Wie die Wissenschaft dir hilft, besser zu schlafen

        schlafen    


Wir verbringen etwa ein Drittel unseres Lebens schlafend. Sowohl die Qualität unserer Nachtruhe, als auch unsere Gesundheit hängen stark von unserer Schlafposition ab und davon, was wir tun, bevor wir ins Bett gehen. Wir haben einige Empfehlungen von Schlaf-Experten für dich zusammengefasst, damit du deine Schlafprobleme beseitigen und ausgeruht aufwachen kannst.

 

1. Schulterschmerzen

 
Wenn du morgens mit Schulterschmerzen aufwachst, solltest du versuchen, nicht auf den Seiten, sondern auf deinem Rücken zu liegen. Es ist ebenfalls nicht ratsam auf dem Bauch zu liegen, da dies zur Fehlausrichtung der Schultern führt.

Die beste Schlafposition ist, wenn du auf dem Rücken liegst. Lege ein dünnes Kissen unter deinen Kopf und nimm ein anderes auf den Bauch, welches du dann umarmst. So sind deine Schultern in der korrekten und stabilen Position.

 

2. Rückenschmerzen

 
Bei Rückenschmerzen solltest du die normalen Kurven deiner Wirbelsäule beibehalten. Ist die alteingelegene Matratze zu weich, ist es an der Zeit, sich eine neue anzuschaffen.

Auf dem Rücken zu schlafen ist hier wieder die beste Methode für dich. Packe diesmal aber noch ein Extra-Kissen unter deine Kniekehlen, um die natürliche Kurve deine Wirbelsäule beizubehalten und den Rücken zu stützen. Wenn du lieber auf dem Bauch liegst, empfiehlt es sich, ein Kissen unter dein Becken zu legen.

Falls es doch lieber die Seite sein soll, dann begib dich am besten in die Fötus-Position. Ziehe deine Beine etwas in Richtung Brustkorb, behalte die natürliche Kurve deines Rückens bei und lege ein kleines Kissen zwischen deine Beine.

 

3. Nackenschmerzen

 
Genau wie dein Rücken muss auch dein Nacken gefedert werden.

Generell ist hier auf dem Rücken zu schlafen, mit einem Kissen unter Kopf und beiden Armen, die beste Methode. Wenn du Nackenprobleme hast, solltest du deine Kissen sehr sorgsam auswählen. Am besten orthopädische oder Rollen-Kissen.

Wenn du gerne auf der Schulter schläfst, stelle sicher, dass dein Kissen nicht zu hoch ist. Optimal passt die Dicke deines Kissens genau zur Breite deiner Schulter und hilft so deinem Nacken, in einer natürlichen Position zu bleiben.

Auf dem Bauch zu schlafen solltest du vermeiden, weil dein Nacken sonst zu sehr zu den Seiten hin belastet wird.

 

4. Probleme beim Einschlafen

 
Es kann schon hart sein, das Smartphone oder das geliebte Notebook zur Seite zu packen, wenn du schon im Bett liegst. Du solltest es trotzdem tun. Das Licht von den Bildschirmen stört deinen natürlichen Schlafrhythmus.

Vermeide es, zu später Stunde Koffein, wie z.B. Kaffee, Energie-Drinks, Schwarztee oder auch Schokolade (enthält Theobromin) zu dir zu nehmen und das mindestens sechs Stunden, bevor du schlafen gehst.

Mache morgens und abends ein paar Sportübungen. Das hilft dir nicht nur beim Einschlafen, sondern bringt auch die Blutzirkulation in Schwung.

 

5. Probleme beim Durchschlafen

 
Wenn du mitten in der Nacht aufwachst, solltest du nicht nur aufhören deine technischen Geräte kurz vor dem Schlafengehen zu nutzen, sondern auch keinen Alkohol vor der Bettruhe trinken. Alkohol stört deine Wasser-Balance und beeinträchtigt deinen Schlafrhythmus. Außerdem kannst du die Raumtemperatur überprüfen. Optimal sind ca. 18° C.

 

6. Probleme mit dem Aufwachen?

 
So ziemlich alle scheinen an diesem Problem zu leiden. Es gibt allerdings eine ganz einfache Lösung dazu. Anstatt dir fünf Wecker zu stellen, stelle dir nur einen. Und verzichte auf die Snooze-Funktion. Wer früh schlafen geht, wacht morgens viel besser auf.

 

7. Schnarchen

 
Wenn du dazu neigst zu schnarchen, schlafe nicht auf deinem Rücken. In dieser Position fällt deine Zunge nach hinten in den Rachen und verengt die Atemwege. Schlafe auf deiner Seite mit dem Kopf in einer natürlichen Position, um die Atemwege frei zu halten.

Die Wahl des Kissens macht auch hier viel aus. Falls du ein zu weiches Kissen verwenden solltest, lege dir ein zweites darunter, dann fällt dein Kopf nicht mehr nach hinten und deine Zunge blockiert den Rachen nicht. Die Muskeln deines Rachens und der Zunge zu trainieren hilft ebenfalls.

 

8. Beinkrämpfe

 
Beinkrämpfe sind spontan auftretendes Zusammenziehen der Muskeln in Schenkeln, Waden und Füßen. Fast 80 % aller Leute leiden darunter, egal in welcher Altersgruppe. Nächtliche Beinkrämpfe sind oft Anzeichen für eine Krankheit, Nervenschäden oder fehlende Versorgung von Spurenelementen.

Eine Möglichkeit, Beinkrämpfe zu verhindern, ist es, die Beinmuskeln zu dehnen und so zu stärken. Du kannst es mit Yoga kurz vor der Bettruhe versuchen. Denk dran: Wenn du Ergebnisse sehen willst, muss das auf regelmäßiger Basis passieren.

 

9. Andere Probleme

 
Schlafstörungen können durch viele Faktoren auftreten, das geht los bei unbequemen Schuhen und erstreckt sich bis zu Problemen mit dem Nervensystem.

Falls Sodbrennen dein Leiden sein sollte, versuche auf deiner linken Seite zu schlafen. Dies verhindert, dass Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gelangt und somit das Sodbrennen verursacht.

Schmerzende Beine in der Nacht? Benutze ein Kissen, um deine Füße hochzulegen. Das Blut in deinen Beinen kann so nach unten fließen und du wirst dich besser fühlen. Versuche außerdem, vor dem Schlafengehen deine Beine zu massieren und Koffeinkonsum zu vermeiden.

 
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Fotos: Jonathan-Knowles / GettyImages



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