6 Tipps gegen Antriebslosigkeit

        was tun gegen Antriebslosigkeit    

Du hast einen Körper schwer wie Blei, alles um dich herum wirkt wie sieben Tage Regenwetter und es gibt keinen einzigen Gedanken, mit dem du dich anfreunden kannst? Klingt stark nach einem Motivationsloch oder nach totaler Erschöpfung. Jeder kennt es, jeder hat es von Zeit zu Zeit und leider nur allzu oft will der herbeigesehnte Befreiungsschlag aus der Lethargie nicht so recht gelingen. Ein scheinbar unsichtbares Gewicht lastet auf deinen Schultern, zwingt dich regelrecht zu einem schleppenden Gang und immer begleitet dich ein unangenehmes Gefühl, das deine Konzentration wie ein dichtes Wolkengeflecht vernebelt.

Ist die Phase erst vorbei, rückt die Ratlosigkeit in den Vordergrund: Was war mit dir nur los? Einfach unerklärlich, hoffnungslos sogar? Keineswegs, denn dieser schwere Ballast lässt sich spürbar reduzieren. Besonders in chronischen Fällen von dauerhafter Antriebslosigkeit ist Gegensteuern angesagt. Schließlich fällt der Zustand der permanenten Übermüdung nicht vom Himmel, sondern folgt eigenen Gesetzen. Mit einem Schuss Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit und den folgenden Tipps verschaffst du Körper und Geist im Alltag die notwendige Erleichterung – für mehr Fokus am Arbeitsplatz, wenn es erforderlich ist, und für mehr Freude und Gelassenheit in deinem Privatleben.
 

Das notwendige Übel: der Arztbesuch

Kaum jemand geht freiwillig in eine Praxis. Es herrschen lange Wartezeiten, eine gute Chance auf Bekanntschaft mit den Erregern anderer Patienten gibt es gratis mit dazu und am Ende kommt nichts Relevantes heraus. Doch vor diversen Selbstversuchen, um dem gesteigerten Schlafverlangen auf die Spur zu kommen, steht ein Arztgespräch verpflichtend an. Andauernde Müdigkeit kann nämlich ein simples, körperliches Signal dafür sein, dass etwas mit deinem Organismus nicht in Ordnung ist. Angst vor einer potentiellen Schockdiagnose wie Krebs, ist unbegründet, auch wenn Tumore eine zutreffende Symptomatik produzieren können. Oft stehen ganz banale und exzellent therapierbare Ursachen dahinter. Bist du ein Schnarcher? Sauerstoffmangel durch unregelmäßige Atmung – auch Schlafapnoe genannt – in der Schlafenszeit, lässt dich morgens schlecht aus dem Bett kommen. Vitamin- und Mineralstoffmangel aufgrund ungesunder Ernährung oder durch Infektionskrankheiten setzen dem Körper auf Dauer sichtlich zu. Ein Blutcheck gibt dir Hinweise über deinen innerlichen Status Quo und deckt eventuelle Stoffwechsel- und Hormonprobleme zuverlässig auf. Schon vor der Untersuchung kannst du durch Beobachtung potentielle Auslöser notieren und so den Kreis der Verdächtigen gezielt einengen.

Tipp 1: Eine körperliche Untersuchung beim Hausarzt gibt Gewissheit über deinen Gesundheitszustand.

Tipp 2: Versuche mögliche Ursachen durch Beobachtung genauer einzugrenzen.
 

