Tansania-Rundreise - Zwischen Himmel und Meer: Abenteuerurlaub am Kilimandscharo

Majestätisch erhebt er sich knapp 6000 Meter über die Steppe – wer nach Tansania reist, wird kaum wieder zurück nach Hause wollen, ohne dem Inbegriff der Schönheit Ostafrikas, dem Kilimandscharo, einen Besuch abgestattet zu haben. Bergsteigern reicht das oft nicht aus: Viele träumen von einer Besteigung des Bergs. Doch für eine Tansania-Reise gibt es auch andere gute Gründe, denn am Fuße des Bergs locken viele Sehenswürdigkeiten. Hier erfährst du, was du rund um den Kilimandscharo entdecken kannst.

Afrika besitzt für viele Abenteurer großes Suchtpotenzial. Wer davon träumt, einmal in seinem Leben die „Big Five“ in natura zu sehen, geht gern in Kenia und Tansania auf Safari. Eine Safari ist aber nicht alles, was die beiden Länder so attraktiv macht. Der riesige Kontinent bietet unzählige Eindrücke in eine – aus Sicht von Europäern – fremde Welt. Wer zum ersten Mal eine Afrika-Reise plant, liebäugelt oft mit einer Tansania Rundreise. Kein Wunder: Das ostafrikanische Land ist für seine grandiose Natur bekannt, die Touristen insbesondere im Serengeti-Nationalpark bewundern. Außerdem ragt in Tansania Afrikas höchster Berg, der Kilimandscharo mit seiner markanten Form und dem ewigen Schnee auf der Bergkuppe, in den Himmel. „Das Dach Afrikas“ wird der Berg auch genannt, und um ihn ranken sich zahlreiche Mythen und Sagen.

Nicht alle wollen unbedingt hinauf

Der Kilimandscharo ist der höchste Berg Afrikas und besteht im Grunde aus drei schon langen erloschenen Vulkanen. Der höchste davon, der Uhuru Peak, bildet den höchsten Gipfel des afrikanischen Kontinents. Eingebettet im gleichnamigen, 755 Quadratkilometer großen Nationalpark, zieht der Kilimandscharo jedes Jahr zahlreiche Reisende an – und ist auch von Kenia aus gut zu erreichen: Rund 200 Kilometer trennen den Berg von Kenias Hauptstadt Nairobi.

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Nicht alle Abenteurer trauen sich eine Besteigung des Kilimandscharo zu – vielen reicht es, vor der Kulisse des Bergs auf Wanderungen oder Trekking-Reisen die Landschaft in ihrer vollen Schönheit per Tagestouren zu genießen. Wenn es das Wetter zulässt, ist das Bergmassiv mehr als 160 Kilometer weit zu sehen. Der Nationalpark gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Tierwelt ist ebenso faszinierend vielfältig wie die Pflanzenwelt. In ihm leben viele Tierarten und rund 2500 Pflanzenarten.

Landschaft und Kultur

Die örtlichen Reiseveranstalter bieten rund um den Kilimandscharo unterschiedliche Tagestouren an, auf denen Abenteurer Natur und Kultur Tansanias kennenlernen können. Landschaftlich besticht die Region durch sattgrün Berghänge und tiefe Flusstäler. Auch der Besuch einer Zuckerrohr-, Kaffee- oder Teeplantage lohnt sich. Wer immer schon in einem Kratersee baden wollte, kann dies nahe der Stadt Moshi im Lake Chala tun. Über allem thront dabei der mächtige Kilimandscharo.

Die Kultur des Landes lässt sich bei einem Aufenthalt in einem Massai-Dorf entdecken: Olpopongi heißt zum Beispiel einer der Orte, der tiefe Einblicke in die Geschichte und Kultur des Stammes bietet. Das stolze Volk lebte früher nomadisch; heute ist es überwiegend sesshaft und lebt in Krals. Derzeit leben 140000 Massai in Tansania. Obwohl sie schon lange in der Moderne angekommen sind – auch Massai besitzen Handys – haben sie einen Großteil ihrer Tradition bewahren können.

In Wachagga wiederum spüren Urlauber dem Volk der Chagga nach, besuchen den Markt und beobachten die Einwohner bei der Herstellung von Werkzeugen. Auch das Dorf Matuni hat es in sich, denn es ist nicht nur bekannt für seinen Kaffee, sondern auch für die gleichnamigen Wasserfälle.

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Beeindruckende Tierwelt

Tierwelt am Kilimandscharo in Tansania

Wer sich für das reiche Tierleben interessiert, kann Fledermaushöhlen besichtigen, mit Affen spazieren gehen, am Ngurdoto-Krater den Colobusaffen zusehen oder versuchen, die unzähligen Flamingos an den Momella Seen zu zählen. Inmitten dieser traumhaften Kulisse streifen Leoparden durchs Gebüsch, und Elefanten baden in Wasserlöchern. Je nach Höhe können Reisende auch Büffel, Meerkatzen, Baumschliefer, Abbotducker und Stummelaffen beobachten.

Auf kurzen und längeren Wanderungen im unteren Teil des Kilimandscharo beeindruckt die Flora und Fauna des afrikanischen Regelwalds. In den höheren Berglagen wechseln die Landschaften je nach Vegetationszone. Ganz oben im Bereich des Gipfels wird es Zeit, sich warm einzupacken, denn dann ist der Wanderer in der alpinen Wüste angekommen. Zwar existiert der Gletscher des Kilimandscharo noch, wird durch den Klimawandel allerdings immer kleiner.

Tropen- bis Arktisklima

Obwohl der Kilimandscharo mit seinen 5895 Metern zu den großen Bergen zählt, müssen Abenteurer nicht unbedingt Bergsteiger-Erfahrung haben. Allerdings ist eine gute Kondition und körperliche Fitness zwingend, denn die tägliche Gehzeit beträgt zwischen vier und sechs Stunden. Wer eine Wanderung bis zum Gipfel des Kilimandscharo plant, sollte bedenken, dass die Tour in den Tropen beginnt und im arktischen Klima endet – Klimaveränderungen, die erhebliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben können.

Gipfelsturm nur mit guter Kondidtion

Zum Kibo, dem Gipfel des Kilimandscharo, gelangen Bergsteiger auf mehreren Wegen: Am beliebtesten ist die Marangu-Route, weil sie am wenigsten steil hinauf und wieder hinunter führt. Außerdem sind die Wegverhältnisse sehr gut. Anders als auf anderen Routen, bei denen in Zelten geschlafen wird, können Trekking-Freunde in Berghütten übernachten.

Anspruchsvoller ist die Machame-Route – unter anderem, weil dieser Weg deutlich steiler ausfällt. Dafür aber wird der Wanderer mit einer üppigeren Fauna belohnt.

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Eine weitere bekannte Route ist die Lemosho-Route. Insgesamt müssen Wanderer mehrere Tage (zirka zwischen sechs und acht) einplanen, wenn sie bis zum Gipfelmassiv gelangen möchten. Daneben gibt es noch mehrere andere, weniger frequentierte Wege. Wer kein Bergsteiger ist, sollte sich auf alle Fälle gut auf den Trip vorbereiten – am besten mit regelmäßigem Ausdauertraining.

 

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