So überwindest du deine Selbstzweifel

Deine Selbstzweifel halten dich im Leben zurück? Dann ist es klug, das Problem direkt an der Wurzel anzupacken und zu bekämpfen. Das ist nicht immer einfach und wir maßen es uns nicht an, dir diesen Artikel hier als professionellen Rat zu verkaufen. Wir möchten dir aber dennoch einige Ratschläge mit an die Hand geben, die uns geholfen haben und dich eventuell dabei unterstützen, die ein oder andere Unsicherheit zu bekämpfen.

Was sind Selbstzweifel und wie entstehen sie?

Wir leben in einer Gesellschaft, die extrem auf Leistung und Erfolg fokussiert ist. Diese Einstellung wird uns schon von Kindheit an vermittelt: In der Schule zählt nur Leistung, im Freundeskreis zählen Fähigkeiten und Erfolge, die Eltern wollen ebenfalls, dass man etwas aus sich macht und die Social Media vermittelt stets das Bild von Mr. Universum – Weltmeister im Schach und Boxen. Die Angst nicht genug zu sein, ist vor allem unter jungen Leuten so groß wie nie zuvor.

Dieser ständige Druck führt dazu, dass man Versagensängste entwickelt. Und da Angst niemals ein guter Berater ist, hat sie zur Folge, dass Risiken gerne vermieden werden. Man zweifelt nicht an der Sache, sondern an der eigenen Kompetenz, sie angemessen um- und einsetzen zu können. Daraus entsteht ein nervöser Perfektionismus, der Menschen Fehler machen lässt – diese Fehler bestätigen dann den Glauben an die eigene Unfähigkeit nur noch mehr und ein Teufelskreis aus Selbstzweifeln, Vermeiden und Scheitern entsteht. Doch es führen Wege hinaus aus diesem Kreislauf.

Deine Selbstzweifel geben dir kein klares Bild über dich selbst und dein Leben. Wir möchten dir im Folgenden den ein oder anderen Tipp geben, wie Selbstzweifel überwinden kannst und ein Gefühl dafür entwickelst, was du ändern kannst, damit etwas mehr Selbstbewusstsein in deinem Kopf entwickelt wird.

Hör auf dich zu ärgern

Selbstzweifel Ärgern

Wir wollen dir gar nicht verbieten, dich über Dinge zu ärgern. Das ist ganz natürlich und streckenweise auch nachvollziehbar. Aber irgendwann musst du den Nörgler in dir abstellen und dich wieder an dein Projekt setzen. Es ist egal, wessen Schuld es ist. Solange du die nötige Disziplin an den Tag legst, um die Dinge ins Lot zu rücken, wirst du negative Erfahrungen seltener erleben.

Deshalb unser Tipp: Wenn dir etwas „schlechtes“ passiert, z.B. lässt dich ein Kollege auf der Arbeit hängen, weil er langes Wochenende machen will, stell dir einen 5 Minuten Timer. Während dieser 5 Minuten darfst du dich so stark aufregen, wie du willst. Das Wörterbuch ist dein Limit. Aber sobald der Timer abgelaufen ist, wird sich hingesetzt und am Problem gearbeitet. Auf diese Art und Weise lassen sich Hürden überwinden, von denen du früher nur träumen konntest.

Vielleicht glaubst du erst nicht daran, dass du dein Projekt alleine überhaupt abschließen kannst und die ersten Selbstzweifel beginnen sich in deinem Kopf zu manifestieren. Teile dir die Arbeit in kleine Teilabschnitte ein und arbeite sie nacheinander ab. Du wirst schnell erkennen, dass du mit der richtigen Einstellung viele Aufgaben überwinden kannst. Mit Arbeitsmethoden wie der Pomodoro Variante musst du auch nicht die komplette Zeit durcharbeiten, sondern hast zwischendurch auch ein paar Pausen.



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Selbstvertrauen aufbauen

Der Gegenspieler von eigenen Selbstzweifeln ist das Selbstvertrauen. Wer lernt, sich selbst zu vertrauen, der hat dem Zweifel in sich etwas entgegenzusetzen. Für Selbstvertrauen ist es wichtig, gut reflektieren zu können. Es sollte eine realistische und wohlwollende Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und positiven Eigenschaften entstehen, um diese zu stärken.

Aus dem Bewusstsein und dem Gefühl, dass man selbst viele gute Fähigkeiten beherrscht und Eigenschaften besitzt, wächst das Selbstwertgefühl. Und aus einem guten Selbstbewusstsein entsteht Selbstliebe, die mit Vertrauen zusammenhängt. Wer sich selbst liebt für all die positiven Seiten, die entdeckt und bewusst gemacht wurden, der kann sich auch selbst vertrauen und Selbstzweifel besiegen.

