Ajoure Blog Seite 241

Culcha Candela im Interview über ihr neues Video zu „La Bomba“

Im Oktober geht die Tour zu Eurem neuen Album „Candelistan“ los. 19 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind geplant. Da habt ihr euch einiges vorgenommen…

Mateo: Ja, stimmt. Aber es ist bei den meisten so gewesen, dass wir einen knappen Monat unterwegs waren. Live spielen macht uns am meisten Spaß! Dazu muss uns niemand zu überreden. Wir bereiten uns knapp zwei Monate auf diese Tour vor, die meiste Zeit im Proberaum. Die Tour selbst ist dann nur Fun! Da wird dann geerntet.

Euer neuester Song „La Bomba“ ist mal wieder ein richtiger Partykracher. Die Szenerie erinnert an ein südamerikanisch angehauchtes Berlin der Goldenen 20er-Jahre. Soll das Video die unterschiedlichen Einflüsse von Culcha Candela widerspiegeln?

Mateo: Ja, perfekt ausgedrückt! Genau so ist es, wie eine Salsa Party im Berlin der “Roaring 20’s”! Wir haben da mit viel Liebe und vielen freiwilligen Helfern einen kleinen Film gedreht. Ich glaube, es ist unser bisher bestes Video! Unser liebstes ist es auf jeden Fall. :)

Mit Roldán González Rivero habt ihr Euch die Stimme der berühmten kubanischen Band Orishas geholt. Wie kam die Zusammenarbeit zustande?

Mateo: Die Orishas waren eine der Bands, die uns am Anfang unserer Karriere inspiriert haben. Bei diesem Album war klar: wenn wir Features machen, dann mit Leuten, die uns viel bedeuten und am Herzen liegen. Roldan ist für uns die Latin Stimme schlechthin! Toller Sänger, ganz klassisch Kubanisch.

Manuel Cortez hat die Regie beim Musikvideo zu „La Bomba“ geführt. Nach „Scheiße, aber happy“ schon das zweite Mal. Die Zusammenarbeit scheint also beiden Seiten gut zu gefallen. Was macht den Erfolg aus?

Mateo: Manuel kennen wir schon seit einer halben Ewigkeit! Er hatte sogar mal mit unserem Johnny eine Band!! ;) Das tolle an ihm ist, dass er am Set ein sehr aktiver Regisseur ist. Er sagt Dir die ganze Zeit genau, was er von Dir wie gespielt haben möchte. Dadurch, dass er selber Schauspieler war, kann er das sehr gut. Er ist nicht nur unser Kumpel, sondern bisher der beste Regisseur, mit dem wir gearbeitet haben. Die Ergebnisse lassen sich sehen. ;)

Wie läuft die Planung für so ein Video ab. Setzt ihr Euch zusammen und überlegt gemeinsam, was zum Song passen würde?

Mateo: Meistens kommen die Ideen schon grob von uns…und dann kommen der Regisseur und die Produktionsfirma und setzt den Rotstift an! (lacht) Im Ernst: Der Regisseur formuliert dann aus, was wir ihm als Brainstorm anliefern. Es gibt aber auch solche, die einfach Skripts schreiben und dann Videos pitchen. Aber die direkte Zusammenarbeit und der Austausch basierend auf unseren Ideen, das gefällt uns deutlich besser.

So ein Dreh ist oft zeitintensiv und anstrengend. Wie lang habt ihr diesmal gedreht, bis alles im Kasten war?

Mateo: Zwei Tage. Das ist heutzutage, wo man eigentlich mit kleinen Budgets und “nur” für’s Internet dreht schon verdammt viel!

Nicht nur in Euren Videos, sondern auch auf der Bühne seid ihr wahre Entertainer. Spielt ihr eigentlich lieber live als im Studio aufzunehmen, oder kann man das nicht vergleichen?

Mateo: Kann man nicht vergleichen. Das eine ist die Pflicht, das andere die Kür. Wir sind am liebsten auf der Bühne, aber ins Studio muss man ja auch ab und zu! (lacht)

 

Foto: Tobias Bojko/Manuel Cortez

Smartwatches – nur ein Technikspielzeug für Nerds?

Auch 2015 entpuppt sich die Internationale Funkausstellung als Smartwatch-Paradies. An fast jeder Ecke funkeln einem die multifunktionalen Computeruhren entgegen. Doch sprechen die Wearables überwiegend verschrobene Technikfreaks an oder haben sie bereits das Interesse der Normalverbraucher geweckt?

Auch wenn die Technikbranche die Smartwatch als Revolution feiert, ist die Computeruhr an sich ein alter Hut. Schon 2003 stellte Microsoft mit der SPOT eine Armbanduhr vor, die ausgewählte Informationen aus dem Internet auf dem Display visualisieren konnte. Und bereits zwanzig Jahre zuvor waren Armbanduhren mit Taschenrechnerfunktion der letzte Schrei auf dem Schulhof. Den Weg aus der Nerd-Ecke hin zum Mainstream-Markt beschritt die Computeruhr jedoch erst in Verbindung mit dem Smartphone. In dieser Kombination lassen sich mit den kleinen technischen Wunderwerken nicht nur mathematische Aufgaben lösen oder Fitnessfunktionen wie Schrittzähler und Pulsmesser nutzen. Ist die Smartwatch über eine Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone verknüpft, können Nutzer zudem schnell und einfach Termine im Auge behalten, E-Mails und Kurznachrichten lesen, den Wetterbericht abrufen oder sich per GPS durch die Stadt navigieren lassen. Möglich machen das die hochauflösenden Touch-Displays, mit denen moderne Smartwatches ausgestattet sind. Doch wie alltagstauglich sind die schlauen Uhren wirklich?
 

