Vorsicht Zucker! Diese Lebensmittel sind Gift für dich

Gesunde Ernährung ist für viele Menschen ein Mythos – denn die heutige Lebensmittelindustrie ist so komplex, dass man oft gar nicht auf den ersten Blick erkennt, was wirklich drin ist. Das hat dann zur Folge, dass vermeintlich gesunde Lebensmittel und Getränke zwar anfangs gesund und nahrhaft wirken, sich aber auf den zweiten Blick als wahre Zuckerbomben entpuppen. Diese Falle kannst du nur umgehen, indem du dich selbst mit den Nährstoffen auseinandersetzt und auf Alternativen setzt. Die größten versteckten Zucker-Fallen stellen wir dir nun genauer vor.

Fettarme Light-Produkte

Gerade Milchprodukte werden heutzutage in großer Auswahl als Light-Variante angeboten. Ganz egal ob Joghurt, Pudding, Milchgetränk oder Quark – natürlich sind Milchprodukte reich an Calcium, probiotischen Kulturen und Protein, allerdings bedeutet dies nicht, dass kein Zucker darin enthalten ist. In einem normalen Joghurtbecher, der außen als fettarm gekennzeichnet ist, können bis zu acht Stück Würfelzucker enthalten sein. Das entspricht bereits knapp der empfohlenen Tagesdosis der Weltgesundheitsorganisation.

Solche Milchprodukte sind dann keinesfalls mehr gesund, sondern richtige Desserts, die man sich nur ab und zu gönnen sollte. Somit gilt: Fettarm bedeutet nicht unbedingt gesund – stattdessen kann man fast immer damit rechnen, dass viel Zucker enthalten ist.

Besser machen kannst du es, indem du zu fettarmem Naturjoghurt greifst und diesen selbst mit frischen Früchten, zuckerfreiem Müsli und anderen Extras süßt. Auch hier solltest du natürlich ein Auge auf die Nährwerte der Toppings haben, denn auch diese sind oft versteckte Kalorienbomben.

Obst aus der Dose

Früchte enthalten von Natur aus Zucker, wobei es sich um reine Fruktose handelt – und diese ist meist schon süß genug. Doch Obst aus der Dose muss länger haltbar gemacht werden und wird hierfür in einer Mischung aus Wasser, Zucker und anderen Inhaltsstoffen eingelegt. Die Folge: Die Früchte saugen sich mit dem Sirup voll und nehmen an Kalorien zu. Mehr noch, der Nährstoffgehalt an gesunden Vitaminen verringert sich bei der Lagerung, so dass du Dosenobst weitestgehend meiden solltest. Ein Beispiel: Eine Dose eingelegte Pfirsiche kann bis zu 60 g Zucker aufweisen – das entspricht rund 20 Zuckerwürfeln! Gesünder – und meist auch leckerer – ist es dagegen, lieber auf frische Früchte zu setzen. Damit tust du deinem Körper etwas Gutes und versorgst ihn noch dazu mit essenziellen Vitaminen.

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Ketchup

Hast du schon einmal bemerkt, dass Ketchup außerordentlich süß schmeckt? Das kommt nicht durch die natürliche Süße reifer Tomaten zustande, sondern aufgrund hoher Mengen an Zucker! Etwa 140 g Zucker stecken in einem halben Liter Ketchup – und das ist eine ganze Menge. Die cleverere Lösung: Selber machen. Ketchup kannst du ganz einfach auch selbst zubereiten – und du hast die volle Kontrolle darüber, ob und wie stark du diesen süßt. Es gibt übrigens auch viele andere leckere Dips, die sich aus Tomaten zubereiten lassen.

Fertigsalate aus dem Supermarkt

Für die Mittagspause muss es meistens etwas sein, das schnell geht. Daher greifen viele Menschen zu abgepackten Salaten wie Krautsalat, Karottensalat, Kartoffelsalat oder Heringssalat. Diese sättigen durchaus und schmecken sicherlich auch gut, allerdings ist darin in der Regel sehr viel Industriezucker enthalten. Ein Heringssalat kann pro Packung bis zu 20 g Zucker enthalten. Auch Krautsalat, der auf den ersten Blick gesund wirkt, enthält oft bis zu 25 g Zucker. Die beste Lösung ist auch hier, sich Salate selbst zu Hause zuzubereiten, um genau zu wissen, was drin ist. Zumal du hierbei auch auf unnötige Konservierungs- und Farbstoffe verzichtest, die der Gesundheit eher schaden.

Müsliriegel

Allgemein gelten Müsliriegel als sehr gesund, da sie kurzfristig viel Energie liefern und daher perfekt für die Arbeit, die Schule, die Uni oder für eine Wanderung sind. Natürlich kann man unterwegs auch mal zu einem leckeren Müsliriegel greifen, allerdings solltest du diese in Maßen genießen. Cerealien und Früchte enthalten zwar viele wertvolle Nährstoffe, Proteine und Ballaststoffe, dafür sind sie jedoch auch gut gesüßt und reich an Zucker. Eine gesündere Alternative als industriell gefertigte, mit Zuckermasse zusammengeklebte Müsliriegel stellen hier Nüsse oder Trockenobst dar, allerdings solltest du es auch mit letzteren nicht übertreiben – denn auch sie enthalten viel Zucker.

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Frucht-Smoothies

Frische Smoothies gelten als absolutes Schlank-Food – allerdings lauern hier auch weitaus größere Fallen als bei anderen Lebensmitteln. Dass die leckeren Mischungen aus Früchten wie Äpfeln, Birnen, Beeren, Bananen oder Mango gut schmecken und satt machen, steht außer Frage, jedoch enthalten sie auch sehr viel Fruchtzucker. Dabei muss es sich noch nicht einmal um die fertige Variante aus dem Supermarkt handeln, bei der der hohe Zuckergehalt schon auf dem Etikett gut ersichtlich ist (bis zu 40 g!) – auch die selbstgemachte Version ist oft sehr kalorienreich. Werden für ein Glas drei bis vier Früchte verwendet, ist dies eine Menge Fruchtzucker. Dann sollte der Smoothie zumindest eine Hauptmahlzeit ersetzen, da er äußerst kalorienreich ist. Im besten Fall ersetzt du die Hälfte der Zutaten mit Spinat, Grünkohl oder Rucola – diese schmeckt man nicht heraus, reduzieren aber Zuckergehalt und Kalorien erheblich und liefern zudem viele wichtige Nährstoffe.

Wie kann man sich vor verstecktem Zucker in Lebensmitteln schützen?

Die einfachste Möglichkeit, viel Zucker in Lebensmitteln zu vermeiden, ist, so wenig wie möglich als Fertigprodukt zu kaufen und sich Speisen, Snacks und Desserts selbst zuzubereiten. Du musst heutzutage nicht mehr zu raffiniertem Zucker greifen, sondern kannst auch mit Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup und anderen gesünderen Lösungen in Maßen süßen. Kaufst du doch einmal etwas Fertiges, solltest du immer vorab prüfen, wie hoch der Zuckergehalt wirklich ist.

 

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