Nimm dir also einmal einige Tage Zeit, um alles zu sammeln, was dir an positiven Dingen über dich einfällt. Du kannst auch Freunde und Familie befragen. Erstelle eine Sammlung aller Charakterzüge, Fähigkeiten, Fachgebiete, Eigenschaften und Erfolge, die zu dir gehören. Du wirst wahrscheinlich staunen, wie lang die Liste wird. Diese Liste solltest du dir immer wieder durchlesen und damit arbeiten. Überlege, was du aus genau deinen Fähigkeiten und Begabungen machen könntest. So entwickelst du Konzepte, die wirklich zu dir passen, anstatt dir an den Vorhaben von anderen Menschen die Zähne auszubeißen und deine Unsicherheit zu manifestieren.

Erfolge sehen und anerkennen

Selbstzweifel Was ist das

Der nächste Schritt ist die Anerkennung deiner Erfolge. Es liegt in der Natur eines selbstzweifelnden Menschen, die eigenen Erfolge stets herunterzuspielen und die Erfolge anderer Menschen auf ein Podest zu erheben und zu stärken. Irgendwie erscheinen die Leistungen der anderen Menschen immer härter verdient und wichtiger als die eigenen. Diese Einstellung im Leben ist Gift für das Selbstbewusstsein. Gewöhne dir an, dich selbst zu loben für alles, was du geleistet und erreicht hast. Jeden Tag lassen sich kleine oder große Erfolge feststellen, wenn du wirklich darüber nachdenkst. Wenn es dir hilft, kannst du auch ein Journal darüber schreiben, damit du dir in Zeiten des Zweifelns nochmal durchlesen kannst, was du bisher in deinem Leben gewinnen konntest.



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Ziele überdenken und visualisieren

Wenn du dir viel zu hohe Ziele steckst, ist es kein Wunder, dass du auch regelmäßig enttäuscht wirst. Unerreichbare Ziele können fast nur zu Misserfolgen führen. Das Resultat ist, dass du diese unrealistischen Hürden nicht überwinden kannst und sich deine Selbstzweifel und Angst unnötig festigen. Überdenke deine Ziele und Ideen daher nochmal gründlich auf Umsetzbarkeit und Realismus. Hab keine Angst auch mal ein Ziel aus deiner Liste zu streichen. Arbeite im Rahmen des Möglichen und gib dir selbst das Gefühl, dass deine Arbeit auch tatsächlich Wert hat und zu deinen Erfolgen beisteuert. Mach dir genauere Pläne. Mit dem Eat that Frog Prinzip kannst du gut feststellen, wie du deine Ziele realistisch erreichen kannst und wo du eventuell Umwege einlegen musst.

Wenn du dennoch große Pläne hast, solltest du Zwischenziele einlegen, die du feiern und wertschätzen kannst. Diese Zwischenziele sollten im besten Fall natürlich dabei helfen, dich deinen großen Zielen einen Schritt näherzubringen.

So hast du Erfolgserlebnisse auf dem Weg, die dich immer wieder neu motivieren und dir Stück für Stück die Zweifel austreiben. Tipp: Male dir diese Zwischenziele in bunten Farben aus, das hilft dir beim Anpeilen. Damit kannst du deine Ziele visualisieren und hast immer einen guten Überblick, auf deinen aktuellen Standpunkt im Leben.

Fehler zulassen und daraus lernen

Selbstzweifel Ziele visualisieren

Scheitern und Fehler machen ist menschlich und gehört zum Leben dazu. Niemand, der etwas Großes erreicht hat, konnte das in einem einzigen Zug und ohne Umdenken zu müssen. Etwas falsch zu machen lehrt dich nämlich auch, (quasi im Ausschlussverfahren), wie es richtig gehen könnte. Hab also keine Angst vor Fehlern, die dir auf deinem Weg passieren könnten und werden. Wie du deine Selbstzweifel besiegen kannst, konnten wir dir hoffentlich in diesem Beitrag etwas näher bringen.

Wenn du mit deinen Fehlern richtig umgehst, müssen sie nicht dazu führen, dass du Selbstzweifel bekommst und demotiviert bist. Im Gegenteil, sie können dir beibringen, mit dir selbst geduldig zu sein, deine Zweifel zu überwinden und dir Zeit und Raum zum Experimentieren geben. Wenn du wegen eines Fehlers einen Umweg nehmen musst, lernst du dabei vielleicht etwas, das dir ansonsten entgangen wäre. Letzten Endes zählt nur, dass du erreichst, was du wirklich willst und nicht, auf welchen Wegen du dorthin gekommen bist oder wie lange es gedauert hat. Denk daran, du bist nur ein Mensch und keine auf Erfolg programmierte Maschine!

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