Warum du morgens früher aufstehen solltest

        Nutze die frühen Stunden für dich und starte erfolgreich in den Tag.    

Frühes Aufstehen – für die meisten unter uns ein Alptraum. Doch erfolgreiche Menschen wissen, dass genau darin der Weg zu mehr Produktivität liegt. Und auch, wenn du mit deinen täglichen Aufstehgewohnheiten bisher sehr zufrieden bist gibt es dennoch einige Gründe für dich, ab morgen noch ein bisschen früher aufzuwachen.

Prominente Beispiele für erfolgreiche Menschen, die besonders früh aufstehen, gibt es viele. Um nur eines zu nennen: Richard Branson, Gründer und Vorsitzender der Virgin Group, steht jeden Tag um 5:45 Uhr auf. Sogar, wenn er sich gerade auf seiner Privatinsel befindet. Dann zieht der nachts die Vorhänge nicht zu, sondern lässt sich von der Sonne wecken. In den frühen Stunden kümmert sich Branson um einen sportlich gesunden Start in den Tag. Ein frühes Frühstück und ein Workout gehören für Branson dazu.

Hier sind einige gute Gründe, warum du morgens früher aus dem Bett kommen solltest:

 

1. Ruhe und Ungestörtheit: nimm dir mehr Zeit!

In seinen Büchern spricht Motivationscoach Brian Tracy von der, wie er es nennt, „golden hour“. „Du wirst, das, worüber du die meiste zeit nachdenkst“ heißt, dass dein Tag so wird, wie du ihn dir am Morgen ausmalst. Nimm dir also eine Stunde Zeit, um am Morgen positive Gefühle für den Tag aufzubauen. Dadurch steigerst du auch deine Produktivität.

Stille, so Tracy weiter, sei entscheidend. Versuche, dir morgens nach dem Aufstehen 30-60 Minuten Zeit für dich ganz alleine einzuräumen. Alle anderen im Haus sollten noch schlafen, damit du nicht abgelenkt wirst. Diese Zeit kannst du nutzen, wie du möchtest. Am besten sei es aber, sich Gedanken über die weitere Tagesplanung zu machen. Beginne deine ToDo-Liste oder lege Tätigkeiten für den Tag fest.

Der Morgen ist die beste Zeit, um deine Ruhe zu haben. Niemand schickt dir Mails, keine anderen Menschen sind um dich herum. Lege zur Sicherheit auch dein Handy weg. Denn irgendwer wird bereits mit dir wach sein. Wenn du den Kontakt zu jemandem suchst, dann wirst du ihn auch finden. Vermeide es. Lasse den Fernseher aus, lenke dich auch nicht mit dem klassischen Frühstücksfernsehen ab – das besteht sowieso meistens nur aus Schrott. Um 5 Uhr morgens bist du alleine und das solltest du nutzen.
 

2. Mehr Freude und Lebensmut am Morgen

Eine Twitter-Studie belegt: Nicht nur Vögel zwitschern am Morgen besonders enthusiastisch. Auch wir tun es. In der Zeit von 6 bis 9 Uhr morgens werden demnach die positivsten Posts in die Welt getragen. Frühes Aufstehen kann dich nach vorne bringen und obendrein noch stolz machen. Denn du hast es tatsächlich geschafft, vor allen anderen auf den Beinen zu sein. Und das, obwohl du es vielleicht gar nicht unbedingt musst.

 

3. Erfolgreicher dank frühem Aufstehen

Bereits oben habe ich das Beispiel von Richard Branson verwandt, dem mit seiner Virgin Group heute etwa 400 Firmen unterstehen. Während der Recherche für sein Buch „The 5 Patterns of Extraordinary Careers“ hat auch James M. Citrin einen ähnlichen Zusammenhang von frühem Aufstehen und Erfolg festgestellt. Der CEO einer internationalen Personalvermittlung hat 20 hochrangige Mitarbeiter (zumeist Manager) global wichtiger Unternehmen befragt. Es zeigte sich, dass niemand dieser 20 nach 6 Uhr aufsteht. Sondern meist deutlich früher. Steve Reinemund, ehemaliger Chef der PepsiCo., gab beispielsweise an, dass er um 5 Uhr morgens aufstehe, anschließend 4 Meilen laufe, sich auf den Tag vorbereite, meditiere, lese und in Ruhe ein Familienfrühstück genieße. Anschließend könne er seelenruhig und entspannt zur Arbeit fahren.
 

