Gregor Meissner

Wir sind heute in Kronberg bei Frankfurt, am Forschungs- und Innovationsstandort von Procter & Gamble und haben die Ehre, uns mit Gregor Meissner zu unterhalten, der als Leiter Forschung & Entwicklung von unter anderem dem neuen GilletteLabs Heated Razor um die ganze Welt reist und seinen Job durch und durch liebt. Wenn uns jemand Fragen rund ums Thema neue Technologien beantworten kann, dann er. Wir bekommen aber nicht nur Auskunft von Gregor, sondern auch tiefe Einblicke in das Herz des Forschungs- und Innovationsstandorts Kronberg. Welche Ideen, Technologien und Menschen hier zusammenkommen, ist auf eine Art und Weise einzigartig und für ein Standort in dieser Größe nicht unbedingt Standard. Es wirkt fast schon familiär, als wir durch die heiligen Hallen laufen und im Garten zum Interview sitzen.

Hallo Gregor, der Heated Razor von GilletteLabs hat eine ganz neuartige Technologie, worin liegt der Mehrwert für den Kunden?

Wenn man sich das herkömmliche Gillette Produkt anschaut, was ein manuelles Handling und eine schon sehr ausgereifte und hochqualitative Klinge hat, um eine perfektere Rasur zu bieten, dann ist der Unterschied zu unserem neuen Heated Razor, dass wir zusätzlich durch neue Benefits punkten. Diese können nicht nur durch Mechanik generiert werden, sondern müssen sogar durch elektromechanische Funktionen generiert werden, die ein neues sensorisches Erlebnis ermöglichen. Wie zum Beispiel ein Rasierer, der Wärme auf der Haut erzeugt und dadurch ein unheimlich komfortables und anderes Rasiergefühl geben soll.

Es wurde heute deutlich, dass der Forschungs- und Innovationsstandort in Kronberg für Gillette eine besondere Rolle spielt. Was genau macht den Standort aus?

Unser Forschungs- und Innovationsstandort hier in Kronberg ist das globale Kompetenzzentrum für elektromechanische Geräte bei Procter & Gamble. Das ist innerhalb von P&G klar definiert und verankert und spiegelt sich durch die Zusammensetzung der Fähigkeiten am Standort wider, die gebraucht werden, um überhaupt so ein technisch anspruchsvolles Gerät wie den Heated Razor entwickeln zu können. Nur hier in Kronberg war die Umsetzung des Heated Razor möglich.

Jetzt lesen:  Der UK-Hitgigant Olly Murs über ein neues Album & die neue Staffel „The Voice UK“

Gregor Meissner und Tobias Bojko.
Gregor Meissner und Tobias Bojko im Interview

Der GilletteLabs Heated Razor hat, wie der Name schon sagt, eine Wärmetechnologie. Wie wirkt sich das aus? Was sind die Unterschiede zu herkömmlichen Rasierern?

Ich vergleiche das immer gerne mit dem Barbershop. Du gehst dort hin und Wärme ist ein wesentlicher Teil der Rasur bzw. auch des Erlebnisses. Gerade am Anfang kommt das warme Handtuch zum Einsatz und macht Haut und Haar angenehm weich, konditioniert sie sozusagen also. Diesen Gedanken wollten wir im Heated Razor widerspiegeln und das ist das, was den Rasierer wirklich ausmacht. Die Wärme bewirkt ein besseres Gleiten des Rasierers über die Haut, wodurch die Rasur als angenehmer und komfortabler empfunden wird. Der Heated Razor bietet zudem ein vollkommen neues sensorisches Rasurerlebnis.

Gibt es ein Zusatzprodukt, welches ihr zum Heated Razor empfehlen würdet?

Wir würden zu einer Nassrasur immer einen Rasierschaum empfehlen, da es eine Schutzschicht bildet und die Gleitfähigkeit verbessert, was widerum für eine sanftere und komfortablere Rasur sorgt.

Wie kam es zur Entwicklung des neuen Rasierers? Kamen Kunden mit Pro- blemen auf euch zu und daraufhin habt ihr über die neue Technologie nachgedacht oder habt ihr dem Ganzen schon vorgearbeitet, um die Rasur noch angenehmer zu machen?