Ein hoher Preis für wenig Mehrwert

Im Zeitalter der Smartwatch ist die Uhr längst kein reiner Zeitmesser mehr. Doch die Funktionsfülle erkaufen sich die stylishen Uhren durch Abhängigkeit. Zum einen funktionieren die internetgestützten Anwendungen nur, wenn auch ein entsprechendes Smartphone in der Nähe ist – in der Regel vom selben Hersteller wie die Smartwatch. Und zum anderen zwingt die geringe Akkuleistung die Computeruhren spätestens alle 24 Stunden an die Steckdose. Hinzu kommt der stattliche Preis von 200 bis 400 Euro, der für die Top-Geräte von Apple, Samsung, Sony und Co. verlangt wird. Abnehmer finden die Hersteller für ihre Computeruhren dennoch. Spätestens seit Apple in den Markt eingestiegen ist, hat sich die Smartwatch vom Technikspielzeug zum Business-Accessoire gewandelt. Dennoch krankt die Branche nach wie vor an einem begrenzten App-Angebot, sodass sich allen voran Apples Bestseller nachsagen lassen muss, nur wenig Mehrwert zu bieten.

Dies soll sich Ende des Jahres jedoch mit einem Software-Update ändern. Mit watchOS 2.0 will der Hersteller aus Cupertino vor allem Entwicklern mehr Flexibilität einräumen – ein wichtiger Schritt. Denn ob sich die Smartwatch auf dem Massenmarkt halten kann, hängt auch damit zusammenhängen, inwieweit sich Programmierer auf den neuen Gerätetyp einstellen. Zudem will Apple das Defizit ausgleichen, dass Nutzer in Kauf nehmen, wenn sie ihre Apple Watch ohne iPhone verwenden. Die Smartwatch würde damit ihrem Status als bloße Erweiterung des Telefons entwachsen. Ob es Apple und den anderen Herstellern gelingen wird, die Smartwatch zum unverzichtbaren Begleiter am Handgelenk zu machen, bleibt jedoch abzuwarten.

 

Foto: Flickr Ohne Titel TechStage CC BY-ND 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Fack ju Göhte 2 – Filmkritik & Trailer

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Fack ju Göhte 2 – Die Story

Auch wenn die Schüler ihn lieben, Zeki Müller (Elyas M’Barek) kann sich mit seinem (erschwindelten) Beruf als Lehrer nicht anfreunden. Als er jedoch Diamanten aus einem früheren Verbrechen in die Finger bekommt, wähnt er sich am Ziel. Endlich die eigene Bar aufmachen und nie wieder Lehrer sein.

Doch als er auf Nummer sicher gehen will und die Diamanten in einem Kuscheltier versteckt, landet ausgerechnet dieses im Hilfs-Container der Konkurrenzschule des Schillergymnasium. Und reist mit deren Schülergruppe nach Thailand zur thailändische Partnerschule.

Zeki bleibt keine andere Wahl, er muss handeln. Als Schulausflug getarnt fliegt er, zusammen mit den größten Schwachmaten seiner Klasse, ebenfalls nach Thailand, um die Diamanten zurück zu holen. Doch in Thailand erwartet die schräge Truppe noch einiges mehr.

 

 

Das Hangover Prinzip

Nach dem großen Erfolg des ersten Films war schnell klar, es wird eine Fortsetzung geben. Wieder mit Elyas M’Barek, der mit dem Film quasi den deutschen Filmstarstatus verliehen bekam.

Dabei bedient man sich an den klassischen Stilmitteln einer Fortsetzung, indem man die Taktung der Ereignisse erhöht, die Gagdichte verstärkt und insgesamt alles etwas größer und abgedrehter macht. Und um eine komplett andere Kulisse zu bekommen, was bei relativ gleichem Handlungsaufbau nicht ganz unwichtig ist, geht man – genau – nach Thailand.

Dennoch ist Teil zwei der Fack ju Göthe Erzählungen nicht schlecht geworden. Das liegt in erster Linie an den Figuren wie Zeki, Chantal, Danger, die zwar nicht mehr neu und überraschend sind, wie sie es noch im ersten Film waren, die dennoch mit ihrer Art für reichlich Lacher sorgen. Und zum anderen daran, dass viele der Ereignisse nach wie vor, trotz extremer Übertreibung, viele Querverweise auf das echte Schulleben haben und mancher Schüler sich sicher wünscht, in Alltagssituationen mal etwas mehr Fack ju Göthe Feeling zu bekommen.

Die Schwächen der Fortsetzung liegen hingegen eindeutig in der gesteigerten Anzahl an Handlungssträngen und Ereignissen, die sich im Film gegenseitig die Spielzeit abjagen. So merkt man, dass Regisseur Bora Dagtekin unbedingt noch mehr gesellschaftkritische Ansätze verfolgen wollte, dabei der Unterhaltungswert der Geschichte nicht leiden sollte und somit einfach bei beidem mehr gemacht wurde als dem Film gut tut.

