Ancestry

Familienforschung – ein angestaubtes Hobby für einsame Nerds oder eine spannende Methode, um die eigenen Wurzeln zu erforschen und seine Identität zu finden?

Ancestry, die weltweit größte Online-Plattform für Familienforschung, hat im November 2020 in einer repräsentativen Studie verschiedene Altersgruppen befragen lassen und festgestellt, dass sich besonders die jüngeren Erwachsenen im Alter zwischen 19 und 40 Jahren für ihre Familiengeschichte interessieren. Die meisten von ihnen wollen sogar einen Stammbaum erstellen. Dazu motiviert die Befragten vor allen Dingen ein besserer Familienzusammenhalt, den sie sich von Familienforschung versprechen. Viele geben auch an, mehr Kraft zu haben, um Herausforderungen zu meistern, weil sie das Schicksal ihrer Eltern oder Großeltern kennen.

Am 13. Mai ist Vatertag – auf der Bollerwagen-Tour könnte man auch über Familie sprechen

Der Begriff „Vatertag“ lädt eigentlich dazu ein, Fragen nach den Vätern der Familie zu stellen. Laut Ancestry sind Erinnerungen, die du in solchen Gesprächen erfährst, ein guter Anfang, um deine Familiengeschichte zusammenzustellen. Neben Geschichten und Fotos sind auch Dokumente, Namen und Daten interessant. Du kannst dich wie ein Detektiv von einer Person zur nächsten hangeln: Beispielsweise führt dich das Sterbedatum einer Person zu deren Sterbeurkunde, die das Geburtsdatum und vielleicht auch die Namen der Eltern enthält. Und bald wirst du, ausgehend von deiner Person, deine Abstammungslinie über ein paar Jahrzehnte verfolgen können. Dann stößt du an Grenzen: In deiner Familie ist über die vorausgehende Generation nichts mehr zu erfahren und die handschriftlichen Aufzeichnungen über deine Familiengeschichte werden immer umfangreicher und allmählich unübersichtlich.

Ancestry bietet dir Datenbank-Recherche, Speicherplatz und DNA-Tests

Suche nach Verwandten im riesigen Dokumenten-Archiv

In Kirchenbüchern oder alten Telefon- und Adressverzeichnissen sind möglicherweise Vorfahren zu finden, über die deine Familie nichts mehr weiß. Ancestry ermöglicht dir, allein 660 Millionen digitalisierte deutschsprachige Dokumente online zu durchsuchen. Weltweit stehen einem Ancestry-Nutzer 27 Milliarden Dokumente wie z.B. Passagierlisten oder auch Militärregister zur Verfügung. Wegen Datenschutzbestimmungen müssen diese Daten aber ein bestimmtes Mindestalter haben. So sind Heirats- und Sterbeurkunden in Deutschland nach 30 Jahren erhältlich und Geburtsurkunden erst nach 110 Jahren. Jüngere Urkunden kannst du beim Standesamt trotzdem bestellen, wenn du eine direkte Abstammung zu der gesuchten Person nachweisen kannst.

Erstelle deinen Familienstammbaum

Bei Ancestry kannst du außerdem den eigenen Stammbaum erstellen und speichern. Weil man Familienzweige nach Bedarf ein- und ausblenden kann, ist die elektronische Speicherung eines Stammbaums übersichtlicher als die Papierform und bietet die Möglichkeit, innerhalb des Baumes elektronisch zu suchen. Ancestry gibt dir Tipps, wenn Dokumente aus der Ancestry-Datenbank zu Personen in deinem Stammbaum passen könnten. Falls du das möchtest, wird dein Stammbaum automatisch mit den öffentlichen Stammbäumen der über 100 Millionen anderen Ancestry-Nutzer verglichen und es werden Übereinstimmungen angezeigt. So kannst du Leute finden, die etwas über deine Familiengeschichte wissen oder die mit dir verwandt sein könnten. Du kannst die Angaben in deinem Stammbaum aber auch privat halten, so dass sie außer dir niemand sehen kann. Den Stammbaum kannst du außerdem als GEDCOM-Datei exportieren und somit unabhängig von Ancestry speichern.