4. Diszipliniert in den Tag starten

Am Morgen hast du eine höhere Selbstdisziplin als am Mittag oder Nachmittag. Studien ergeben, dass Motivation und Drill über den Tag sehr deutlich abnehmen. Denn jede kleine Entscheidung, die du zu treffen hast (ob bewusst oder unbewusst), nagt an dir. Selbst kleine und scheinbar triviale Dinge wie das Überfahren einer gelben Ampel sind Fragen von Selbstdisziplin. Am Abend ist die Disziplin erschöpft. Du wolltest noch ins Fitnessstudio gehen oder endlich wieder dein Instrument üben? Dann wirst du es am Abend wahrscheinlich eher nicht tun. Die Ablenkungen sind zu verlockend, die Müdigkeit siegt am Ende doch. Tue es deshalb am Morgen.
 

5. Früher aufstehen: Schlüssel zu Kreativität und Konzentration

Wer morgens früh aufsteht, hat mehr vom Tag. Denn gerade die Morgenstunden sind die produktivsten des ganzen Tages. 2 bis 3 Stunden früher aus den Federn zu kommen hat den Effekt, dass du auch 2 bis 3 Stunden deutlich konzentrierter und kreativer bist. Wer jetzt sagt „ich kann mich später auch konzentrieren“ hat nicht Unrecht – aber seien wir mal ehrlich: nur die wenigsten von uns machen es nach dem Mittag noch.
 

Morgens konzentrierter ungestört arbeiten

 

Frühes Aufstehen ist also essentiell, um den Tag zu nutzen. Carpe diem. Doch wie soll das klappen? Hier einige Tipps, mit denen du früher aus den Federn kommst:
 

1. Schrittweises Anpassen der Aufstehzeit

Es ist wohl der klassische und bekannteste Trick: dein Körper muss sich schrittweise und in kleinen Intervallen an einen neuen Tagesrhythmus gewöhnen. Stelle deinen Wecker also einfach 10-15 Minuten früher als bisher und stehe dann auch tatsächlich auf. Behalte diese Aufstehzeit etwa vier Tage bei und setze den Alarm dann noch einmal 10-15 Minuten eher und gewöhne deinen Körper daran. Dieses Prozedere führst du aus, bis du deine gewünschte Aufstehzeit erreicht hast. Leicht wird dir das Aufstehen dann auch nicht fallen, allerdings auch nicht zu schwer.

Das langsame Anpassen deiner Schlafgewohnheit hat laut Schlaf-Experten einen nachhaltigen Erfolg und ist deshalb besser geeignet, als simples und direktes Umstellen des Weckers. Beachte allerdings, dass du nach Möglichkeit auch früher zu Bett gehen solltest, damit du den Tag über konzentriert bleibst und nicht zu müde wirst.
 

2. Den inneren Schweinehund austricksen

Nachdem der Wecker klingelt haben wir das Gefühl, dass es uns nach 15 Minuten weiterem Schlaf deutlich besser gehen würde. Dass das nicht so ist wissen wir spätestens dann, wenn wir uns anschließend noch einmal 15 Minuten gönnen und am Ende vollkommen verspätet und gehetzt aus dem Bett kriechen. Trickse deinen inneren Schweinehund aus! Stelle den Wecker möglichst weit von deinem Schlafplatz entfernt auf. Natürlich nicht zu weit, damit du ihn noch hörst. So musst du aufstehen, um ihn überhaupt ausschalten zu können. Für die ganz harten Langschläfer unter uns: Stelle den Wecker in die hinterste Ecke auf den Schrank, sodass du einen Stuhl brauchst, um dort heranzukommen.
 

3. Gehe erst ins Bett, wenn du müde bist

In vielen Selbstversuchen hat Steve Pavlina, Blogger für Persönlichkeitsentwicklung, herausgefunden, dass es für ihn einfach ist, jeden Tag um 5 Uhr morgens aufzustehen wenn er einfach dann schlafen geht, wenn er müde ist. Klingt einfach, ist es auch. Richte dich vollkommen nach deinem Körper aus. Wenn du es schaffst, dann verzichte auf Kaffee. Denn der bringt deinen Rhythmus vollkommen aus dem Gleichgewicht. Und sorgt obendrein dazu, dass du Pickel bekommst. Wenn du dich hinlegst und nicht innerhalb von fünf Minuten einschläfst, lass es bleiben. Dann ist dein Körper noch nicht müde genug. Disziplin ist auch bei dieser Methode gefragt: stehe wirklich jeden Morgen um 5 Uhr auf. In den ersten Wochen deiner Umstellung solltest du das Prinzip auch am Wochenende einhalten. So gewöhnt sich dein Körper besser an den neuen Schlafrhythmus.
 

4. Automatismen: Wenn der Wecker klingelt, stehe auf

Ebenfalls ein Tipp von Steve Pavlina. Wir haben den Automatismus, auf das Weckerklingeln mit einem Druck auf den Snooze-Button zu reagieren. Diese Gewohnheit muss unbedingt abgeschafft werden – indem wir einfach aufstehen. Ist diese Angewohnheit in unseren Köpfen eingespeichert, gelingt das Aufstehen auch einfacher.

 

Fotos: © PeopleImages, gradyreese/iStock.com



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