Dein Körper gibt den Takt vor

Wenn das innere Uhrwerk keine verwertbaren Ergebnisse zutage fördert, lohnt es sich vielleicht, den Blick in Richtung Lebensstil und Gemütszustand zu lenken. Körper und Geist stehen unter gegenseitigem Einfluss. Falls dich ein Übermaß an Arbeit und Verantwortlichkeiten ruhelos macht, solltest du den Versuch wagen, die Zügel etwas lockerer zu halten. Schlechte Angewohnheiten bei der Ernährung oder zu späte Bettruhezeiten nagen an deiner Substanz. Versuche vor dem Schlafengehen keine schweren Mahlzeiten oder koffeinhaltige Getränke zu dir zu nehmen. Ein zu hoher Blaulichtanteil von LED-Fernsehern trickst deinen Organismus spät abends aus und hält ihn unnötig lange wach. Nimm die Gelegenheit wahr und wechsle zu einem guten Buch. Lesen ist ebenso unterhaltsam, beruhigt den Geist und lässt dich sanfter in die Traumwelt hinüber gleiten. Solche Rahmenbedingungen gilt es als Erstes zu korrigieren, denn sie bilden das Fundament auf dem ein ausgeglichener sowie ausge-schlafener Mensch steht. Auch wenn es zunächst Überwindung kostet: Regelmäßiger Sport wirkt oft Wunder, bringt den Kreislauf auf Vordermann und hebt die Laune. Marathonläufe sind dafür nicht erforderlich, sondern lediglich zwei Sporteinheiten die Woche mit einer Dauer von etwa 30 Minuten. Joggen oder das gemäßigte Walken fällt dir leichter in Begleitung eines Partners und spornt zusätzlich an. Zu diesem Anlass bietet sich gleich eine vitaminreichere Kost mit leckeren Früchten und Gemüse an, um deinen Zellen eine Frischekur auf Nährstoffebene zu verabreichen.

Tipp 3: Schlafmangel oder falsche Ernährung sind eine Kriegserklärung an deinen Körper. Es ist an der Zeit, diplomatische Beziehungen aufzunehmen und mehr Rücksicht walten zu lassen.

Tipp 4: Sportliche Betätigung ist wie ein offenes Zimmerfenster im Morgengrauen. Beides bringt frische Luft und den Körper wieder in Fahrt.
 

Erforsche deine wahren Bedürfnisse

Es spielt keine Rolle ob Mann oder Frau: Unser Leben wird von unseren Erfahrungen und Beziehungen geprägt. Große Abgeschlagenheit kann auch durch ein fehlendes, inneres Gleichgewicht entstehen – wie der Geist, so der Körper. Ohne Verantwortung geht es nicht, aber ein Zuviel an Tätigkeiten ohne Auszeiten wirkt sich auf Dauer sehr belastend auf Psyche und folgerichtig ebenso auf den Körper aus. Fällt erst mal die Akzeptanz, Bereitschaft und Zufriedenheit, sträubt sich auch der Bewegungsapparat. Ohne Wille – so könnte ein Sprichwort lauten – auch kein Weg. Der Ausweg aus dem psychologischen Dilemma mündet in der Suche nach dem eigenen Willen. Die Frage, ob du dir für dein Gefühlsleben wirklich genügend Zeit nimmst, ist dabei essentiell. Stört dich möglicherweise etwas in deinem Privatleben, gibt es Streit in der Partnerschaft oder mit Freunden und Kollegen? Eventuell schottest du dich nur zu stark ab und vergräbst dich in Verpflichtungen. Was dir tatsächlich neue Kraft spendet, ist die gemeinsame Zeit mit Menschen, die dir etwas bedeuten. Steigere Sie und Körper und Konzentrationsfähigkeit werden wieder an Fahrt gewinnen. Gute Freunde dienen nicht einfach dem bloßen Zeitvertreib. Sie haben auch stets ein offenes Ohr für deine menschliche, emotionale Seite und helfen dir dabei, Probleme zu erkennen und zu überwinden. Vielleicht sorgt auch ein radikaler Wechsel, ein Sprung weg vom Alltag, für eine neue Perspektive. Immer hilfreich ist es, anderen Menschen bezüglich ihrer privaten Interessen ernstgemeinte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Postwendend öffnet sich für dich völlig überraschend ein neues Fenster, möglicherweise ein Hobby, dass du noch nie zuvor in Betracht gezogen hast. Außerdem: Schenkst du deinem Gegenüber durch persönliche Zuwendung neue Kraft, gibt dir dies obendrein selbst ein gutes Gefühl.

Tipp 5: Öffne dich deinen Mitmenschen und pflege deine Beziehungen. Gemeinsamkeiten verbinden und zeigen dir neue Wege.

Tipp 6: Gönne dir Auszeiten und schaffe dir Freiräume für deine eigenen Interessen.

 

Foto: Doppelganger4/iStock.com



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