 

Solide Fortsetzung mit vielen Lachern

Auch wenn Fack ju Göthe 2 den ersten Teil nie ganz erreicht, was Qualität, Originalität und Handlungsverlauf angeht, ist er dennoch ein sehr unterhalsames Abenteuer, bei dem man viel und oft lachen kann. Wer also mehr von Chantal und Co. sehen will, sollte das zweite Abenteuer der Chaotentruppe nicht verpassen.

 
Fack ju Göhte 2
Kinostart: 10. September 2015

 

Kinoposter © Constantin Film

Lässige Trenchcoat Streetstyles

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Hintergrundwissen Trenchcoat

Ein Kleidungsstück, das für den Krieg erschaffen worden ist. Ursprünglich sollte er ein Mantel für die britische Armee werden, er ist ein unsterbliches Symbol für die Männlichkeit. Seine Geschichte beginnt vor über 150 Jahren, als zwei britische Firmen, Burberry und Aquascutum, sowohl ein wasserdichtes als auch ein winddichtes Modell aus Ga-bardine Stoff für die Mäntel der Offiziere erschaffen haben.

Die Details am Coat, die wir heute so gut kennen, sind immer noch an Ort und Stelle geblieben – Epauletten über die Schultern, die ursprünglich als Schulterschutz gegen Säbelhiebe stand und gegen das Abrutschen der Schulterriemen. Ein stark genähter Gürtel mit D-Ring zum Aufhängen von Granaten und anderen Geräten. Ärmelriegel und Sturmtaschen für zusätzlichen Schutz vor regen. Der Trenchcoat erwies sich zu Kriegszeiten als Mantel von unschätzbarem Wert, aber auch in Friedenszeiten schätzte man ihr sehr.

Heute ist der Trenchcoat ein absolutes Must-Have im Schrank des Mannes. Alle Details sind geblieben und immer gut kombinierbar mit den aktuellen angesagten Mode-Highlights. Den Trenchcoat kann man ohne groß drüber nachzudenken mit allen seinen Street-Styles-Looks kombinieren.
 

Trechcoat Style 1

Trenchcoat Street-Style

Pier One Trenchcoat beige 79,95 € • Wood Wood HARRISON Langarmshirt navy 94,95 € • Levi’s® 511 Jeans Slim Fit bear grass 79,95 € • Vans OLD SKOOL Sneaker true white 94,95 €
 

Trechcoat Style 2

Trenchcoat Street-Style

KIOMI Trenchcoat olive 79,95 € • Jack & Jones JJCOTERME REGULAR FIT T-Shirt white 14,95 € • G-Star DAVIN JOG PANT Stoffhose dune 99,95 € • Zign Schnürstiefelette – cognac 79,95 €

 

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Fotos: Zalando

Wie erkenne ich, ob ich sexsüchtig bin?

Jeder Mensch und jeder Mann hat ein unterschiedliches Bedürfnis nach Sex. Manchen reicht es, einmal die Woche Sex zu haben und masturbieren gar nicht. Anderen gelüstet es täglich oder gar mehrmals täglich nach Sex. Dann haben sie vielleicht häufiger Sex, masturbieren aber sicherlich auch häufiger. Alles kein Problem, alles normal soweit. Wer aber so oft an Sex denkt, so dass fast jeder Gedanke um Sex kreist, gelangt in eine kritische Situation. Sexsüchtig ist man dann, wenn die sexuellen Gedanken und die sexuelle Aktivität anfangen sich erheblich negativ auf sämtliche berufliche Tätigkeit, den Alltag oder zwischenmenschliche Beziehungen auszuweiten.

Sexsüchtigen wird dies oftmals bewusst, sie sehen sich aber außer Stande ihr Verhalten zu ändern. Erst wenn negativen Folgen auftreten und nicht überwunden werden können, kann daher von Sexsucht gesprochen werden. Allein häufiger Sex oder häufige Masturbation ist kein Kriterium. Im Zusammenhang mit der Sexsucht stellt sich häufig auch eine großes Schamgefühl, eine Depression und mangelnde sowie sehr kurzlebige sexuelle Befriedigung ein.

Vorab: Psychologen versuchen oftmals Sexsucht mit frühkindlichen Traumata oder fehlendem Kontakt zur Mutter oder ähnlichem zu erklären. Diese Erklärung ist vor allem bei Tiefenpsychologen beliebt, die sich allein darauf fokussieren, die Kindheit ihrer Patienten aufzuarbeiten. Das kann auch zutreffen, muss es aber bei weitem nicht. Sexsucht tritt in höherem Alter auf und kann genauso gut, wenn nicht sogar viel häufiger, in schlechten Angewohnheiten und Verhaltensweisen begründet sein. Ein Fokus auf die Kindheit versperrt dann oft die Sicht auf diese erlernten und einstudierten Verhaltensweisen, die für eine Überwindung der Sucht verändert werden müssen. Sexsüchtige werden so nicht in die Lage versetzt, ihrer gegenwärtigen Verantwortung nach zu kommen.

Wie jede Sucht, kann auch Sexsucht therapiert oder durch geeignete Verhaltensänderungen überwunden werden. Dafür ist es aber zunächst einmal wichtig, sich seiner Sexsucht und Verhaltensweisen bewusst zu werden. Bist du sexsüchtig? Hier eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen:
 

Ist deine Sexualität zum alles bestimmenden Lebensbereich geworden?

