Leben im Studentenwohnheim

Das neue Semester steht vor der Tür und dank einer fortschreitenden Impfkampagne sind an vielen Universitäten wieder Präsenzveranstaltungen möglich. Doch die berüchtigte Wohnungsnot ist in vielen Studentenstädten leider immer noch äußerst akut. Ein Platz im Studentenheim kann deshalb als gute Alternative zur eigenen Wohnung dienen, ohne das eigene Budget komplett zu verbrauchen. Wir sagen dir, welche Tipps du unbedingt vor dem Einzug wissen musst, sodass das Leben im Studentenwohnheim so richtig starten kann.

Wie kommst du an einen der begehrten Plätze?

Der frühe Vogel fängt den Wurm beziehungsweise einen Platz im Studentenwohnheim. Lass dir deshalb bei der Suche nicht zu lange Zeit. Denn auch das größte Studentenwohnheim hat nur begrenzte Plätze. Je früher du deinen Platz gesichert hast, desto eher kannst du dich ganz unbeschwert auf das Leben im Studentenwohnheim freuen. Denn kurz vor dem Studienstart noch nach einem Platz suchen zu müssen, bedeutet Stress pur. Trotzdem solltest du nicht überstürzt einen Mietvertrag unterschreiben, sondern die unterschiedlichen Wohnheime genau prüfen. Denn diese unterscheiden sich durch ihre Lage, Ausstattung, Kosten etc. zum Teil deutlich.



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Leben im Studentenwohnheim: Das brauchst du

Du ziehst aus deinem gewohnten Umfeld in eine neue Wohnung. Da kann man natürlich nervös werden und sich sorgen, ob man auch an alles gedacht hat. Doch das Einzige, das du wirklich auf KEINEN Fall vergessen darfst, sind Ohrenstöpsel und Bettwäsche. Denn wenn du ausgeschlafen bist, kommst du mit jedem anderen Problem klar. Mit deinen Ohrenstöpseln kannst du wie ein Baby schlafen, egal wie laut die Begrüßungsparty im Nachbarzimmer ist. Wer etwas für seine Reputation machen möchte, nimmt am besten gleich 2 Packungen Ohrstöpsel mit. Schließlich kann man diese Packung an leidgeprüfte Mitstudenten verschenken. Glaub uns, diese werden dir auf ewig dankbar sein und sich bestimmt mit mindestens einem Dankeschönbier revanchieren.

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Neben diesen überlebenswichtigen Utensilien brauchst du auch die folgenden Dinge: Poster, Vorhänge oder Fotos von den Liebsten hübschen jedes noch so triste Zimmer im Studentenwohnheim auf.

Ein Trinkwassersprudler spart dir das lästige Flaschenschleppen und ein eigener Wasserkocher versorgt dich mit Tee und, falls alles Stricke reißen auch mit einer Instantsuppe. Auch eine eigene Kaffeemaschine kann Gold wert sein, wenn du in stressigen Lernphasen den Koffeinschub direkt am Schreibtisch hast. So vermeidest du, dass du dich auf dem Weg zur Küche mit einem Mitbewohner verquatschst.

Außerdem solltest du nach Möglichkeit einen bequemen Schreibtischstuhl mitbringen, da du mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Zeit mit lernen verbringen wirst, als dir lieb ist. Sorge deshalb auf jeden Fall für eine gute Haltung und beuge damit Rückenschmerzen vor. Auch ein Schreibtisch ist ein absolutes Muss, sofern er im Mobiliar des Zimmers noch nicht inbegriffen ist.

Zusätzlich lohnen sich eine Tagesdecke und ein paar kleine Kissen, die dein Bett tagsüber in ein bequemes Sofa für dich und deine Gäste verwandeln. Zusätzlich solltest du eigene Küchenutensilien mitbringen und diese in deinem Zimmer lagern. Es gibt zwar in den meisten Wohnheimen eine Basisausstattung, die allerdings in puncto Sauberkeit häufig erheblich zu wünschen übriglässt. Mit eigenen Tellern und einem Topf etc. bist du auf der sicheren Seite.

Im Trubel nicht alleine sein

Leben im Studentenwohnheim

Bestimmt hast du schon etwas Bammel und fragst dich, wie du am besten Anschluss und neue Freunde finden kannst. Schließlich fühlt man sich in einem Studentenwohnheim gerade zu Beginn schnell alleine und verloren, auch oder gerade weil es hier nur so von Gleichaltrigen wimmelt. Lass deshalb direkt zu Beginn keine Einsamkeit aufkommen und stell dich bei deinen neuen Nachbarn und Mitbewohnern kurz vor. Wenn du etwas nervös bist, ist das überhaupt kein Problem, denn das geht schließlich allen Neulingen so. Eine gute Möglichkeit, das anfängliche Eis zu brechen, besteht darin, einen Kasten Bier oder selbst gebackene Muffins auszugeben. So kommst du automatisch mit deinen neuen Mitbewohnern ins Gespräch.



