Die AJOURE´ Men Top 3 Indie-Games

Top 3 Indie-Games

Independent Publisher stecken besonders viel Liebe in ihr Produkt. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass einige der meistverkauften Spiele der Welt aus der Indie-Schmiede stammen. Diese Spiele lassen sich nicht wirklich in eine der Mainstream-Kategorien, wie Shooter oder Strategiespiele, einordnen. Wir zeigen dir unsere drei Favoriten des aktuellen Angebots.

Walt Disney lässt grüßen:
Cuphead

Cuphead
Die Cartoons der 1930er sind eine große Inspiration für Cuphead. Insbesondere die Arbeiten von Walt Disney und Max Fleischer sind zu erkennen. Der Surrealismus als Stilmittel ist ein Erkennungsmerkmal dieser Zeichenweise. Die Charaktere sind hier nämlich keine Menschen, sondern allesamt fiktiver Natur. So wirst du im Laufe des Spiels gegen riesige Zigarren, Frösche in Spielautomaten und viele mehr dein Können unter Beweis stellen.

Bossfight-Simulator

Ursprünglich sollte Cuphead ein Spiel werden, in dem es ausschließlich Bossfights zu absolvieren gilt. Der große End-Boss ist der Teufel. Bei diesem hat die namensgebende Hauptfigur Cuphead nämlich eine Schuld zu begleichen. Er und sein Freund Mugman haben im Casino des Teufels ihre Seele verloren und müssen nun die Seelen der anderen Schuldner als Ausgleich eintreiben. Besagte Schuldner sind auch die Bosse des Spiels. Im Verlauf der Story trittst du auch gegen den Besitzer des Casinos und den Teufel an. Im Co-Op-Modus übernimmt dein Mitspieler die Rolle des Mugman.

Es haben sich aber auch einige normale Level mit ins Spiel geschlichen. Unter anderem eine begehbare Levelauswahl. Dort kannst du auch deine verdienten Münzen, die in den Leveln verteilt sind, für Upgrades ausgeben. Unter anderem kannst du neue Waffen, Spezialfähigkeiten und Super-Angriffe freischalten. Weil Cuphead ein Shoot ’em up-Spiel ist, kannst du Schüsse und Fähigkeiten ununterbrochen abfeuern. Die meisten Fähigkeiten sind in der Menge ihrer Benutzungen begrenzt.

Das Spiel stammt aus der Feder der Brüder Chad und Jared Moldenhauer. Die zwei haben bereits im Jahr 2000 an einem Spiel wie Cuphead gearbeitet. Damals hatten sie aber nicht die nötigen Mittel, um das fertige Projekt zu realisieren. 2010 ging es für die Brüder dann in die zweite Runde. Alleine für den Hauptcharakter gab es über 150 mögliche Designs.

Der alte Look

Das einzigartige Aussehen des Spiels ist zum einen dem hervorragenden Grafikdesign, zum anderen aber der Framerate gedankt. Das Spiel läuft natürlich auf dem heutigen Standard mit 60 fps. Die Animationen im Spiel werden aber mit 24 fps abgespielt. So entsteht ein etwas unnatürlicher Look, der den alten Cartoon-Flair hervorhebt. Chad Moldenhauer hat vor der Arbeit am Spiel als Grafikdesigner gearbeitet. Er hat die Animationen per Hand gezeichnet und auch die Hintergründe entworfen.

Die unglaublich stilistische Musik wurde von einem Jazz-Musiker aus Ontario komponiert. Auf Spotify gibt es den kompletten Sound-track des Spiels sogar als Playlist.

Zum Verlieben gut:
Undertale

Undertale ist momentan nicht nur eines der besten Indie-Spiele, sondern auch eines der besten Rollenspiele des Marktes. Zumindest was die Story angeht. In Sachen Gamedesign und Gameplay hat das Spiel allerdings ebenfalls sehr positive Kritiken erfahren. 92 von 100 möglichen Punkten auf Metacritic ist schon eine Hausnummer. Der Amerikaner Toby Fox hat das Spiel fast im Alleingang auf den Markt gebracht. Er ist zugleich Publisher, leitender Entwickler und Komponist.

Schwerpunkt: Story

Du selbst steuerst ein menschliches Kind, welches in eine Schlucht fällt. Von dort aus gelangst du in die Unterwelt. Dort findet die gesamte Geschichte statt, daher auch der Name Undertale. Du wirst sehr schnell feststellen, dass es sowohl gute als auch böse Kreaturen, nach dem Krieg zwischen Menschen und Monstern, in den Untergrund verschlagen hat.

Dein Ziel ist es natürlich, wieder nach Hause zu gelangen. Das ist in jedem Spieldurchlauf auf unterschiedliche Art und Weise möglich. Es gibt drei große Möglichkeiten, das Spiel zu beenden. Die „wahre Pazifisten-Route“ setzt voraus, dass du kein einziges Monster getötet hast. Bei einem normalen Spielende ist es dir nicht gelungen, alle Monster am Leben zu lassen (vielleicht wolltest du das aber auch gar nicht). Solltest du aber wirklich alle Monster auf deinem Weg zum Endboss getötet haben, hast du den „Genocide Run“ ausgelöst. Je nachdem, was für ein Ende stattfindet, wird sich der Bosskampf und das Resultat verändern. Egal welche Route du einschlägst, es wird immer eine FUN-Variable vor Beginn eines Runs festgelegt. Diese verändert kleine Details, die es zu entdecken gibt. Somit ist jeder Spieldurchlauf strenggenommen einzigartig.