Wenn die Gedanken an und die Ausübung von Sex in deinem Leben die Hauptrolle spielen, dann kann es gut sein, dass du sexsüchtig bist. Oftmals schauen Sexsüchtige jeden Tag stundenlang im Internet Pornos und masturbieren, etwa gar bis die Intimregion wund wird – und verspüren trotzdem keine großartige sexuelle Befriedigung. Findest du vor lauter Pornos, Masturbation und Sex keine Zeit mehr zum Arbeiten oder Lernen? Vernachlässigst du zwischenmenschliche Beziehungen in extremer Weise für sexuelle Aktivitäten? Dann kann es sein, dass du sexsüchtig bist.

Die Art, wie diese Zügellosigkeit ausgelebt wird, kann variieren. Häufiger Pornokonsum allein muss auch nicht zwingend auf eine Sexsucht hinweisen. Es ist die negative Beeinträchtigung anderer Lebensbereiche, die auf eine Sucht hinweist. Mancher gibt auch unvernünftig viel Geld für käuflichen Sex aus, ein anderer mag übertrieben häufig anonymen Sex suchen oder Swinger Clubs aufsuchen.
 

Bist du sexsüchtig?
Hast du das Gefühl, die Kontrolle über dein Sexleben zu verlieren?

 

Macht dich Sex oder Masturbation glücklich? Bist du generell glücklich?

Vermutlich viel häufiger als durch ein Kindheitstrauma tritt Sexsucht als Nebenerscheinung oder Folge eines Gefühls der inneren Leere, etwa im Kontext eines Burn-Outs oder einer Depression auf. Masturbation und Sex hilft dem Betroffenen, sich selbst gegenwärtiger zu fühlen. Erlebtes oder gespürtes Unglück wird strategisch versucht durch das vermeidliche Glück sexueller Erfüllung zu überspielen. Dies hilft meistens nur kurzfristig und auf Dauer sinkt der Effekt: Sex macht weniger glücklich. Als Folge versuchen Betroffene meist ihre sexuellen Aktivitäten zu intensivieren und vor allem zu erhöhen. Die negativen Auswirkungen der Sucht auf den Alltag verstärkt das dann leider nur weiter, sodass es zu einem Teufelskreis kommt.
 

Fühlst du dich nach dem Sex schlecht? Leidest du unter Kontrollverlust?

Der im Zuge einer Sexsucht auftretende Kontrollverlust wird von Betroffenen oft selbst bemerkt. Wer angesichts der negativen Auswirkungen unfähig ist, sein Verhalten selbstständig zu ändern, verliert ganz augenscheinlich die Kontrolle über sich selbst. Beziehungen scheitern, das Selbstbild verschlechtert sich weiter – und wird paradoxerweise wiederum versucht mit Sex aufzubessern.
 

Versuchst du, dich in immer extremere Praktiken hineinzusteigern ohne dass sich ein Glücksgefühl einstellen will?

Aufgrund des abnehmenden Glücksgefühls bei sexuellen Handlungen und Gedanken versuchen Betroffene dieses oftmals durch extremere Praktiken wieder zu erlangen. Dazu können etwa sehr häufig wechselnde Geschlechtspartner zählen, das Aufsuchen von Swinger Clubs, das Hineinsteigern in S&M-Fantasien und Praktiken oder gar kriminelle Handlungen wie Stalken oder Exhibitionismus. Um eines klar zu stellen: Abgesehen von zuletzt genannten kriminellen Handlungen, stellen erstere Vorlieben per se wieder kein Problem dar. Jeder Mensch hat andere Vorlieben, die alle vollkommen legitim sind. Einen Hinweis auf Sexsucht stellen diese nur da, wenn sich auch dann kein oder nur ein sehr kurzlebiges Glücksgefühl einstellt. Der Betroffene ist also auf der andauernden Jagd nach neuen Reizen, ohne Befriedigung zu empfinden.
 

Ein Ausweg

Je nach Art der Ursachen für eine Sexsucht, kommen verschiedene Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten in Frage. Während manche ein Sexverbot auferlegen, empfehlen andere ein positives und inniges Sexualleben in Form einer Partnerschaft aufzubauen. Egal ob mit oder ohne Therapie: Angeeignetes schädliche Verhalten muss abgebaut und ein positives Verhältnis zur Sexualität aufgebaut werden. Sind etwa Depressionen oder andere Abhängigkeiten oder Süchte im Spiel und ursächlich für die Sexsucht, so müssen diese zuerst angegangen werden. Nur dann kann sich der Teufelskreis lösen und Sex wieder als das wahrgenommen werden, was er ist: Etwas Wunderschönes.

 

Foto: erhui1979, SimmiSimons/iStock.com

Beine rasieren – Der Beauty-Trend für echte Kerle

1990 war gestern.

Der Mann von Welt trägt heute seine Haare kurz. Gestutzte Beinhaare bei Männern liegen derzeit voll im Trend. Nach der Intimrasur und der umfassenden Pflege von Gesichtsbehaarung, gilt auch die Entfern-ung von Haaren an anderen Körperteilen als mo-dern.Während lange Zeit Beauty-Behandlungen und ausgedehnte Körperpflege vorrangig dem weiblichen Geschlecht vorbehalten waren, hält in der Gegenwart ein neues, ästhetisches Körperbewusstsein auch bei den Männern Einzug.

