Hercules

Hercules – Um was geht’s?

Seitdem Hercules (Dwayne Johnson) seine 12 Prüfungen überstanden hat und zur Legende wurde, ist einige Zeit vergangen. In der Zwischenzeit zieht er, als Anführer einer kleinen Söldnertruppe, durch die Lande und verdient sich bei Königen und anderen Herrschern sein Gold zum Leben. Als er von König Cotys (John Hurt) das Angebot erhält, sein Gewicht in Gold aufgewogen zu bekommen, für den Fall, dass er dessen Land vom bösen Rhesus (Tobias Santelmann) befreit, denkt dieser nicht lange nach und sagt zu.

Doch bald muss sich er fragen, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht und ob er für die richtige Sache kämpft. Und auch mit der Tochter des Königs scheint etwas nicht zu stimmen. Doch Hercules wäre nicht Hercules, würde er der Gefahr nicht direkt ins Auge sehen und den Kampf aufnehmen.

Sympathischer Held – halbgare Geschichte

Mit „Hercules“ kommt eine Erzählung auf die Leinwand, die den Versuch unternimmt, die Geschichte nach den großen Prüfungen des Hercules weiterzuspinnen.

Mit Dwayne Johnson erhält dieser dann auch den zur Zeit wohl am besten geeigneten Darsteller. Johnson widmet sich mit viel Charisma und sichtlicher Spielfreude seiner Filmfigur und vermag, zumindest in weiten Teilen, zu überzeugen. Seine Stärken liegen dabei aber definitiv in seinen Actionszenen, die leider viel zu selten im Film Verwendung finden. Der übrige Cast schwankt zwischen solide und ertragbar. So fehlt den Hercules Gegenspielern leider das gewisse Etwas, um wirklich beeindrucken zu können. Seine Mitstreiter hingegen machen ihre Sache weitestgehend ordentlich.

Was mit dem Hauptdarsteller bestens gelingt, funktioniert mit der Geschichte selbst leider nicht. So richtig rund und stimmig will die Handlung um den Söldner Hercules, der für Gold Aufträge erledigt, nicht werden. Dazu ist die Geschichte zu losgelöst und könnte auch als eigenständige Erzählung ohne Hercules-Bezug funktionieren. Dazu kommt der Versuch Hercules‘ Übermenschlichkeit zu hinterfragen, was wiederum eine zusätzliche Thematik aufwirft, die es so nicht benötigt hätte.

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Mit entsprechend anderem Ansatz, wie etwa einem wirklich übermenschlichen Hercules, mächtigen Göttern und Monstern, unter Verwendung des gegebenen Plots, wäre vermutlich ein wesentlich runderer Film entstanden. Alternativ hätte man auch die originale Hercules-Geschichte um seine 12 Prüfungen neu verfilmen und die Idee, seine besonderen Fähigkeiten und Kräfte als raffiniertes Teamwork zu enttarnen, schön inszenieren können. Die Kombination aus beidem sorgt aber dafür, dass der Film weder ein guter eigenständiger Ationstreifen noch ein guter Hercules-Film ist.

Solides Popcorn-Kino

„Hercules“ ist ein Film für Dwayne Johnson Fans und Leute die generell auf ordentlich gemachte Schlacht-, Abenteurer- und Kampfszenen stehen. Kein wirklicher Hit, aber auch keine komplette Enttäuschung. Unterhaltsames Popcorn-Kino mit Luft nach oben.

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Fotos: © Paramount Pictures