Ancestry Stammbaum

Mit AncestryDNA unbekannte Verwandte finden

Ancestry bietet dir zusätzlich eine genetische Herkunftsbestimmung mittels DNA-Test (AncestryDNA). Schon viele Menschen haben mit einem solchen Test Erstaunliches über sich erfahren. So auch der Deutsche André Marten. Weil er seinen Vater nicht kannte, machte er einen DNA-Test und fand heraus, dass er zu sieben Prozent amerikanischer Ureinwohner sei. Zuerst glaubte André Marten an einen Fehler. Aber dann fand er in Colorado, USA, seinen Großvater, der als Soldat im Zweiten Weltkrieg in Deutschland stationiert war. Dessen Großmutter wiederum war eine Apachin. Da AncestryDNA der weltweit meistverkaufte Test ist (über 18 Millionen Nutzer), ist die Chance, mit einem AncestryDNA-Test mehr über sich herauszufinden, sehr hoch. Daneben ist AncestryDNA mit der Online-Plattform FamilyTreeDNA kompatibel und du kannst deine Chancen, einen Verwandten zu finden, erhöhen, indem du deine DNA-Analyse auch bei diesem Anbieter kostenlos hochlädst.

Hilfestellungen zur Ahnenforschung

Neben den drei Hauptfunktionen (Datenbank-Zugriff, Stammbaum, DNA-Test) bietet Ancestry verschiedene Hilfestellungen wie Formulare, um Infos, die du gesammelt hast, schriftlich festzuhalten. Diese kannst du dir übrigens hier kostenfrei herunterladen. Es gibt auch Übersetzungshilfen und Alphabet-Tabellen, um Dokumente besser auswerten zu können, oder interessante Hinweise zur Bedeutung von Namen. Die Plattform beinhaltet außerdem Foren, in denen sich die Nutzer zu verschiedenen Themen austauschen können. Auf YouTube präsentiert dir Ancestry verschiedene informative Videos wie die Beiträge der Ancestry-Profi-Genealologin und DNA-Expertin Ursula Krause, die du vielleicht aus der ZDF-Fernsehshow „Du ahnst es nicht“ kennst.

Ursula Krause über den DNA-Test:

Man sitzt nicht nur am Computer: Wie Familienforschung erlebt wird

Zur Familienforschung kam Ursula Krause über den ‚Arier-Nachweis‘ ihres Großvaters, auf dem vermerkt ist, dass seine Eltern ‚vermisst in Amerika‘ seien. Nachdem sie sich in ihrer Fantasie viel darüber ausgemalt hatte, forschte Ursula Krause nach und fand eine Cousine in den USA. Es sei eine großartige Erfahrung, sich mit neu entdeckten Verwandte auszutauschen und man spüre eine gewisse Zusammengehörigkeit, sagt Ursula Krause. Für sie ist es ein unglaublicher Reichtum, mit Hilfe der Familienforschung den Kreis der Verwandten zu erweitern und eine große Familie zu haben.

Auch Martina Badur hat, durch einen DNA-Test bei Ancestry, zu verschiedenen entfernten Vettern und Cousinen Kontakt aufnehmen können. Sie telefoniert oft mit einem 95 Jahre alten Großcousin, der eine unglaubliche Ähnlichkeit zu ihrem Uropa hat und sich sogar noch an den ehemaligen Bauernhof, den Martina Badurs Familie hatte, erinnern kann. Ahnenforschung bereite ihr tagtäglich neue Überraschungen, die ans Herz gehen oder ernst und traurig sind. So freue sie sich, dass sie als Hobby-Schneiderin und Enkelin eines Schneidermeisters eine jahrhundertelange Tradition dieses Berufs in ihrer Familie entdeckt habe. Ahnenforschung mache sie auf gewisse Weise auch ein bisschen demütig. So empfinde sie tiefe Hochachtung vor ihrer Ururoma väterlicherseits, einer Tochter armer Landarbeiter in Posen. Kurz vor der Geburt ihres vierten Kindes starb ihr Ehemann und sie benannte den Sohn nach ihrem Mann, Michael. „Das sind Momente, da kommen mir die Tränen“, sagt Martina Badur.

Wenn du Ancestry mal ausprobieren möchtest: so geht das

Ancestry bietet jedem einen kostenlosen Zugang auf Probe an. In dieser Testphase kannst du 14 Tage lang das Angebot von Ancestry in vollem Funktionsumfang inklusive deutschsprachigem Kundensupport nutzen. Danach kannst du dich für verschiedene Mitgliedschaft-Modelle ab 9,90 € pro Monat entscheiden. Probiere es einfach mal aus und vielleicht entdeckst auch du dir bisher unbekannte Verwandte.

 

Fotos: Ancestry; siam4510, LiliGraphie / stock.adobe.com