Im Sport schon längst angekommen.

Professionelle Radsportler und Schwimmer nutzen die Körperrasur schon länger, insbesondere die Entfernung von starkem Haarwuchs an den Beinen, um weniger Widerstand zu erzeugen und es ist tatsächlich erwiesen, dass rasierte Extremitäten eine Auswirkung auf die Geschwindigkeit haben. Aus optischen Gründen zeigen außerdem auch Bodybuilder ihre beeindruckenden Muskeln gänzlich unbehaart.

Vorurteile halten sich ewig.

Sich aus ästhetischen oder hygienischen Gründen zu rasieren, deutet heutzutage auch nicht mehr auf homosexuell bedingten Körperkult hin, als moderner Mann liegst du mit gestutzten Beinhaaren voll im Trend. Denn besonders im Sommer, wenn du kurze Shorts trägst, fällt starke, insbesondere dunkle Behaarung an den Beinen extrem auf. Die regelmäßige Entfernung von Haaren schafft ein ganz neues, ansprechendes Erscheinungsbild.


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So gehts:

Um starken Haarwuchs an den Beinen zu trimmen, stehen dir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Beim Rasieren hast du den Vorteil, die Haare auf 1mm stutzen zu können, während durch andere Methoden die Beine für einen längeren Zeitraum vollständig glatt werden. Für die Entfernung von Beinbehaarung eignet sich der Nassrasierer besonders gut. Bei starkem Haarwuchs solltest du zu Beginn die zu rasierenden Stellen auf etwa 1cm stutzen. Verwende außerdem ein Rasiergel oder einen Schaum. Für ein sauberes Ergebnis rasiere gegen die Wuchsrichtung. Je nachdem, wie schnell deine Haare nachwachsen, musst du die Prozedur dann in regelmäßigen Abständen wiederholen.

Die Haarentfernung durch Epilieren hält wesentlich länger an, da hierbei die Haare nicht abgeschnitten, sondern gezupft werden. Das Ergebnis sind dann glatte, völlig haarlose Beine. Eben so ein Ergebnis kannst du mit einer Enthaarungscreme erzielen. Nach dem Auftragen der Creme können die Haare unkompliziert mit Wasser abgespült werden. Die Methode ist völlig schmerzfrei, jedoch können diese Cremes auch Allergien hervorrufen. Es ist also ratsam, das Produkt zuvor an einer Stelle zu testen. Die Methode, Haare durch Kaltwachsstreifen zu entfernen, ist nicht gänzlich schmerzfrei, an den Beinen aber gut durchzuführen. Das Ergebnis hält mitunter mehrere Wochen an. Die beliebteste Methode ist jedoch das Stutzen der Beinbehaarung durch einen Rasierer. Eine anschließende Pflege der rasierten Stellen mit einer Lotion empfiehlt sich bei allen möglichen Varianten.


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Evolution Mann ist angekommen.

Rasierte Beinhaare sind also nicht mehr ein Zeichen für versteckte Weiblichkeit, sondern Zeichen für ein neues, modernes Körperbewusstsein und Sinn für Ästhetik. Denn auch bei der Frauenwelt kommen rasierte Männerbeine gut an. Starker Haarwuchs an den Beinen verdeckt schöne, gebräunte Haut und Muskeln. Zudem freut sich ein beachtlicher Teil der weiblichen Bevölkerung über glatte, weiche und nicht kratzende Männerbeine.

Wenn du dir unsicher bist, empfiehlt sich das Stutzen der Haare mit einem Rasierer auf 1mm. Die Haare wachsen relativ schnell nach und du kannst dich zunächst mit diesem neuen Gefühl vertraut machen, während bei anderen Methoden die Beine mit unter für mehrere Wochen komplett glatt bleiben.
Fotos: riskms, nokastudio/iStock.com

Southpaw – Filmkritik & Trailer

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Southpaw – Die Story

Boxer Billy Hope (Jake Gyllenhaal) ist als Halbschwergewichts-Weltmeister an der Spitze seiner Karriere, steht finanziell bestens da und hat mit Maureen (Rachel McAdams) und Leila (Oona Laurence) Frau und Tochter, die ihn lieben.

Doch plötzlich zerreißt ihre heile Welt, als Maureen bei einem tragischen Vorfall ums Leben kommt. Billy, der mit der Situation komplett überfordert ist, verliert nicht nur die Nerven, sondern auch das Sorgerecht für Leila. Und es scheint, als wäre er entgültig ein für alle Mal erledigt.

Aber Billy gibt nicht auf, dafür liebt er seine Tochter zu sehr. Und so beschließt er, sich an den Boxtrainer Tick Wills (Forest Whitaker) zu wenden, um sich zurück zu arbeiten, um seine Tochter wieder zu bekommen und zu zeigen, dass er sich noch nicht aufgegeben hat.

 

 

Das Gyllenhaal Phänomen

Mit Southpaw könnte zur Zeit einer der Anwärter für die nächste Oscarverleihung in den Kinos laufen. Die im Grundriss einfache Geschichte eines erfolgreichen Boxers, der alles verliert und sich wieder zurück kämpft, ist deshalb so gelungen, weil die Darsteller der Hauptcharaktere die Geschichte in jedem Augenblick tragen.