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Putzplan erstellen

Kaum im neuen Zuhause angekommen, bemerkt man schnell, dass man nun für viele Dinge selbst verantwortlich ist, die sich daheim „von alleine“ erledigt haben. Um Tätigkeiten wie Putzen, Kochen etc. zwischen allen Mitbewohnern fair aufzuteilen, empfiehlt es sich, einen Putzplan zu erstellen. Am besten fragst du direkt in den ersten Tagen nach, ob schon ein entsprechender Plan besteht. Wenn nicht, solltet ihr ihn gemeinsam erstellen. So vermeidet ihr es, dass eure Wohnung zu einem chaotischen Schlachtfeld verkommt.

Schraube deine Erwartungen in Bezug auf Sauberkeit aber trotzdem nicht zu weit nach oben. Die wenigsten Wohnheime zeichnen sich schließlich durch ihre unvergleichliche Sauberkeit aus. Sei deshalb nachsichtig, auch wenn deine Mitbewohner beim Putzen einmal nicht die höchste Motivation an den Tag gelegt haben. Schließlich lohnt es sich nicht, wegen jeder Kleinigkeit einen Streit anzuzetteln. Allerdings solltest du dir auch nicht alles gefallen lassen und Mitbewohner, die allzu schluderig, putzen ansprechen. Kritisiere dabei auf keinen Fall die Person an sich und verrenne dich nicht in plumpen Vorwürfen. Am besten sprichst du die jeweilige Person diesbezüglich besonders freundlich an. Ihr könntet bei dem Gespräch beispielsweise auch ganz gemütlich gemeinsam ein Bier in der Küche trinken. Das nimmt die Schärfe aus der Situation.

Der Alltag beginnt

In einem Studentenwohnheim musst du dir einen komplett neuen Ablauf deines Alltags angewöhnen. Haben dir beispielsweise früher wenige Minuten gereicht, um nach dem Aufstehen das Haus zu verlassen, kann es sein, dass du dich nun umstellen musst. Denn nun kann es gut sein, dass deine Mitbewohner morgens das Bad belegen und du warten musst. Plane deshalb gerade in den ersten beiden Wochen des Semesters morgens genügend Zeit ein. Denn in die ersten Vorlesungen solltest du auf keinen Fall zu spät kommen. Schließlich werden zu Beginn alle organisatorischen Fragen geklärt. Das solltest du auf keinen Fall verpassen. Sei deshalb gerade am Anfang des Semesters besonders diszipliniert. Morgens bummeln kannst du in den folgenden Wochen schließlich noch genug.

Grenzen setzen

Leben im Studentenwohnheim

In einem Studentenwohnheim findest du eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit eine Party mit netten Leuten. Nutze dieses Angebot und genieße dein Leben im Studentenwohnheim in vollen Zügen. Sei dir aber immer darüber bewusst, dass du hauptberuflich Student bist und die Partys deshalb nicht überhandnehmen oder deine Leistung im Studium beeinträchtigen dürfen. Setze dir deshalb Grenzen und lass auch mal eine Party aus. Schließlich benötigt jeder Student auch mal eine Ruhepause. Auf keinen Fall solltest du dich fürchten, als Langeweiler zu gelten, wenn du mal eine Party sausen lässt. Denn schließlich kann kein Mensch immer auf Achse sein und selbst die größten Partyfans werden sich über kurz oder lang eine Auszeit gönnen.

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Deinen Mitbewohnern Freiheiten lassen

Wenn du dich mit deinen Mitbewohnern besonders gut verstehst, möchtest du vielleicht jede freie Minute mit ihnen verbringen. Vielleicht wirst du sogar ein wenig eifersüchtig, wenn sie viele andere Freunde haben. Schüttle diese Gedanken am besten ganz schnell ab. Schließlich wohnt ihr bereits zusammen. Da könnt ihr nicht auch noch jede Minute gemeinsam verbringen. Außerdem profitierst auch du davon, wenn deine Mitbewohner viele Leute kennen und im besten Fall zu einer schönen Wohnheimparty zu euch nach Hause mitbringen.

Ein Punkt, der sich eigentlich von alleine versteht: Hindere deine Mitbewohner nicht daran, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und auf eigenen Beinen zu stehen. Schließlich bist du nicht deren Eltern. Es geht dich also nichts an, ob deine Mitbewohner zu viel feiern und ihr Studium vernachlässigen oder die halbe Uni daten. Schnüffle nicht in der Privatsphäre anderer Menschen, denn du selbst möchtest schließlich auch nicht, dass dein Verhalten immer kommentiert wird. Erzähle auch keine Geschichten herum, wer bei deinen Mitbewohnern übernachtet oder nicht übernachtet hat.

Wir hoffen, dass du mit unseren Tipps gut in dein neues Leben im Studentenwohnheim startest. Auch wenn es viel zu bedenken und viele Schwierigkeiten beim Zusammenleben in einem Wohnheim gibt, solltest du dich am besten einfach auf eine der prägendsten und hoffentlich schönsten Zeiten deines Lebens freuen.

 

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