Dieses Mal war es tatsächlich anders, wir hatten Hypothesen aufgestellt und diese durch Konsumentenfeedback geprüft. Dadurch wurde die Hypothese bestätigt, dass Wärme eine unglaublich positive Rolle bei einer Nassrasur spielt. Innovative Produkte zu entwickeln, die genau auf die Bedürfnisse von Männern zugeschnitten sind, steht bei Gillette immer an erster Stelle. Wir machen integratives Entwickeln mit vielen Zyklen und testen immer wieder gegen einen Konsumenten, ob er das auch so sieht wie wir es denken.

Jetzt lesen:  Detlef D! Soost im Interview über Niederschläge und Erfolge

Gillette Heated Razor

Über wieviel Haut läuft ein Rasierer, bis er letztendlich auf dem Markt erhältlich ist?

Das ist eine Frage, die sich nicht so leicht beantworten lässt, da es sehr individuell ist. Aber ich kann soweit sagen, dass es mehrere tausend Probanden sind. Das heißt, es beginnt immer mit einem Core-Team innerhalb der Entwicklung. Dieses Team ist sehr kritisch, weil sie die Technologie von vorne bis hinten in der Tiefe kennen. Danach kommt der Konsument und davon sind es dann hunderte und tausende, die ein Feedback geben, damit wir dann Stück für Stück optimieren können.

Stichwort Reisen: Wie lange hält der Akku ohne Ladestation?

Das Design ist auf den Standard-Gebrauch von sechs Rasuren ausgelegt. Das heißt, der Gedanke war: Wenn jemand eine Woche unterwegs ist, kann er einfach nur seinen Rasierer mitnehmen, vollgeladen von der Station runter, packt diesen in seinen Koffer und fliegt oder fährt weg.

Ist die Zielgruppe eher Mann, eher Frau oder eher beides?

Er rasiert wunderbar an allen Körpern, aber die Zielgruppe ist erstmal der Mann. Sicherlich ist die Zielgruppe, die wir mit dem Produkt ansprechen möchten, eine ganz spezielle: Männer, die ein außergewöhnliches Rasurerlebnis suchen. Für die die Rasur keine einfache Notwendigkeit ist, sondern ein gerne gelebter Teil der täglichen Routine – und die vom Erlebnis her nochmal einen draufsetzen möchten.

Gillette Heated Razor

Ist der Rasierer also für alle Körperteile verwendbar? Oder ist die Wärme für manche Regionen eher weniger geeignet?

Ja, der Rasierer kann für alle Körperteile verwendet werden. Das kann ich mit Sicherheit sagen, denn wir testen das Produkt natürlich auf die Sicherheit. Es gibt schließlich Männer, die den Rasierer auch überall verwenden würden – das ist abhängig von der eigenen Präferenz.

Jetzt lesen:  Rewinside: Twitch-Streamer vom Hobby zum Hauptberuf

Hinter so einer großen Technologie steckt natürlich auch jede Menge Entwicklungsarbeit. Wird dadurch der Rasierer viel teurer als der handelsübliche?

Ja, es steckt sehr viel Forschung und Entwicklung hinter dem Heated Razor und „Technology never comes for free“. Die Entscheidung, ob es einem das Geld wert ist, liegt bei dem Einzelnen. Aus meiner Sicht ist es das auf jeden Fall.

Was ist die Kernaussage, die ihr euren Kunden mit diesem Rasierer mitteilen wollt?

Aus der Entwicklungssicht ist es ein „New to the World“, also ein komplett neu konstruiertes Gerät, das es wirklich noch nie so gab und das auf der sensorischen Ebene ein vollkommen neues Level des Rasierens ermöglicht. Ich denke, es wird in der Rasur einen völlig neuen Richtungswechsel geben. In diesem Bereich wird in Zukunft noch so einiges möglich sein. Es ist alles der Beginn einer Story und nicht das Ende.

Wenn das erst der Beginn ist, können wir also noch mehr Produkte in dieser Richtung erwarten?

Definitiv. Das kann noch in ganz verschiedene Richtungen gehen. Lasst euch überraschen!

Gillette Heated Razor
Das Starterkit inklusive Rasierer, Ladestation, 2er-Packung Klingen ist ab sofort für 199 € im Gillette Online-Shop erhältlich.

 

Fotos: AJOURE´ Redaktion; Gillette