Mit Jake Gyllenhaal, Rachel McAdams und Forest Whitaker in den wichtigsten Rollen, fährt der Film auch ein paar der derzeit besten Geschütze auf, die Hollywood in Sachen authentisches, auf den Punkt gebrachtes Schauspiel zu bieten hat. So kann man sich in die Emotion und Leidenschaft ihrer Figuren in fast jedem Augenblick hineinversetzen. Dagegen erscheint der weitere Cast fast unscheinbar, obwohl auch hier so gut wie jeder Darsteller eine gelungene Leistung abruft.

Die generelle Erzählstruktur und die immer wieder auftretenden Hochs und Tiefs der Geschichte sind ein weiterer Punkt, der den Zuschauer gut bei der Stange hält und ihn mit in die Welt von Boxweltmeister Billy Hope zieht. So kann man durchaus sich selbst, aber auch andere Zuschauer im Kino, mit geballten Fäusten, oder einer knapp verdrückten Träne beobachten, sollte man sich einmal von der Leinwand losreißen können.

Als einzigen Negativpunkt, der bei genauerer Betrachtung doch nicht so richtig negativ zu sein vermag, könnte man die simplen Klischees aufführen, die der Film mit vielen seiner Figuren bedient. Doch gerade das lässt den Film an manchen Stellen zum Glück so einfach werden, dass im besonderen Gyllenhaal sich das Herz aus dem Leib spielen kann.
 

Voll auf die Zwölf!

Bei einem Film wie Southpaw bedarf es eigentlich nicht vieler Worte. Eine Geschichte mit solch starker Schauspielpräsenz, die gleichzeitig simple und doch so mitreißend daher kommt, sollte man unter keinen Umständen verpassen.
 

Ein Underdog kämpft sich ins Leben zurück: Mitreißendes Boxer-Drama mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle.
Kinostart: 20. August 2015

 

Kinoposter: Tobis

The Transporter Refueled – Filmkritik & Trailer

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The Transporter Refueled – Die Story

Gerade noch hat Transporter Frank Martin (Ed Skrein) gemütlich mit seinem Vater (Ray Stevenson) auf dessen Ruhestand angestoßen, da befindet er sich mitten in einem Auftrag, der nicht nur ihn, sondern auch seinen Vater mit einbezieht. Denn ein paar unbekannte Schönheiten entfachen einen Krieg gegen Gangster Karasov (Radivoje Bukvic), einen alten Bekannten des Transporters. Und um sicher zu gehen, dass Frank auch brav das tut was sie verlangen, kidnappen sie erst einmal seinen Vater.

 

 

Neuauflage, oder Fortsetzung?

Nachdem Jason Statham ablehnte, zum vierten Mal die Rolle des Frank Martin zu übernehmen, kommt nun Ed Skrein zum Zug. Optisch nicht gänzlich unähnlich, kann er mit der Rauhbein Nummer seines Vorgängers nicht ganz mithalten und legt seine Figur deshalb etwas filigraner an. Das tut dem Transporter keinen Abbruch, dürfte aber für einige Irritationen beim Publikum führen, die nach drei Filmen vom Erscheinungsbild und Auftreten Stathams geprägt sind.

Mit der Story legen die Drehbuchautoren um Mastermind Luc Besson im direkten Vergleich zu den früheren Transporter Filmen nochmals eine Schippe Irrsinn drauf. Vieles im Film ergibt nicht zwingend Sinn, und so manche Wendung und Aktion ist zu klischeebeladen, als dass man sie wirklich erwarten würde. Dennoch vermag die banale, abstruse Geschichte zu unterhalten.

Kamera und Schnitt sind im größten Teil des Films richtig gut gelungen. Doch gerade bei den Kampf- und Actionszenen verwehren die zum Teil zu schnellen Schnitte den vollen Genuss so manch gut choreographierter Momente.

Weder die Erwartungen, dass alles beim alten bleibt, noch die Hoffnungen mancher, dass mit dem Neustart der Transporterreihe alles anders wird, werden erfüllt. Im Großen und Ganzen bleibt das Meiste gleich, an ein paar Schrauben und Rädchen wurde gedreht und das „höher, schneller, weiter“-Prinzip, ein klassisches Element einer Fortsetzung, findet hier Anwendung. Jedoch, ohne damit den Film viel besser oder extrem viel schlechter zu machen.

 

Kann Spaß machen, muss aber nicht

Statham Fans werden vermutlich nicht glücklich über die Neuauflage ohne ihren Helden. Und Logikfreunde erst recht nicht. Wer auf beides verzichten kann, aber auf rasante Action, simple Handlung und absurde Aktionen steht, der dürfte sich bei „The Transporter Refueled“ bestens unterhalten fühlen.

 
The Transporter Refueled
Kinostart: 3. September 2015
 

Kinoposter © Universum Film (Walt Disney)

Zukunftstrend Hoverboard?