Shoot ’em Up-Elemente

Das Gameplay ist im Normalfall eine Topdown-Sicht auf die Welt. Das ist vergleichbar mit einem alten Pokémon-Spiel. Nur mit hochauflösenden Texturen. Das Kampfsystem ist wieder anders. Du wechselst zum Kampf gegen ein Monster in eine kleine Arena. Dort musst du entweder seinen Angriffen ausweichen oder selber zuschlagen. Beim Verteidigen spielst du auf einer Shoot ’em up-Oberfläche. Als kleines Herz musst du anfliegenden Projektilen ausweichen und überleben. Der Angriff ist etwas leichter gestaltet. Ein simples Quick-Time-Event regelt hier schon alles.

Old but gold:
Minecraft

Minecraft
Einer der Top-Titel der Kategorie Indie ist immer noch Minecraft. Der Schwede Markus „Notch“ Persson, hat es mit so etwas einfachem wie Blöcken geschafft, die Welt zu erobern. Minecraft ist ein sogenanntes „Sandbox-Spiel“. Es hat keine richtige Story. Es geht vielmehr darum, die Welt zu entdecken und Spaß zu haben. Das Konzept ist aufgegangen, denn Minecraft ist, mit über 154 Millionen vertriebenen Einheiten, eines der am meisten verkauften Spiele der Welt.

Spielprinzip

Ohne große Einführung wirst du in einer Welt gespawnt, die quasi unendlich ist. Egal wo du startest, es wird immer eine Möglichkeit geben, Holz zu besorgen. Dieses ist in der Minecraft-Welt nämlich der Stoff des Lebens. Aus Holz lassen sich Holzwerkzeuge bauen. Diese kannst verwenden, um Ressourcen abzubauen oder Landwirtschaft zu betreiben. Nachts können auch Monster auftauchen. Diesen solltest du fürs Erste aus dem Weg gehen. Sobald du im späteren Verlauf des Spiels eine Rüstung und ein ordentliches Schwert hast, musst du dich nicht mehr verstecken.

Du kannst fast alle Gegenstände des Spiels selbst herstellen oder abbauen. Einige wenige Ausnahmen sind nur dazu da, um das Spiel ein wenig schwieriger zu gestalten und die Welt zu limitieren. Ein gutes Beispiel ist der Bedrock. Das ist ein Block, der sich an der unteren Grenze der Spielwelt befindet. Egal wie tief du dich nach unten gräbst, irgendwann stößt du auf Bedrock. Früher oder später wirst du Pferde auf einer großen Weide finden. Zu blöd, dass sich ein Sattel nicht herstellen lässt. Diesen musst du in Dungeons oder Dörfern finden.

Erkundung steht im Mittelpunkt

Jede generierte Welt ist quasi unendlich groß. Du hast also genügend Platz, um die Landschaft ausgiebig zu erkunden. Es gibt unterschiedliche Biome, die alle eine unterschiedliche Flora und Fauna zu bieten haben. In eisigen Landschaften findest du Eisbären und auf Gebirgen oder in Savannen sind Lamas anzutreffen. Keine Sorge, du wirst nur angespuckt, wenn du ihnen wehtust. Von diesen Biomen gibt es mehr, als du glaubst.

Um überleben zu können, wirst du früher oder später Essen brauchen. Auch hier stehen dir ein knappes Dutzend Möglichkeiten zur Verfügung. Der Ackerbau sollte deine erste Priorität sein, denn mit Weizen kannst du dir nicht nur Brot backen, sondern auch Tiere anlocken. Eine große Kuhweide versorgt dich mit Fleisch, Milch und Leder. Mit den Federn, die du von Hühnern bekommst, lassen sich Pfeile herstellen. Und die Wolle von Schafen brauchst du, um dir ein Bett zu bauen.

Auf deinen Reisen wirst du Dörfer finden. Die Einwohner dieser Dörfer haben selber einige kleine Acker angelegt. Auf diesen kannst du noch mehr Saatgut finden, um Gemüse anzubauen. Mit den Dorfbewohnern lässt sich auch handeln. Deinen Mitmenschen macht es übrigens nichts aus, wenn du sie beklaust. Die Reichtümer aus der Schmiede und die Bücheregale der Stadt sind frei verfügbar.

Bauen, Bauen, Bauen

Neben dem Abbauen von Ressourcen ist das Aufbauen von Strukturen ein extrem großer Aspekt von Minecraft. Wenn du dir ein Bild davon machen möchtest, was alles möglich ist, schau dir nur einmal den YouTuber Jeracraft an. Über die Jahre wurden immer mehr Blöcke hinzugefügt, um eine Welt zu schaffen, die nicht nur funktional ist, sondern auch gut aussieht. Ein bestimmtes Erz, welches du abbauen kannst, wird dazu verwendet, um Mechanismen auszulösen. Das fängt bei einem Lichtschalter an und geht bis hin zur Geheimtür.

Neben dem normalen „Überleben-Modus“ gibt es noch Hardcore und Kreativ. Im Kreativ-Modus steht dir jeder Block des Spiels zur Verfügung. Du kannst alles, was du benötigst aus einem Katalog auswählen. Dieser Spielmodus dient eigentlich nur dem Ausprobieren, ist aber zu einem YouTube-Showcase-Hybriden mutiert. Das Internet ist mit Minecraft-Baututorials überflutet. Genügend Inspirationsmöglichkeiten hast du also.

Tausend Versionen

Minecraft hat sich auf mittlerweile mehr als einem Dutzend Plattformen einen Namen gemacht. Die Original-Variante ist die Java-Version für Windows. Mojangs Mutterorganisation Microsoft hat im hauseigenen Store aber auch ihre eigene Variante entwickelt. Die Bedrock-Edition liegt mit den Updates etwas hinterher, läuft dafür aber auch stabiler.

 

Fotos: sezer66 / stock.adobe.com; AJOURE´ Redaktion Screenshots

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