Mit nur 4 Tipps schützt du dich vor schädlichen Android-Apps

Alles was es braucht, um ein Android-Smartphone mit Werbung zu infizieren, ist eine schmutzige App. CooTek, ein chinesischer App-Entwickler, hat es sich zur Aufgabe gemacht, fast 240 Apps mit Adware vollzupumpen. Aber auch No-Name-Entwickler veröffentlichen einfach nur Apps, mit denen man schnell etwas Geld auf Kosten des Nutzers machen kann.

Play Protect versagt?

Tipp Nr. 1:

Lade dir nur Apps von vertrauenswürdigen Herstellern herunter. Selbst wenn eine App durch Play Protect geschützt ist, kann sie mit Adware vollgepumpt sein. Informiere dich über einen Hersteller, der dir vorher noch nicht bekannt war. Play Protect hat in jüngerer Vergangenheit immer wieder Apps mit Schadsoftware auf den Store gelangen lassen. Hat Play Protect trotzdem versagt zeigen wir dir in diesem Beitrag was du tun kannst:

Malware auf dem Smartphone – Was tun?

Die meisten schädlichen Apps sind überhaupt nicht im Google Play Store zu finden. Durch Links oder unseriöse Stores fangen sich viele Benutzer einen Virus ein.

CooTek

Tipp Nr. 2:

Vermeide immer Apps, die vom Entwickler CooTek herausgegeben wurden. Das chinesische Unternehmen hat sich neben der TouchPal-Tastatur auch noch diverse andere Apps zuschulden kommen lassen. 237 andere, um genau zu sein. Tastatur-Apps sind besonders gefährlich, weil sie theoretisch deine Passwörter und Kontoinformationen auslesen können.

Besonders raffiniert sind Adware-Verbreiter bei Spielen. Dort werden nämlich einfach Klone von echten Spielen hochgeladen, die aber in Wirklichkeit nur APK-Dateien sind, die sich selbst verstecken, sobald sie installiert werden. Gerade für die jüngeren Nutzer ist das eine gerissene Taktik, um Adware zu verbreiten.

AntiVirus

Tipp Nr. 3:

Ein AntiVirus-Programm hilft nicht nur auf dem PC, sondern vor allem auf einem Android-Gerät. Kaspersky oder Avira sind gute Optionen, um dein Smartphone zu schützen. Meistens musst du dir für rundum Schutz eine Premium-Version der App kaufen. Im Regelfall reicht aber auch die normale Variante.

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Wenn du auf das betriebseigene Antivirensystem deines Smartphones vertraust, dann achte ganz besonders auf Tipp eins und zwei.

Notbremse

Tipp Nr. 4:

Sollte wirklich gar nichts mehr gehen und dein Gerät nicht mehr zu retten sein, hilft nur noch das Zurücksetzen auf die Werkseinstellung. Gehe dafür in deine Einstellungs-App und gib in die Suchleiste „zurücksetzen“ ein. Auf den meisten Android-Smartphones solltest du die Option nach dieser Methode finden können. Dieser letzte Ausweg hat natürlich zur Folge, dass du dir alle Apps neu herunterladen musst. Alle wichtigen Daten solltest du also vorher sichern oder die Cloud-Speicheroption in der jeweiligen App aktivieren.

Mit PhoneClone kannst du deine Apps zwar behalten, aber die Gefahr, dass sich darunter die App befindet, die dir den Stress verursacht, ist natürlich immer gegeben. Im Idealfall machst du regelmäßig Backups von deinem Smartphone, welche du nicht überschreibst, sondern gesondert abspeicherst. Somit maximierst du deine Chance, wenn es tatsächlich zum Worst Case kommt.

 

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