Du wirst nicht glauben, was künstliche Intelligenz schon alles kann

Künstliche Intelligenz übernimmt eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben. Sie hilft uns bei der Bewältigung des immer hektischeren Alltags. Heute wollen wir dir zeigen, wozu die KI schon im Stande ist, was das für dich bedeutet und wo die Nachteile und Risiken bei dieser Technologie liegen.

Die gute Seite

Mit künstlicher Intelligenz lassen sich Dinge bewerkstelligen, an die wir vor 25 Jahren nicht im Traum gedacht haben. Das autonome Fahren ist ein gutes Beispiel. Mit einem Knopfdruck kannst du deinen Tesla vorfahren lassen, um nicht vom Regen durchnässt zu werden. Die selbstfahrenden Vehikel werden aber nicht nur für den Privatsektor eingesetzt, sondern auch für Taxifahrten genutzt. Das ist keine Vorstellung mehr, sondern passiert in diesem Moment in Las Vegas.

Sprach-KIs sind in modernen Haushalten omnipräsent. Stichwort: Alexa. Aber auch andere Geräte wie der Google HomePod können sich mit deinem Smart-Home verlinken. Die kleinen Geräte können deinen gesamten Haushalt steuern. Sofern alle angeschlossenen Endgeräte ebenfalls smart sind.

In der Spielentwicklung nimmt eine künstliche Intelligenz in den meisten Fällen die Rolle des Gegenspielers ein. In einer Story brauchst du schließlich auch einen Gegner. In Spielen wie Quake 3 und Dota 2 haben KIs schon längst die Nase vorne. Die Anfänge machte aber „Deep Blue“ von IBM. Diese KI schlug 1996 den damaligen Schachweltmeister in einem Sechs-Partien-Wettkampf. Das Spiel „Go“ stammt aus dem antiken China und noch heute werden neue Spielzüge und Taktiken entdeckt. Der beste Go-Spieler der Welt wurde von der KI „AlphaGo“ regelrecht gedemütigt. Aus fünf Spielen hat die KI nur eines verloren. Google hat die KI weiterentwickelt und AlphaGo 2.0 hat seinen Vorgänger mit 100 zu 0 vernichtet. Ganz wichtig dabei ist, dass diese KIs sich das Spiel selbst beigebracht haben.

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Roboter gibt es auch schon, wenn auch noch nicht den Terminator. Einen Backflip kriegt so ein Gerät aber auch schon hin. Diese Maschinen können wie ein Mensch rennen, Türen aufmachen und Sport betreiben. In Hollywood werden zur Zeit Roboter mit KIs als Stuntman-Ersatz auf den Prüfstand gestellt. Die besonders halsbrecherischen Manöver machen in Zukunft wohl nur noch Roboter und Tom Cruise.

In der Medizin können digital vorliegende Informationen ausgewertet werden, um aussagekräftige Diagnosen zu stellen und somit optimale Therapien vorzuschlagen. Auf Röntgenaufnahmen können KIs bereits die Skelettreife erkennen und bestimmte Bereiche genau benennen. Außerdem können, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, Genanalysen von Millionen von Patienten in wenigen Minuten analysiert und mögliche Behandlungsformen ermittelt werden.

Das Zeitungsblatt von nebenan wird in Zukunft vielleicht mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben. Die programmierten Autoren sind vor allem bei faktischen Berichten im Vorteil. Wetterberichte können von hunderten Quellen aus abgeglichen werden. So wird das faktisch beste Ergebnis erzielt.

Künstliche Intelligenz: Die bescheidene Seite

Künstliche Intelligenz kann keine Gefühle nachvollziehen. Das Fehlen von Emotionen ist vor allem in der autonomen Kriegsführung ein heikler Punkt. Um ein ordentliches KI-Zeitalter starten zu können, muss sich die Menschheit erst einmal mit den ethischen Standpunkten dieser Forschung auseinandersetzen.

Das genaue Gegenteil vom Einsatz in der Medizin wäre der Nutzen beim Militär. Es gibt bereits jetzt eine Erklärung mehrerer hundert KI-Forscher, in der gefordert wird, dass autonome Waffen verboten werden. Die unpersönliche Kriegsführung mit Drohnen, die vom anderen Ende der Welt gesteuert werden, ist schon traurig genug.

Außerdem sind die meisten künstlichen Intelligenzen richtige Fachidioten. Die Video-spiel-KIs sind ein gutes Beispiel, denn eine KI, die für Dota 2 entwickelt wurde, ist in allen anderen erdenklichen Bereichen eine Nullnummer. Von einer universellen künstlichen Intelligenz wie in Science-Fiction-Filmen sind wir noch Jahrzehnte entfernt. Laut dem deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz schafft eine KI den Abiturabschluss in schätzungsweise 50 Jahren.

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Mit der aktuellen Entwicklung bleibt nur zu hoffen, dass sich die Künstliche Intelligenz in eine humane Richtung entwickelt. Im Moment lassen wir die Computer für uns arbeiten. Der Wandel zu einer Zeit, in der wir mit der KI arbeiten, steht allerdings bevor. Im Umkehrschluss empfehlen viele Forscher, nicht zu naiv an dieses Thema heranzugehen.

 

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