Wolltet ihr als Kind auch manchmal so sein wie der pfiffige Marty McFly aus dem Film Zurück in die Zukunft und mit einem Hoverboard durch eine futuristische Stadt schweben? Marty lebt im langweiligen Jahr 1985 in der verschlafenen Kleinstadt Hill Valley. Doch eines Tages beginnt ein abenteuerlicher Trip: Der durchgeknallte Wissenschaftler Doc Brown hat eine Zeitmaschine erfunden und nimmt Marty mit in die Zukunft. Marty staunt nicht schlecht: fliegende Autos, Videotelefonie, hydrierte Pizzas, bizarre Klamotten – und schwebende Skateboards. Zukunftsmusik eben.

Im Film reisen Marty und Doc Brown ins Jahr 2015. So ist es nur konsequent, dass es dieses Jahr so weit ist: Das Hoverboard wird vorgestellt. Kein Witz. Am 5. August soll es so weit sein. Der Toyota-Hersteller Lexus hat es konstruiert und auf seiner Website in einem kurzen Trailer angekündigt. Auf Nachfragen, ob es sich nicht vielleicht doch um einen PR-Gag handele, antwortet das Unternehmen: Nein, das Hoverboard wird definitiv kommen. Seit anderthalb Jahren wird nun angeblich schon an dem Teil getüftelt. Gerade sollen Profi-Skateboarder das Schwebebrett in einem eigens dafür gebauten Skatepark in Barcelona testen.

Laut Lexus läuft bzw. schwebt das Hoverboard auf Basis von Supraleitern und Magneten. Damit die Supraleiter überhaupt funktionieren, müssen sie mit flüssigem Stickstoff permanent gekühlt werden. Daher sieht das Hoverboard in dem Hersteller-Video auch ein bisschen so aus wie eine schwebende Nebelmaschine. Doch trägt der herausströmende Dampf schließlich zum futuristischen Gesamteindruck des Gefährts bei. Der Trailer zeigt das Hoverboard vor der Kulisse eines gewöhnlichen Skateparks. Wenn ihr jetzt aber glaubt, ihr könnt mit dem Brett einfach da aufkreuzen und eure Freunde mit coolen Tricks beeindrucken, so müssen wir euch leider enttäuschen. Lexus räumte auf Nachfrage ein, dass das Hoverboard wegen seiner Magneten nur auf metallischem Untergrund funktioniert. Sogar im Film Zurück die Zukunft werden an die Realität immerhin so weit Zugeständnisse gemacht, dass das Hoverboard auf Wasser den Geist aufgibt und Marty McFly dabei ganz schön alt aussieht. Und auch so waghalsige Stunts wie Marty sie performt, wird man mit dem echten Hoverboard wohl vorerst nicht zustande bringen. Im Video schwebt es ganz gemächlich und unspektakulär ein paar Zentimeter über dem Boden.
 

 

Aber ein Anfang ist gemacht: Das Hoverboard steht! Und es schwebt. Nun stellt sich die Frage: Kann es auch wirklich einen Menschen tragen? In dieser Frage zieht sich der Hersteller ein wenig aus der Affäre. Optisch ist Lexus’ Hoverboard nicht übel. Es vereint Hightech mit natürlichen Materialien. Die Oberfläche mit dem markanten Lexus-Logo soll aus Bambus sein.

Seit den Zurück in die Zukunft-Filmen ist das Hoverboard fester Bestandteil der Popkultur. Und wie das bei der Popkultur nun einmal ist: Wild ranken sich die Mythen. Schon seit dem Jahr 2001 gibt es immer mal wieder Gerüchte über vermeintliche echte Hoverboards, die bald auf den Markt kommen und den Kindheitstraum wahr werden lassen sollen. Letztes Jahr wurde ein nicht unbeeindruckendes Video veröffentlicht mit Gastauftritten der Skateboard-Ikone Tony Hawk, dem Musiker Moby und dem Schauspieler Christopher Lloyd (der verrückte Wissenschaftler aus Zurück in die Zukunft). Aber wie so viele Hoverboard-Geschichten stellte sich das Video bald als viraler Marketing-Gag heraus.

Es scheint also, als habe Lexus tatsächlich eine Pionierleistung vollbracht. Bald wissen wir mehr. Ob das Hoverboard eine – im wahrsten Sinne des Wortes – tragfähige Erfindung ist, wird sich noch zeigen.

 

Fotos: Lexus / Youtube

Haar-Transplantation unter der Lupe

Was du tun kannst, wenn es kahl wird

Zwischen 50-100 Haare verliert ein gesunder Mensch pro Tag, jedes Haar darüber, wird als Haarausfall bezeichnet. Bei Männern entsteht durch die schwindende Haarpracht oft ein Verlust der Lebensqualität, denn das Gefühl von Attraktivität und Wohlbefinden sind häufig mit vollem Haar verbunden. Kaum einer sieht dem Verlust seiner Haare gelassen entgegen. Kein Wunder, denn was verändert den eigenen Typ so sehr, wie unser Haarschopf? Und weil nicht jeder über einen Charakterkopf à la Bruce Willis oder Andre Agassi verfügt, werden zunehmende Geheimratsecken und die hohe Stirn in der Regel mit Sorge beobachtet.

Über 80 % der Männer leiden unter der sogenannten “androgenetischen Alopezie”, dem hormonbedingten Haarausfall. Falls es tröstet: Rund 40 % der Frauen kämpfen ebenfalls damit, allerdings werden ihre Haare nach der Menopause meistens nur insgesamt dünner. Flächendeckender Haarausfall bleibt ihnen in den überwiegenden Fällen erspart.

