wandern außerdem in die Mitte des Bildschirms. So befindet sich der berühmte „Start“-Button nicht mehr klassisch in linken unteren Ecke, sondern standardmäßig in der Mitte. Zugleich gibt Microsoft den traditionsbewussten Nutzern aber auch weiterhin die Möglichkeit, den Startbutton weiterhin linksbündig anzeigen zu lassen. Beim Öffnen des Startmenüs selbst fällt gleich das Fehlen von Kacheln auf. Stattdessen finden sich hier klassische Programm-Symbole, zuletzt benutzte Dateien und andere Dinge.

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2. Merklich schneller als der Vorgänger

Ein weiterer Aspekt, der vielen Nutzern und Testern gleich aufgefallen ist, ist die Performance von Windows 11 im Vergleich zum Vorgänger. So reagiert Windows 11 mit der gleichen Hardwareausstattung bereits bei der einfachen Bedienung und den einfachsten Anwendungen oft schon deutlich schneller als Windows 10. Ein netter Bonus, ohne Einzahlung und der Investition in neue Hardware. So bemerken viele Nutzer beispielsweise schon beim Surfen im Internet einen Geschwindigkeitsvorteil. Dies zeigt sich etwa in der Vulkan Vegas Erfahrung beim Spielen von Slot- und Online Spielen oder auch beim Anschauen von Videos auf YouTube.

Noch deutlicher sollen sich die Performance-Zuwächse bei anspruchsvollen Programmen bemerkbar machen, etwa bei Spielen oder bei der Bildbearbeitung. Dieses subjektive Empfinden belegen letztlich auch diverse Benchmark-Tests in Zahlen. Dabei sind sowohl das System als auch die vorhandenen Hardwaretreiber noch gar nicht optimiert. Daher sind hier mit etwas Optimismus sogar noch weitere Verbesserungen zu erwarten. Übrigens hat Microsoft auch neue Funktionen integriert, welche dafür sorgen sollen, dass Windows 11 auch nach langer Nutzung noch flott funktioniert und reagiert. So überwacht Windows 11 etwa den Autostart, Hintergrundprozesse und andere wichtige Aspekte, welche die Systemperformance negativ beeinflussen können.

3. Besseres Fenster-Management

Wer häufig mit vielen Programmen und somit Fenstern arbeitet, dürfte an Windows 11 ebenfalls seine Freude haben. Microsoft hat beim Fenster-Management nämlich ordentlich nachgebessert und einige neue Funktionen in Windows 11 integriert. Windows-Nutzer können beispielsweise künftig Fenster auch in eine der vier Bildschirmecken ziehen. Die Fenster skalieren sich daraufhin auf 25 Prozent des Bildschirms. Wer mag, kann auch Vorschläge zum Fenster-Management von Windows 11 übernehmen. Wer etwa zahlreiche Fenster und Programme geöffnet hat, kann diese also auch von der neuen Version des Betriebssystems automatisch nach einem bestimmten Muster anordnen lassen. Ein lästiges Hin- und Herziehen der Fenster fällt somit oft weg.

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4. Überarbeitete Kontextmenüs

Wer häufig mit der rechten Maustaste und somit mit dem Kontextmenü von Windows arbeitet, dürfte ebenfalls einige Verbesserungen erkennen. So hat Microsoft die Schaltflächen und Menüoptionen der Kontextmenüs beim Rechtsklick auf den Desktop fast komplett überarbeitet. Diese sind nun deutlich größer, womit die Fehlklickrate wohl deutlich sinken dürfte. Darüber hinaus gibt es bei den Kontextmenüs für Dateien einzelne Symbole zum Kopieren/Ausschneiden und Einfügen sowie zum Umbenennen, Freigeben und Löschen der jeweiligen Datei. Generell wirken nahezu alle verfügbaren Kontextmenüs deutlich aufgeräumter und sind somit anwenderfreundlicher.

5. Kostenloses Update für Windows 7-, 8.x- und 10-Nutzer

Bereits der Umstieg auf Windows 10 war für viele Windows-Anwender kostenlos möglich. Dies ist glücklicherweise auch für Windows 11 der Fall. Wer also bereits Windows 10 besitzt, kann über ein einfaches Systemupdate im Regelfall kostenlos auf Windows 11 umsteigen. Wer dagegen noch Windows 7 oder eine Windows 8.x-Version nutzt, benötigt eine Neuinstallation. Dafür lässt sich Windows 11 voraussichtlich aber auch mit den Lizenzschlüsseln der alten Systeme aktivieren.

Flops von Windows 11: Diese Punkte kommen weniger gut an

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das ist bei Windows 11 nicht anders und ein neues Windows ist noch nie ohne Kritik davongekommen. Windows 11 bildet hier keine Ausnahme. Dabei gibt es durchaus einige eklatante Kritikpunkte, welche vor allem Nutzer älterer Hardware sauer aufstoßen dürften.

1. Hohe Hardwareanforderungen

Wer Windows 11 auf seinem System installieren möchte, benötigt vergleichsweise moderne Hardware. Die erhöhten Anforderungen betreffen dabei vor allem den Prozessor des Systems. So benötigt Windows 11 zwar nicht unbedingt schnellere Prozessoren. Diese sollten aber über einige sehr spezielle Funktionen verfügen, welche erst modernere Prozessoren besitzen. Darunter ist die sogenannte Trusted Plattform Module (TPM) in der Version 2.0, welche oft nur CPUs der neueren Generationen integriert haben.

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Für eine kurze Zeit hatte Microsoft ein Tool angeboten, mit dem Nutzer die Kompatibilität des eigenen Systems überprüfen konnten. Dieses hat Microsoft jedoch bereits wieder zurückgenommen, da man sich hinsichtlich der „endgültigen Hardware-Anforderungen von Windows 11“ noch nicht sicher sei. Es bleibt also doch noch zu hoffen, dass Windows 11 auch auf älterer Hardware zum Einsatz kommen kann. Schließlich steht hier auch die Frage der Nachhaltigkeit im Raum.

2. Online Konto erforderlich

Aktuell benötigen Windows 11-Nutzer zwingend ein Online Konto. Dieses möchte Windows 11 bereits bei der Installation anlegen. Ohne das Anlegen des Kontos erfolgt auch keine Installation. Ein „Offline“ Konto oder ein „lokales Konto“ wie in früheren Versionen ist demnach scheinbar nicht vorgesehen. Allerdings kann sich auch in diesem Punkt bis zur finalen Veröffentlichung von Windows 11 noch etwas tun.

 

Foto: Microsoft