E-Mail-Adressen löschen

Wenn Millennials und die Generation X etwas gemeinsam haben, dann die Tatsache, dass sie sich als Teenager katastrophale Namen für ihre E-Mail-Adressen ausdachten. So langsam kannst du die alten E-Mail-Adressen löschen.

Garantiert sorgen die Enthüllungen für einige Lacher beim nächsten Treffen mit den Kumpels. Warum nicht mal das Date nach dieser Jugendsünde befragen?

Pferdegirl.Lisa, gothprincess1995 oder süßezicke13 verraten schon so Einiges über das einstige Leben der Account-Inhaberin. Ganz nach dem Motto: Verrate mir deine E-Mail-Adresse und ich sage dir, wer du warst – und vielleicht immer noch bist.

Warum sollte ich überhaupt alte E-Mail-Adressen löschen?

Mails löschen

Aber was ist aus deinen alten E-Mail-Konten eigentlich geworden? Vor allem alte E-Mail-Adressen, die du seit Jahren nicht mehr verwendest, gefährden deinen Datenschutz und deine Privatsphäre im Internet. Längst vergessene Konten sind wie offene Türen zu deinen persönlichen Informationen und Passwörtern, da sie nicht mehr überwacht werden.

Zudem hast du vielleicht im jugendlichen Leichtsinn noch nicht darauf geachtet, ein ausgeklügeltes, starkes Passwort zu benutzen. Selbst wenn du damals dachtest, deine Zahlen-Buchstabenfolge ist nicht zu knacken.

Für einen Hacker wahrscheinlich ein Leichtes die Codes zu finden – insbesondere, wenn du dieselben Passwörter für E-Mail-Adressen und andere Konten nutzt oder genutzt hast.

Nahezu alles, was wir online tun, ist an E-Mail-Accounts gebunden. Dementsprechend sind E-Mail-Adressen das schwache Glied in Sachen Cybersicherheit. Durch den illegalen Zugriff auf deine E-Mails kann ein Hacker einfach und schnell auf sämtliche deiner Profile gelangen.

Auf deine sozialen Medien und deine Fotospeicher sowie auf deine Konten auf Video-Streaming- und Spielplattformen zuzugreifen ist somit ein leichtes.

Um an die benötigten Passwörter zu kommen, genügen ein paar Klicks auf „Passwort vergessen“-Buttons und schon landen im Posteingang deine (oder neue) Zugangscodes der jeweiligen Dienste.

Was aber noch mehr zum Nachdenken bringt als ein gestohlenes Netflix-Passwort, sind die Möglichkeiten für weitaus schwerere Verstöße.

Weißt du, wie sicher oder anfällig deine E-Mail-Anbieter sind? Obwohl Yahoo in einem der größten Datenschutzskandale der letzten Jahre verwickelt war – Millionen von persönlichen Daten wurden enthüllt – haben die meisten ihr Yahoo-Konto weiterhin behalten – sei es aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit.

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Aber immer mehr Menschen gehen auf Nummer sicher und löschen ihre alten und nicht mehr verwendeten E-Mail-Adressen. Jedoch dienen diese Adressen in der Regel immer noch als Anmeldedaten; vom E-Commerce bis zum Twitch-Account.

Dass oftmals für mehrere Konten die gleichen Handvoll Passwörter verwendet werden, kommt erschwerend hinzu.

Alte E-Mail-Adressen finden

Spam

Für E-Mail-Adressen, die du weiterhin nutzen willst, eignet sich die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bei nicht verwendeten, alten Accounts ist die beste Option das endgültige Löschen.

Damit verringerst du die Gefahren rund um Sicherheit und Privatsphäre. Das heißt nun nicht, dass du hastig und planlos deine alten E-Mail-Adressen entfernen solltest.

Denn das kann schnell schiefgehen und zu einem regelrechten Albtraum werden, wenn du durch unvorbereitetes Löschen dein Online-Leben und den Zugriff auf deine Profile auf anderen Diensten verlierst.

