Wenn du dich so ernährst, nimmst du 100 % ab

Du möchtest zwar dein Gewicht reduzieren, aber hast keine Lust, komplett auf deine Lieblingsgerichte zu verzichten? Wir teilen unsere besten Tipps und Tricks mit dir und zeigen dir, wie du spielend leicht ein paar Pfunde verlierst.

Essen nach Tageszeiten und Kategorien: die Ernährungsuhr

Die Ernährungspyramide kennt wohl jeder. Aber hast du schon einmal etwas von der Ernährungsuhr gehört? Sie orientiert sich daran, zu welcher Uhrzeit dein Körper welche Bedürfnisse hat und wann er wie viel Fett verbrennt. Auf diese Weise wird dein Organismus rund um die Uhr mit allem versorgt, was er braucht.

Entwickelt wurde die Ernährungsuhr von Patric Heizmann. Der Fitnesstrainer und Ernährungsberater macht dir keine Vorschriften, was du essen darfst und was nicht, sondern sagt dir, wann du welche Dinge völlig bedenkenlos essen kannst.

Der Körper verarbeitet Lebensmittel je nach Tageszeit unterschiedlich. Daran orientiert sich Heizmann. Er unterteilt sämtliche Lebensmittel in 5 Kategorien und zwar anhand ihrer Farbe. Es gibt eine dunkelgrüne, eine hellgrüne, eine gelbe, eine rote und eine blaue Kategorie.

Zur dunkelgrünen Kategorie zählen sämtliche Obst- und Gemüsesorten, sowie gesunde Öle wie Oliven- oder Sonnenblumenöl.

In die Gruppe der hellgrünen Lebensmittel gehört alles, was viel Eiweiß enthält. Dazu zählen unter anderem Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Fleisch.

In den gelben Bereich fallen gesunde Kohlenhydrate. Beispielhaft dafür gelten Reis und Kartoffeln. Auch Vollkornprodukte gehören dazu.

Süßwaren und Produkte aus Weizenmehl bilden die rote Kategorie.

Zu guter Letzt bleibt noch die blaue, die von Trinkwasser repräsentiert wird.

Aber wann solltest du nun was essen?

Morgens läuft dein Stoffwechsel auf Hochtouren. Deshalb darfst du zu dieser Tageszeit ordentlich zulangen. Ob Marmeladentoast, Käsebrot, Jogurt mit Früchten oder Haferbrei – du kannst essen, was dein Herz begehrt und dich an allen Farbkategorien bedienen, denn dein Körper kann all die Kalorien am Morgen noch sehr gut verbrennen.

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Mittags solltest du die Kohlenhydrate dann allerdings etwas herunterschrauben. Sowohl von der roten als auch der gelben Kategorie solltest du dich ein bisschen weniger bedienen. Dafür kannst du dich in der hell- und dunkelgrünen Kategorie austoben.

Am Abend kommt dein Körper in den Ruhemodus und der Stoffwechsel funktioniert nur noch sehr langsam. Dafür kann er dann Proteine besonders gut aufnehmen. Auch abends kannst du also ruhigen Gewissens in der hell- und dunkelgrünen Kategorie zugreifen.

Die Vielfalt des Intervallfastens

Eine weitere Variante, wie du nicht auf deine Lieblingsgerichte verzichten musst und trotzdem abnehmen kannst, ist das Intervallfasten. Auch hier musst du einfach nur darauf achten, wann du isst.

Mithilfe des Intervallfastens nimmst du nicht nur ab, sondern kannst viele deiner Körperfunktionen positiv beeinflussen.

Vereinfacht gesagt machst du lange Pausen zwischen deinen Mahlzeiten.

Das Ganze ist darauf zurückzuführen, dass dein Körper Zeit braucht, um all den „Abfall“ – also die zugeführten Stoffe, die er nicht gebrauchen kann – loszuwerden.

Durch ständiges Essen fehlt ihm diese Zeit und all die nutzlosen Stoffe verbleiben in deinem Körper. Deine Zellen sind demzufolge völlig überladen. Du wirst träge und kannst nicht abnehmen.

Der Grund dafür liegt Jahrtausende zurück. Damals war es keine Seltenheit, dass oft nicht genügend Lebensmittel zur Verfügung standen. Irgendwie musste der Körper trotzdem Energie aufbringen. Dafür machte er sich die Reparaturprozesse zu Nutze und schöpfte die nötige Energie daraus.

Gibst du deinem Körper also die Chance, sich von all diesem „Abfall“ zu befreien, nimmst du nicht nur schneller ab, sondern tust gleichzeitig noch etwas Gutes für die Gesundheit deines Nervensystems und deines Blutdrucks.

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Einige werden jetzt sagen: „Ich esse doch schon in der Nacht nichts, da schlafe ich ja. Reicht das nicht?“ Nein, tut es nicht. Das bildet lediglich eine Grundlage, aber um die Zellen ordentlich zu reinigen, bedarf es weitaus mehr Zeit. Hier kommt das Intervallfasten ins Spiel, das Patric Heizmann ebenfalls empfiehlt.

Es gibt zahleiche verschiedene Möglichkeiten des Intervallfastens. Zwei möchten wir dir hier vorstellen.

Beim 5 zu 2 Fasten darfst du 5 Tage in der Woche zu jeder Tageszeit essen, was dein Herz begehrt. Wenn du hierbei auf eine ausgewogene Ernährung achtest, ist das natürlich von Vorteil. An den übrigen 2 Tagen fastest du. Du darfst bis zu 600 kcal am Tag zu dir nehmen und musst also nicht vollständig auf das Essen verzichten. Dadurch, dass du in dieser Zeit so wenig zu dir nimmst, schüttet dein Körper viel weniger Insulin aus, wodurch der Selbstheilungsprozess in deinen Zellen angeregt wird.

Bei dieser Variante treten allerdings nicht gerade selten Heißhungerattacken ein – es heißt also stark bleiben!

Eine Alternative bietet das intermittierende Fasten, das auch als 16/8 Fasten bekannt ist.
Diese Variante ist die wohl beliebteste, denn du darfst 8 Stunden lang täglich essen, was du möchtest. So haben Heißhungerattacken keine Chance und du musst nicht 2 Tage lang auf deine liebsten Gerichte und Snacks verzichten.
Während der restlichen 16 Stunden fastest du. Etwa die Hälfte davon verschläfst du sowieso, sodass du sie gar nicht bemerkst.

Du kannst z.B. 10 Uhr morgens mit deinem Frühstück beginnen und den Kalorienimport mit einem Abendbrot, mit dem du um 18 Uhr fertig bist, beenden. Die letzte Mahlzeit sollte dich ordentlich satt machen, damit du in den 16 Stunden des Fastens nicht allzu viel Hunger bekommst. Nichtsdestotrotz solltest du dabei möglichst wenige Kohlenhydrate, dafür aber viele Proteine, gesunde Fette und Gemüse auf dem Teller haben. Du musst nicht direkt mit 16 Stunden beginnen. Zum Einstieg kannst du erst einmal 12 Stunden fasten. Woche für Woche fügst du eine Stunde hinzu, bis du die 16 Stunden erreicht hast.

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