MP3 ist tot: Der Untergang einer deutschen Erfolgsgeschichte

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Das MP3-Format ermöglicht eine Kompression von digitalen Audio-Dateien und wurde schnell zum Format, auf das die gesamte Welt zugegriffen hat. Mittlerweile ist diese Technologie allerdings ein bisschen veraltet und schon seit 2012 patentfrei. Nun haben die Entwickler vom Frauenhofer Institut die Lizenzierung für das Format eingestellt und es wird somit zu einem frei verfügbaren Standard, der allerdings nicht mehr ganz so viel Verwendung findet wie früher. Die Technologie funktioniert natürlich immer noch, dieser Schritt beschreibt aber das sanfte Ende einer deutschen Revolution. Wir erklären dir, was es mit MP3 eigentlich auf sich hat.
 

Was kann MP3?

Das MP3-Format wurde 1982 am Frauenhofer Institut von Karlheinz Brandenburg und seinem Team entwickelt. Es erfreute sich schnell weltweiter Beliebtheit, da es große Musikdateien komprimiert, indem es sich das menschliche Gehör zu Nutze macht. Teile, die in einem Lied gut hörbar sind, werden sehr genau dargestellt, sind manche Passagen nicht gut hörbar, werden sie ungenauer beziehungsweise gar nicht dargestellt. Bei Musikstücken passiert nämlich sehr viel gleichzeitig und manche Klänge werden von anderen überschattet.
 

Was haben wir mit MP3 zu tun?

Natürlich hat sich das Frauenhofer Institut durch die Entwicklung wieder einen großen Namen gemacht, allerdings hat Deutschland, und damit seine Bürger, auch stark von der Entwicklung profitiert. Durch die Erfindung wurden jährlich Steuereinnahmen von 300 Millionen Euro generiert, außerdem sind ca. 10.000 Arbeitsplätze in Deutschland durch die Erfindung des Formats entstanden. Dank des Frauenhofer Instituts war und ist Deutschland ein Vorreiter bei der Entwicklung der Audiotechnologien.
 

Was passiert jetzt mit MP3?

Natürlich ist das Produkt nur symbolisch tot, da die Entwickler das letzte Lizenzprogramm beendet haben. Die Technologie funktioniert zwar noch, wurde aber wie jede gute Technologie mittlerweile von seinen Mitstreitern überholt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis das Format keine Verwendung mehr findet, doch vergessen werden wir es nie.
 

Fotos: Charlie Abad; franckreporter / Getty Images

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