Bevor du deine Konten entfernst, solltest du dringend überprüfen, ob andere Accounts oder Dateien mit der Adresse verbunden sind.

Die Suche nach alten E-Mail-Profilen dauert nur wenige Minuten und ist nicht schwer. Wenn du dich nicht an alle deiner alten E-Mail-Adressen erinnerst, hilft es, Facebook, Google und andere Apps auf verbundene Konten zu überprüfen.

Zusätzlich könntest du über eine Google-Suche (zum Beispiel nach deinem Namen oder alten Benutzernamen) auf ehemalige E-Mail-Account stoßen. Ebenfalls einfach und schnell lassen sich Adressen über gespeicherte Anmeldungen in deinem bevorzugten Browser finden.

Nachdem du eine Liste aller E-Mail-Adressen erstellt hast, solltest du wie folgt vorgehen.

Wichtige Dokumente und Familienfotos archivieren

Enthalten deine alten Posteingänge Anhänge und Erinnerungen, die du aufbewahren möchtest? Mit einem Tool, den fast alle E-Mail-Dienste anbieten, lässt sich ein Archiv zusammenstellen. Zwar kann die Erstellung bis zu einigen Tagen dauern, lohnenswert ist es dennoch.

Wie so oft hat Google auch hier wieder die Nase vorn: Das Tool Takeout führt nahezu alles mit wenigen Klicks für dich aus. Solltest du den großen Anbietern nicht vertrauen oder hat der Anbieter kein solches Werkzeug, kannst du das Backup unabhängig mit Software von Drittanbietern erledigen. Eine beliebte und sichere Software ist „Barracuda“.

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Kontakte herunterladen

Nach der Archivierung solltest du die Liste deiner Kontakte downloaden, um sie später in das Adressbuch deiner neuen E-Mail-Adresse zu importieren. Wer weiß, was für Adressen du wiederentdeckst, um mit alten Studienkollegen oder Freunden Kontakt aufzunehmen!

Die Kontakte können als CSV-Dateien, sogenannte Comma Seperated Values, heruntergeladen werden. Die zuständigen E-Mail-Programme dafür erfassen aber meistens nur Kontakte, die du in der Vergangenheit offiziell deinem Adressbuch zugefügt hattest.

Dementsprechend werden möglicherweise nicht alle Adressen übertragen. Über das importierte Adressbuch versendest du dann eine E-Mail, um über die Adressänderung zu informieren.

Willst du eine E-Mail-Adresse löschen, die du noch aktiv genutzt hast, lohnt es sich, eine automatisierte Abwesenheitsnachricht einzurichten. Bewahre die Adresse noch ein paar Wochen auf, bevor du sie endgültig und dauerhaft löschst.

Kontakte erhalten so die Mitteilung über die geplante Schließung des Kontos und die neue Adresse, unter der sie dich fortan erreichen können.

Ready to delete

löschen

Nun bist du bereit, die E-Mail-Adressen zu löschen. Eventuell haben die verschiedenen Anbieter unterschiedliche Richtlinien für die Änderung und Löschung von E-Mails. Um Identitätsbetrug zu verhindern, gehen die Unternehmen bei der dauerhaften Entfernung der Accounts unterschiedlich vor.

Üblicherweise senden dir die Anbieter einen Bestätigungslink auf deine neue E-Mail-Adresse. Je mehr eine Webseite Wert auf Sicherheit legt, desto größer sind die Hürden.

Sobald Schüler, Studenten oder Mitarbeiter das Unternehmen oder die Bildungseinrichtungen verlassen, werden ausgediente Konten innerhalb eines bestimmten Zeitraums entfernt.

Bei ehemaligen geschäftlichen E-Mail-Adressen solltest du dich an den Netzwerkadministrator wenden, um dich über den Status zu informieren oder die Bestätigung einer Löschung zu bekommen. Das Gleiche gilt für Adressen, die noch von der Schule oder der Uni eingerichtet wurden.

