Die 5 wichtigsten Werkzeuge für den Hobby-Elektriker

Entmanteln, Abisolieren, Löten und Crimpen – Die Instanthaltung von elektrischen Geräten daheim ist wichtig, denn Elektrizität ist Brandursache #1 in Deutschland! Für viele kleinere Reparaturen muss nicht immer der Fachmann gerufen werden. Mit dem richtigen Werkzeug und etwas Know-How kannst du zum Beispiel defekte Kabelverbindungen auch ganz einfach selber reparieren. Wir sagen dir, was in deinen Werkzeugkasten muss!

1. Schraubenzieher

Eigentlich selbstverständlich, wer hat schon keinen Schraubenzieher? Für den DIY-Elektriker empfiehlt sich aber ein Schraubenzieher mit Spannungsmesser. Diese sind zumeist mit einem Kunststoffmantel isoliert und zeigen durch aufleuchtende LED im Griff auf, ob der Schraubkopf in Kontakt mit Strom steht. So kannst du schnell und einfach testen, ob zum Beispiel noch Reststrom in einer Steckdose vorhanden ist, die du austauschen möchtest. Ein solcher Spannungsprüfer soll hauptsächlich vor Stromschlägen schützen, für eine genaue Messung von elektrischer Spannung empfiehlt sich ein professionelles Multimeter.

2. Abisolierzange

Um mehrere Kabel zu verdrahten, müssen die Drähte abisoliert, das heißt freigelegt werden. Hierbei solltest du besonders vorsichtig sein, denn je nach Kabel kann unsaubere Arbeit den Stromfluss beeinflussen. Typische Kabel im Haushalt bestehen aus einem äußeren Mantel, in dem sich die einzelnen isolierten Leiter oder auch Adern befinden. In diesen stecken viele feine Kupferdrähte, gebündelt in einem Strang, der sich „Litze“ nennt. Dadurch bleibt das Kabel flexibel. Den Mantel kannst du ganz einfach mit einem Teppichmesser einschneiden und dann abbrechen und abziehen. Die Isolierung solltest du nur mit einer vernünftigen Abisolierzange abnehmen, da ein Messer häufig die feinen Drähte beschädigt.

3. Crimpzange

Wenn die Drähte der Litze abisoliert sind, kann eine neue Verbindung hergestellt werden. Hierbei geschehen die häufigsten Fehler! Die bloßen Drähte solltest du niemals löten oder ohne Weiteres in einer Schraubklemme befestigen. Crimpen nennt sich das richtige Vorgehen. Dabei wird zunächst eine passende Aderendhülse auf die Litze aufgesteckt. Aderendhülsen sind Metallmantel mit Schutzkragen, die dann mit einer Crimpzange (wieder auf passende Größe achten!) gequetscht werden, damit der Drahtstrang zu einer festen Verbindung möglichst ohne Zwischenräume wird. Dadurch wird ein Hitzestau vermieden und auch der Querschnitt des Leiters bleibt gleich. Diese gecrimpte Verbindung kann dann ganz einfach verschraubt werden mit Hilfe von…

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4. Lüsterklemmen

Lüsterklemmen sind Brücken zum Verbinden mehrerer Kabel und kommen häufig beim Anschließen von Deckenleuchten zum Einsatz. Ähnliche Installationsklemmen gibt es auch ohne Schrauben.

5. Kabelbinder

Ein weiterer Gefahrenherd zuhause ist unsauberes Kabelmanagement. Kabelsalat sieht nicht nur unschön aus, sondern kann sprichwörtlich brandgefährlich sein! Die wohl kostengünstigste Möglichkeit, um Kabel nach getaner Arbeit sicher zu verlegen ist der Einsatz von Kabelbindern. Diese kleinen Plastikschnallen gehören in jeden Werkzeugkoffer, da sie nicht nur Kabel zusammenhalten, sondern auch an vielen anderen Stellen eingesetzt werden können, zum Beispiel übergangsweise als improvisierte Schlüsselringe!

Sicherheit geht vor!

Bei der Arbeit mit elektronischen Anlagen solltest du immer deine eigene Sicherheit im Auge behalten. Vergewissere dich im Vorfeld, dass alle Geräte ausgeschaltet und vom Strom getrennt sind. Benutze Spannungsmesser um sicherzustellen, dass kein Reststrom fließt. Bei Arbeiten an Installationsleitungen solltest du im Zweifel immer den Fachmann anrufen!

 

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