Wie du Schritt für Schritt deine Ziele erreichst
Setzen, verfolgen, erreichen

Wunsch oder Ziel?

Wir haben in unserem Leben alle eine ganze Menge Wünsche – große oder kleine. Was aber nicht jeder hat, sind konkrete Ziele. Einen Wunsch von einem Ziel zu unterscheiden, ist der erst wichtige Schritt in Richtung der Zielgeraden. Denn von etwas zu träumen, es sich fest zu wünschen, ist sehr passiv, während das Formulieren eines Zieles aktiv ist. Du solltest also deine wichtigen Wünsche in Ziele umgestalten, denn dann kannst du sie auch anpacken und zu ihrer Erfüllung beitragen. Ziele unterscheiden sich von Wünschen darin, dass sie durch deine Energie und Planung erreicht werden können und du nicht darauf wartest, dass sie sich von selbst erfüllen und dir damit quasi geschenkt werden.

Konkrete Pläne und Zwischenziele

Wenn du ein Ziel für dich formuliert hast, geht es an die Planung. Denn einfach nur zu sagen „Irgendwann möchte ich das erreichen“, bewirkt absolut nichts. Du brauchst einen guten Plan, der kurzfristig oder langfristig an dein Ziel führt. Am besten unterteilst du ihn in Zeiträume, etwa Monate, 3-Monats-Schritte oder Jahre, je nachdem, wie umfangreich dein Ziel ist. Wichtig für deine Nerven sind auch Zwischenziele, vor allem wenn dein Hauptziel in weiter Ferne liegt. Damit du am Ball bleibst und dich motivieren kannst, solltest du Zwischenziele erkennen und richtig feiern! Schreibe sie als festes Vorhaben in deine Planung und freue dich, wenn du sie erreicht hast, denn dann bist du deinem Hauptziel einen großen Schritt näher.

Hilfe annehmen

Du hast in deinem Leben bestimmt Menschen, die dich gerne beim Erreichen deiner Ziele unterstützen würden. Auch wenn es dein persönliches Ziel ist, darfst und solltest du andere Menschen einbeziehen. Niemand ist allein auf der Welt und du verschwendest nur unnötig deine wichtige Energie, wenn du alles zu 100% selbst machen willst. Es gibt einfach Menschen, die bestimmte Bestandteile deines Planes besser können als du und wenn du deren Hilfe bekommen kannst, dann beharre nicht auf deinem Alleingang. Wenn du Teile abgibst, erhöhst du vielleicht deren Qualität und kannst dich selbst auf Teile konzentrieren, die du gut kannst. Es ist am Ende trotzdem deine große Leistung, auch wenn du auf dem Weg dorthin helfende Hände hattest. Du warst nur schlau und hast alle Ressourcen genutzt.

Immer flexibel bleiben

Du hast viele Dinge und Abläufe auf eine bestimmte Art gelernt und handelst deshalb immer auf die gleiche Art. Das mag oft gut gehen, aber manchmal verbaust du dir damit kreative Lösungen. Versuche, entspannt und offen an dein Ziel heranzugehen. Höre dir Lösungsvorschläge von anderen Menschen an, probiere neue Ideen aus und bleibe dabei immer so flexibel wie möglich. Oft erreichst du ein Ziel viel besser und schneller über einen unkonventionellen Weg, als über vorgegebene Strecken. Nimm dir daher zwischendurch immer wieder Zeit, um über dein Vorgehen zu reflektieren und deine Planung innovativ nachzubessern, wenn du bemerkst, dass du dich festgefahren hast.

Konzentration und Aktion

Die beiden wichtigsten Merkmale für einen erfolgreichen Weg zu deinem Ziel sind die Konzentration und die Aktion. Du musst dich, wann immer du planst oder aktiv wirst, absolut auf dein Ziel konzentrieren. Lass dich nicht ablenken von Freizeitaktivitäten, den Nachrichten oder dem schönen Wetter. Wenn du bemerkst, dass deine Konzentration dich im Stich lässt, dann gönne dir eine Pause und versuche es später nochmal, bevor du nur mit halber Konzentration unbefriedigende oder falsche Ergebnisse erzielst. Wenn du die Konzentration auf deiner Seite hast, dann fehlt dir nur noch die Aktion: DU musst es anpacken, musst loslegen und aktiv werden. Immer nur zu planen und zu spekulieren bringt dich nicht sehr weit.

Ziele visualisieren

Da sind wir wieder bei der Unterscheidung von Wünschen und Zielen. Wünsche kann man vor sich hin träumen, sie müssen nicht mal realistisch sein. Bei Zielen sieht es schon anders aus: Du solltest sie dir in allen Details und so genau wie möglich zusammenstellen. Achte darauf, dass sie umsetzbar sind und zu dir passen. Wenn du dir sicher bist, dass du alles bedacht hast, dann mach deine Vision für dich sichtbar und greifbar. Das kann eine Kollage sein, ein Bild oder eine Tabelle mit allen Details. Hauptsache, du kannst dir dadurch dein Ziel immer wieder herausholen und in die Hand nehmen. Die Beschäftigung mit dem Visualisieren hilft deinem Gehirn, alle möglichen Wege zu erkunden und kreativ zu werden. Du setzt quasi deine ganze Energie für dieses Ziel frei und kommst dabei immer wieder auf neue Ideen und Lösungen.

Der Weg ist das Ziel

Vergiss bei deinem Plan niemals, dass er nur Teil deines Lebens ist. Egal wie wichtig dir dein Ziel ist, es ist dennoch nur ein Abschnitt deines ganzen Lebens und betrifft nicht jeden wichtigen Lebensraum. Du hast eine Familie, Freunde und Interessen, die nicht alle mit deinem Ziel zu tun haben oder gar davon abhängen. Und auch wenn dein Plan scheitern und du dein Ziel nicht erreichen solltest, hast du noch ein tolles Leben! Erhalte dir das und pflege es, denn du beginnst nicht erst zu leben, wenn du dein Ziel erreicht hast. Hab Spaß auf dem Weg, konzentriere dich auch immer wieder auf andere Ziele und sogar auf ziellose Aktivitäten. So gehst du sicher, dass du am Ende zwar dein Ziel erreicht hast, aber ganz allein dastehst. Du bist mehr als nur dieses eine Ziel! Mit dieser Einstellung verwendest du niemals 100% auf das Erreichen eines Zieles, sondern behältst noch einen Teil deiner Energie für dich selbst.

Unser Buchtipp:

Brian Tracy – Ziele
Ziele: Setzen Verfolgen Erreichen
von Brian Tracy
Auf Amazon bestellen »

 

Fotos: Marco2811 / stock.adobe.com; Campus Verlag