Wir haben für dich kurze und leicht verständliche Anleitungen für das Löschen deiner E-Mail-Adressen bei großen Anbietern wie Google, Hotmail und Co. zusammengestellt.

So löschst du ein Google Mail-Konto

Google Mail Konto löschen

Der Vorteil von Google: Du kannst eine oder gleich mehrere E-Mail-Adressen löschen und dennoch dein Google-Nutzerprofil behalten.
• In deinem angemeldeten Google-Account findest du in den Einstellungen unter „Daten und Personalisierung“ die Seite „Dienste oder Konto löschen“.

• Hier wirst du zunächst aufgefordert, deine Anmeldedaten erneut einzugeben, um die Berechtigung zur Entfernung deiner E-Mail-Adresse zu überprüfen.

• Nach dem Klicken auf das Papierkorbsymbol führt dich Google durch die weiteren Schritte.

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• In einem Dialogfeld kannst du eine andere E-Mail-Adresse eingeben (auf die du Zugriff hast), damit dir Google eine Bestätigungs-E-Mail senden kann.

• Über den Link schließt du den Löschvorgang ab.

Deine E-Mail-Adresse und alle Nachrichten sind nun dauerhaft gelöscht. Falls eine Person versucht, dich über die alte E-Mail-Adresse zu erreichen, wird ein Zustellungsfehler versendet.

So löschst du ein Yahoo-Konto

Yahoo E-Mail Adresse löschen

Anders als bei Google können Dienste bei Yahoo nicht einzeln gelöscht werden. Um die unbenutzte, alte E-Mail-Adresse zu entfernen, musst du das komplette Nutzerkonto löschen – einschließlich aller laufenden Dienste und Abonnements, die du vielleicht lieber behalten willst. Wenn du den Kompromiss dennoch eingehst, entfernt Yahoo neben deiner E-Mail-Adresse alle mit dem Login verknüpften Dienste.

• Klickst du auf „Benutzer löschen“ navigiert dich Yahoo durch die einzelnen Schritte.

• Nach mehrmaligem Bestätigen der Kontoauflösung gibst du die E-Mail-Adresse erneut ein und klickst auf „Ja, diesen Account kündigen“.

• Eine Wiederherstellung der gelöschten E-Mail-Adresse ist ab Tag der Entfernung innerhalb von 30 Tagen möglich.

So löschst du ein AOL-Konto

AOL Konto löschen

AOL ist ein E-Mail-Anbieter der ersten Stunde. Trotzdem oder gerade deshalb entscheiden sich viele dafür, die Nostalgie hinter sich zu lassen. Da AOL genauso wie Yahoo zum Unternehmen Verizon gehört, ähneln sich die einzelnen Schritte der Kontoauflösung.

• Auf der Seite „Meine Dienste“ klickst du auf „Abonnements“.

• Hier klickst du neben den Dienst, den du löschen möchtest, auf „Verwalten“.

• Über den Button „Kündigung“ gelangst du zu „Mein Abonnement kündigen“.

• Daraufhin loggst du dich in deinen Account ein und klickst auf „Mit dem Löschen meines Accounts fortfahren“.

• Du wirst gebeten, deine E-Mail-Adresse einzugeben und klickst abschließend auf „Ja, diesen Account löschen“.

So löschst du ein Outlook-Konto

Outlook direkt ist nicht das Konto, welches du löschen musst. Es ist dein Microsoft Konto, das deaktiviert werden muss. Das schließt dann sämtliche Microsoft Dienste mit ein.

• Gehe hierfür auf die Seite „Konto schließen“ und melde dich mit deinem Nutzerkonto, das du löschen willst, an.

• Klicke auf weiter und auf der nächsten Seite musst du die Kontrollkästchen aktivieren, um dein Konto permanent schließen zu können

• Mit einem Klick auf „Konto für Schließung markieren“ ist deine alte E-Mail-Adresse Vergangenheit. Du hast 60 Tage Zeit, um sie wiederherzustellen

 

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