Geht es dir auch so? Du beobachtest seit einiger Zeit mit Sorge, dass deine Haare immer lichter werden, sich sogar schon lichte Stellen auf dem Kopf gebildet haben?
Die Geheimratsecken werden immer höher und sie lassen sich mit der Frisur nicht mehr kaschieren? Es gibt trotzdem keinen Grund zu verzweifeln!

Jürgen Klopp und der Ex-Nationalspieler Wayne Rooney haben es vorgemacht und damit den Männern den Weg in die Welt der Schönheits-OPs geebnet. Beide haben sich jeweils einer Eigenhaartransplantation unterzogen und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Klopp trägt jetzt selbstbewusst wieder Kurzhaarfrisur und Wuschelkopf ohne Geheimratsecken und kommentierte Journalisten-Nachfragen lässig mit: “Ist doch ganz gut geworden, oder?” Und auch Rooney hat diesen Schritt nie bereut. Bereits mit 25 Jahren hatte er kaum noch Haare auf dem Kopf und sich zu einer Transplantation entschieden. Danach zeigte er sich selbstbewusst und mit voller Haarpracht.
 

Was passiert nun genau während eines solchen Eingriffs?

Zuerst wird dein Haar einer gründlichen Analyse unterzogen, denn es ist wichtig herauszufinden, ob es sich tatsächlich um die Alopezie handelt. Wenn dies zutrifft, und dein Haarschopf eine ausreichende Dichte vorweist, können Haare aus dem sogenannten Haarkranz entnommen und an die gewünschten lichten Stellen gesetzt werden. Der Haarkranz gehört zur Körperbehaarung, deshalb fallen diese Haare nicht aus. Wichtig ist, dass der Operateur nicht nur das Haar, sondern die Follikel entnimmt und damit die Haarumgebung samt Wurzel. Nur so kann das Haar an der gewünschten Stelle eingesetzt werden mit der Chance, auch nachzuwachsen. Das alles geschieht unter lokaler Betäubung.
 
Eigenhaar-Transplantation
 
Es gibt unterschiedliche Methoden, bei denen ganze Haarstreifen oder einzelne Follikel entnommen und versetzt werden. Was genau für dich geeignet ist, wird der behandelnde Arzt vorab klären. Wichtig ist, dass du dir darüber im Klaren bist, dass es sich hier um eine Operation handelt. Es gibt also Narben und so ist eine Nachsorgebehandlung der Wunden auf jeden Fall erforderlich. Wie bei allen Eingriffen besteht die Gefahr, dass sich die Einstichstellen entzünden. Die Narben sind bei der Haarstreifen-Entfernung länglich, bei der Einzelfollikel-Entfernung punktuell. Bei einem geglückten Eingriff sollte das Deckhaar allerdings die Narben verdecken. Solltest du dich im Nachhinein doch noch für eine Glatze entscheiden, werden die Zeichen dieses Eingriffs möglicherweise sichtbar sein. Jeder seriöse Arzt wird dich aber darauf aufmerksam machen. Und es gibt keine Garantie. Auch wenn die Haarfollikel exakt und fachlich korrekt transplantiert worden sind, ist das kein Muss für ein erfolgreiches anwachsen. Sie können an der Wunschstelle absterben und ausfallen.
 

Was kostet eine Haar-Transplantation?

Ein solcher Eingriff ist nicht günstig. Die Kosten können sehr variieren, in Deutschland geht es bei rund 2.000 Euro los und hoch bis in die hohen fünfstelligen Summen. Du hast dich trotzdem für eine Haartransplantation entschieden? Dann ist die Suche nach einem geeigneten Arzt oder einer Klinik der nächste Schritt. Einen geeigneten Arzt erkennst du an seiner Praxiserfahrung und an einem ausführlichen Beratungsgespräch, in dem der Ablauf eines solchen Eingriffes, Chancen und Risiken sowie die Kosten thematisiert werden. Nur wenn ein Arzt täglich mehrere solcher Eingriffe vornimmt, sollte er über eine entsprechende Routine verfügen und das gewünschte Ergebnisse erzielen können. Lass dir einfach Fotos von anderen Patienten zeigen. Eine entsprechende Dokumentationsmappe liegt in jeder seriösen Praxis aus. Sie ist auch hilfreich, um dein Wunschergebnis zu formulieren.

Mittlerweile gibt es viele Anbieter in der Türkei oder in den osteuropäischen Ländern, die solche Eingriffe als Urlaubsreise mit Hotel anbieten. Natürlich zu äußerst attraktiven Preisen. Es gibt dazu einige Erlebnisberichte von Leuten, die diese Angebote in Anspruch genommen haben sollen. Das mag auf den ersten Blick verlockend klingen, sollte aber gut abgewogen werden. Was ist, wenn Komplikationen auftreten? Wie ist die Haftung geregelt? Wer garantiert dir, dass es sich bei den behandelnden Ärzten tatsächlich um approbierte Mediziner handelt? Wer übernimmt die Nachsorge? Schlussendlich bleibt ein unkalkulierbares Risiko wie bei jedem operativen Eingriff. Jeder muss hier individuell für sich entscheiden. Und wenn die Unsicherheit sehr groß ist, die Sehnsucht nach einem vollen Haarschopf aber noch größer: Den Doc von Kloppo recherchieren!

 

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